Porta Nigra – das imposante schwarze Stadttor der Römer in der ältesten Stadt Deutschlands

Isabella Mueller @isabella_muenchen

Bei meinem Besuch der Römerstadt Trier besuchte ich die Porta Nigra, das kolossale römische Stadttor. Es ist nicht nur das Wahrzeichen Triers, sondern auch das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Die Stadt Trier wurde als Augusta Treverorum im Jahr 17 v. Chr. gegründet und ist die älteste Stadt Deutschlands. Als ich das imposante Stadttor erblickte war ich sofort fasziniert. Es war nicht nur gigantisch groß, sondern auch schwarz. Die Verfärbung des Weißsandsteines erfolgte im Verlauf von über tausend Jahren. Ich war beeindruckt von diesem monumentalen Bauwerk, das aus etwa 7200 Steinquadern um 170 n. Chr. erbaut wurde. Dank seiner massiven Bauweise aus Sandsteinquadern, die bis zu sechs Tonnen wiegen, ist es bis heute erhalten. Dabei wurden die Sandsteinquader von mühlengetriebenen Bronzesägen zurechtgeschnitten und ohne Mörtel aufeinandergesetzt. Jedoch verband man zwei Steine horizontal durch Eisenklammern, die in Blei ausgegossen wurden. Diese Klammern konnte ich im Inneren des Tores nahe der östlichen Wendeltreppe sehen. Auch Rostspuren ehemaliger Klammern sind noch außen zu sehen, da man im Mittelalter tiefe Löcher meißelte, um das Metall zu rauben und einzuschmelzen. Nach 1028 ließ sich der griechische Mönch Simeon als Eremit in den Ostturm der Porta Nigra einmauern. Als er 1035 starb, wurde er im Erdgeschoss bestattet und heiliggesprochen. Der Erzbischof Poppo von Babenberg ließ ihm zu Ehren in das römische Tor zwei übereinanderliegende Kirchen einbauen. Diese wurden unter der Herrschaft Napoleons in den Jahren 1804 bis 1809 abgetragen und eine Rekonstruktion der antiken Bauform wurde angeordnet. Die Spuren der Doppelkirche sowie römische Steinmetzzeichen finden sich im Inneren des Stadttors. Die ganzen Informationen über das römische Stadtor konnte ich begleitet über eine Multimedia-App kostenlos abrufen. Ich war begeistert von dieser neuen Generation der digitalen Führung und erkundete auf diese Weise den absoluten Besuchermagnet Triers, der in das UNESCO Welterbe aufgenommen wurde. Trier hat insgesamt neun UNESCO-Welterbestätte. Ich bestaunte das schwarze Stadttor noch eine ganze Weile, bevor ich mich zu den nächsten UNESCO-Welterbestätten den Trierer Dom und der Liebfrauenkirche aufmachte. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom Wahrzeichen Triers, der Porta Nigra, dem beeindruckenden römischen Stadttor. 🙂

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