Zauberhafter Schlosspark am Wasserschloss in Bad Rappenau

Isabella Mueller @isabella_muenchen

Der Schlosspark am Wasserschloss mitten im Zentrum der baden-württembergischen Stadt Bad Rappenau ist wunderschön und ein idealer Ort im Sommer nicht nur wegen seinem Kneippbecken, in dem ich mir im frischen Quellwasser meine Füße kühlen kann, sondern auch wegen seinen Schatten spendenden Bäumen. So kann ich trotz Tropenhitze durch den Park spazieren und auf einer der zahlreichen Parkbänke mit Blick auf das herrliche Wasserschloss verweilen. Das Wasserschloss ist umgeben von einem idyllischen See. Dabei speisen drei künstlerisch gestaltete Quellen am Quellenhain ein Bächlein, welches quer durch die Innenstadt entlang der Grünspange in den Kurparksee fließt. Das Wasserschloss wurde 1601 an der Stelle einer alten Wasserburg von Eberhard von Gemmingen auf eingerammten Eichbaumstämmen errichtet. Das Schloss teilte sich früher in Schlosshof, Schlosssee und Wirtschaftsgebäude auf. Einst waren das Schloss und der Schlosshof komplett vom Wasser des Schlosssee umgeben bis im Jahre 1904 der Schlosssee vom damaligen Schlossherrn Karl von Gemmingen trockengelegt und aufgefüllt wurde. Übrig geblieben ist ein etwa 1 – 2,5 Meter breiter Wassergraben, der unmittelbar um das Mauerwerk des eigentlichen Schlossgebäudes führte, um dessen Pfahlgründung ständig unter Wasser zu halten. Erst seit 1957, ein Jahr nachdem die Gemeinde Bad Rappenau das Schloss samt dem dazugehörenden Gelände käuflich erworben hatte, wurde der Schlosssee teilweise wiederhergestellt. In dem historischen Gebäude war das Schlosssanatorium zwanzig Jahre untergebracht. Danach war von 1980 bis 1991 die Stadtverwaltung im Wasserschloss ansässig. Für rund sieben Millionen DM wurde das Schloss von 1993 bis 1995 von der Stadt Bad Rappenau komplett renoviert. Sage und schreibe 85 Tonnen Bauschutt hatten sich im Laufe der Jahrhunderte im Gebäude gesammelt. In den Jahren 1995 bis 2000 hatte das Ordnungsamt dort seinen Sitz. Das Wasserschloss dient heute ausschließlich kulturellen Veranstaltungen, vor allem Kunstliebhaber können sich im Wasserschloss satt sehen. Denn dort befinden sich unter anderem Werke von Marc Chagall, Günter Grass und Friedensreich Hundertwasser. Besonders sehenswert ist der Eingang des Wasserschlosses am Treppenturm. Ein Spätrenaissance-Portal, dessen oberer Abschluss ein aus Sandstein gefertigtes Brustbild des Bauherrn ziert. Der Schlosshof wird in den Sommermonaten gern für Konzerte, Theateraufführungen und andere kulturelle Freiluftveranstaltungen genutzt. Der Schlosspark mit seinem Blütenmeer ist eine wahre Erholungsoase für die Bewohner der Stadt Bad Rappenau. Der Park wird im Norden und Süden durch eine alte Sandsteinmauer eingerahmt und im Westen und Osten bilden Hainbuchenhecken eine natürliche Einfassung. Dadurch erscheint der Park in sich geschlossen und ist als Erholungsraum erlebbar. Ich mag besonders den alten Baumbestand des Parks. Hier gibt es Bäume, die über 160 Jahre alt sind. Im Zuge der Landesgartenschau 2008 wurde der Park mit seinen Ahornbäumen, Linden, Eichen, Eschen, Kastanien und Ulmen durch ein geographisches Arboretum ergänzt. So entstand eine Gehölzsammlung, die nach der Herkunft der Bäume gegliedert ist. Faszinierend ist, dass ich im Park Gehölze aus neun Regionen aller Erdteile bewundern kann. Ich flaniere gern im Park mit seinen farbenprächtigen Strauchpfingstrosen und Rhododendren entlang und bestaune das schöne Wasserschloss, das oftmals als Hochzeitslocation genutzt wird. Der Park ist für mich nicht nur ein Erholungsort, sondern auch jedes Mal ein Erlebnis mit all seinen wunderbaren Gewächsen. Wie sagte schon der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson: „Blumen sind das Lächeln der Erde“. In diesem Sinne viel Freude mit dem zauberhaften Schlosspark im Wasserschloss von Bad Rappenau.

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