Kollektives Saufgelage auf dem Adventsmarkt in Brackenheim

Brackenheim ist nicht nur die Geburtsstadt des ersten deutschen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch eine Stadt im Landkreis Heilbronn im Bundesland Baden-Württemberg. Ich besuchte dieses Jahr zum ersten Mal ihren Adventsmarkt, der freitags am 29. November 2019 stattfand. Er startete um 16 Uhr in der Innenstadt, die bis 23 Uhr zum Late-Night-Shopping einlud. Meine Freundin und ich hatten schnell einen Parkplatz gefunden und machten uns auf ins Stadtzentrum. Schon von Weitem ertönte Weihnachtsmusik und wir waren guter Dinge. Der Weihnachtsmarkt war sehr stark frequentiert und von allen Ecken und Enden wurden wir von den Menschenmassen durch die Gässchen der Fußgängerzone geschoben. Spaß machte das nicht wirklich. Die Gastronomiestände waren total überlaufen, so dass wir nach 30 Minuten Schlange stehen am Wurststand doch tatsächlich eine gegrillte Wurst im Brötchen in unseren Händen hielten. Die kunstgewerblichen Arbeiten waren spärlich vorhanden, was die meisten Besucher auch wenig interessierte. Hier ging es vor allem darum, etwas zwischen die Zähne zu bekommen und dann mit reichlich Glühwein nachzuspülen. Auch wir wollten wenigstens einen Winzerglühwein trinken, denn Brackenheim zählt zu einer der größten Weinanbaugemeinden. Auch am Glühweinstand mussten wir Ausdauer beweisen und bekamen nach 25 Minuten Wartezeit doch tatsächlich einen heißen Glühwein serviert. Der Umgangston auf dem Weihnachtsmarkt war recht ruppig und weihnachtliche Stimmung kam trotz kalter Temperaturen nicht auf. Der Brackenheimer Adventsmarkt war nicht idyllisch. Er war wie viele Weihnachtsmärkte sehr kommerziell ausgerichtet und es fehlte ihm an Charme. Ich und meine Freundin lieben Advents- und Weihnachtsmärkte, die stimmungsvoll und nicht zu konsumorientiert sind. Dieser Adventsmarkt war einfach ein großes Volksfest, in dem es nur darum ging, sich in Stimmung zu trinken und sinnlos Essen in sich zu stopfen. Bei mir und meiner Freundin sprang der Weihnachtsfunke einfach nicht über und uns kam der Markt wie ein einzig großes Fress- und Trinkgelage vor. Von weihnachtlicher und stimmungsvoller Atmosphäre war nichts zu spüren. Es wurde gedrängelt, geschubst und die Wartezeiten an den Ständen waren einfach unglaublich hoch, das hatten wir so noch nie erlebt. Ich hätte gern etwas anderes über den Adventsmarkt in Brackenheim geschrieben, aber es war einer meiner schlimmsten Adventsmarktbesuche, die ich je erlebt hatte. Euch wünsche ich trotzdem viel Freude mit den Fotos vom Brackenheimer Adventsmarkt. 🙂

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