Bratwurst satt in der ältesten Bratwurstbude der Welt

Isabella Müller Regensburg @isabella_muenchen

Bei meinem Besuch der historischen Altstadt Regensburg durfte ein Spaziergang entlang der Donau mit traumhaften Blick auf die Steinerne Brücke nicht fehlen. Gleich neben der Brücke steht seit über 500 Jahren die Historische Wurstkuchl. Hier werden auf offenem Holzkohlegrill die hausgemachten Würstl zubereitet. Dazu wird Sauerkraut aus dem eigenen Gärkeller, in dem jährlich 60 Tonnen Weißkraut in Holzfässern zu würzigem Sauerkraut heranreifen und der bekannte Wurstkuchl-Senf nach dem historischen Rezept von Elsa Schricker, gereicht. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen die Historische Wurstküche, in der alles in Handarbeit hergestellt wird, zu besuchen. Ich stellte mich in der langen Schlange an, denn die Historische Wurstkuchl ist nicht nur bei Touristen, sondern auch bei den Einheimischen sehr beliebt. Während meiner Wartezeit konnte ich mir die Geschichte der ältesten Bratwurstbude der Welt durchlesen. Alles begann mit einem kleinen Gebäude, das an die Stadtmauer angelehnt war und während des Baus der weltberühmten Steinernen Brücke von 1135 bis 1146 als Baubüro diente. Nach Fertigstellung der Steinernen Brücke kam in das Gebäude die Garküche „auf dem Kranchen“, in der sich die Hafen- und Bauarbeiter stärkten. Im Jahre 1806 wurde das Gebäude von der Stadtkämmerei an den Koch Wolfgang Schricker verkauft und die Erfolgsgeschichte der Historischen Würstkuchl begann, die bis zu den heutigen Eigentümern, der Familie Schricker-Meier, reicht. Ich schaute gespannt dem Koch zu wie er die Bratwürste auf dem offenen Feuer grillte und freute mich schon auf mein Bratwurst Kipferl to go. Bei dem Bratwurst Kipferl handelt es sich um eine handgemachte Semmel, die mit 2 Bratwürsten vom Rost mit Sauerkraut und süßem Senf serviert werden. Wer darauf keine Lust hat, macht es sich im urigen Stüberl oder im Freisitz bequem und genießt die deftige Küche mit einem frisch gezapften Bier vom Fass. Ich biss genüsslich in mein Bratwurst Kipferl, das 3 Euro kostete und einfach nur saulecker schmeckte. Die Kombination aus knuspriger Semmel gepaart mit frisch gegrillten Bratwürsten, die ein herrliches rauchiges Holzkohlearoma hatten und dem herzhaften Sauerkraut mit süßen Senf war einfach genial. Ich machte es mir am sonnigen Donauufer auf einer der zahlreichen Parkbänke gemütlich und zelebrierte bei Sonnenuntergang mein Bratwurstbrötchen. Wie heißt es so treffend: „Simple Pleasures, are life´s Treasures!“ In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos von der ältesten Bratwurstbude der Welt am schönen Donauufer in Regensburg. 🙂

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