La Scala: Der Tempel der Mailänder Oper und Nationalheiligtum Italiens

Isabella Mueller Milano @isabella_muenchen

Die Mailänder Scala ist weltberühmt und nur 5 Gehminuten vom Domplatz entfernt. Natürlich besuchte ich das Opernhaus, die Teatro alla Scala, das von den Italienern liebevoll La Scala genannt wird und als Nationalheiligtum Italiens gilt. Die Geschichte der Mailänder Scala geht auf die regierende Fürstin Maria Theresia zurück, als Mailand noch zu Österreich gehörte. Das Teatro alla Scala feierte seine Eröffnung am 3. August 1778 mit Antonio Salieris Oper „L´Europa riconosciuta“. Die neue Oper ersetzte das Teatro Regio Ducale, das zwei Jahre zuvor einem Brand zum Opfer gefallen war. Für eines der heute berühmtesten Opernhäuser der Welt wurde sogar der Neubau der Kirche Santa Maria alla Scala abgerissen. In einer Rekordzeit von 23 Monaten wurde der klassizistische Bau vom Architekten Giuseppe Piermarini errichtet. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Opernhaus am 11. Mai 1946 mit einem Konzert unter Arturo Toscanini wiedereröffnet. In den Jahren 2001 bis 2004 war das Opernhaus geschlossen, um die Akustik und Bühnentechnik zu erneuern. Damit beauftragt wurde der Schweizer Architekt Mario Botta, der nicht nur modernste Bühnentechnik installieren ließ, sondern auch den Zuschauerraum und das Foyer im Stil von 1778 gestaltete. So kann heute auf drei Bühnen gleichzeitig geprobt werden und der neue Bühnenturm erreicht eine Höhe von unglaublichen 38 Metern. Die neoklassizistische Innenarchitektur verleiht der Mailänder Scala eine zauberhafte Aura, die Menschen aus aller Welt anlockt. Das Teatro alla Scala bietet Platz für über 2.200 Opernfans und wird für seine internationalen Interpreten sowie großartigen Aufführungen gefeiert. Zur Eröffnung 2004 wurde wie damals zur Eröffnungspremiere dasselbe Stück von 1778 gespielt. Ein besonderes Highlight stellt jedes Jahr die Saisoneröffnung am 7. Dezember dar, dem Namenstag des Mailänder Stadtpatronen Sant Ambrogio, die live im Fernsehen übertragen wird. Das Opernhaus wirkt schlicht von außen, doch sein Theater mit den roten Logen aus Samt ist umso prachtvoller. Der Theaterraum besteht aus dem Parkett, den 4 Logenrängen und aus 2 Gallarien. Die zentrale Königsloge ist besonderen Persönlichkeiten vorbehalten und kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Seit 1913 gibt es ein Theatermuseum der Scala, das geführte Touren durch das Opernhaus anbietet. In diesem Museum werden historische Musikinstrumente, Porträts berühmter Opernstars sowie Gegenstände aus der Geschichte des Opernhauses ausgestellt. Vor dem Opernhaus befindet sich neben dem Denkmal von Giulio Ricordi, dem italienischen Musikverleger und Förderer von Verdi, Puccini und anderen Komponisten, einer der bekanntesten Plätze der Stadt, der Piazza della Scala, in dessen Mitte das Denkmal von Leonardo da Vinci thront. Ich bestaunte das Denkmal, das von dem Mailänder Bildhauer Pietro Magni stammt. Auf einer der vielen Parkbänke, die sich um das Denkmal befinden, legte ich eine kleine Pause ein und schaute mir in Ruhe die Gegend um den Piazza della Scala an. Auf seiner gegenüberliegenden Seite befindet sich das 1563 erbaute Palazzo Marino mit Sitz des Bürgermeisters, das von dem Architekten Galeazzo Alessi entworfen wurde. Die Fassade des ältesten Gebäudes am Platz wurde in den Jahren 1888 bis 1892 gestaltet. Ein weiteres prachtvolles Gebäude, das Palazzo della Banca Commerziale Italiana, befindet sich an der Nordost-Seite. Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1923 bis 1927 erbaut und stammt ebenfalls wie das Palazzo Beltrami von dem Architekten Luca Beltrami. Die Mailänder Oper, die seit zwei Jahrhunderten Menschen aus der ganzen Welt anlockt und ihr idyllischer Platz sind einfach sehenswert. Ich genoss meinen kurzen Ausflug in die Welt der Oper und verweilte noch eine kleine Zeitlang auf der Parkbank, bevor meine Entdeckungstour durch Mailand weiter ging. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Foto-Impressionen des Teatro alla Scala und dem Piazza della Scala im Herzen der Mailänder Altstadt. 🙂

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