Die Eiserne Jungfrau: Die Folterkammer Münchens

Isabella Müller München @isabella_muenchen

Ein schauriger Gruselort befindet sich in der Jungfernturmstraße der bayrischen Metropole München. Diesen sagenumwobenen Ort besuchte ich an meinem Geburtstag. Unweit von der Innenstadt kam ich an den Resten des ehemaligen Jungfernturms an. Der Jungfernturm war Teil der Münchner Stadtbefestigung, von dem heute nur noch die Rückseite aus Rohwandziegeln vorhanden ist. Einst war der Jungfernturm ein wuchtiger Wehrturm, der 1493 mit steilem Satteldach zwischen der äußeren und inneren Stadtmauer erbaut und 1804 abgerissen wurde. An ihn erinnert noch heute eine Gedenktafel, da die Reste des Baudenkmals heute unter Denkmalschutz stehen. Der Sage nach sollen im Turm grausame Folterungen und Hinrichtungen mit dem Foltergerät der Eisernen Jungfrau vorgenommen worden sein. Dieses Folterinstrument soll auch Namensgeber des Jungfernturm sein. Die Eiserne Jungfrau ist ein Folterinstrument, das wie ein Sarg in Form einer Frau aussieht. Sein Innenraum ist mit Messern und Metalldornen gespickt. Die Opfer mussten sich in den Sarg begeben. Dieser wurde geschlossen und die Messer durchbohrten den Körper des Gefangenen. Nach qualvollem, schmerzhaften Ausbluten, starb das Opfer. Die Leiche fiel anschließend über eine Falltür in ein 20 Meter tiefes Verlies des fensterlosen Turmes. Bis heute soll man in düsteren Nächten die Schreie der getöteten Seelen hören. Zudem soll jedes Jahr in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar der Geist des dort am 6. Januar 1796 ermordeten Hauptmanns Franz von Unertl herumspuken. Ich hatte bei meinem Besuch Glück und mir begegnete weder ein Geist noch hörte ich laute Schreie. Der Jungfernturm mit seiner grausamen Legende der Eisernen Jungfrau gab mir Einblicke in die dunkle Seite des Mittelalters, in denen Menschen mit perverser Brutalität gequält und getötet wurden. Leider werden trotz weltweiten Verbot der Folter bis heute in vielen Ländern Menschen auf brutale Art und Weise gefoltert und getötet. Aber wo es Schatten gibt, gibt es auch Licht und Licht gibt uns immer auch Hoffnung auf eine bessere Welt. Abschließen möchte ich mit den Worten des Bürgerrechtlers Mahatma Gandhi, der einst weise sagte: „Gewalt bleibt und ist immer die Waffe des Schwachen.“

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