Die merowingische Königspfalz

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Ladenburgs, die 1900 Jahre Stadtkultur aufweist, ist das Areal des Bischofhofes mit der Lobdenburg, einer merowingischen Königspfalz, die auch Namensgeberin der Stadt Ladenburg war und als Hauptort Lobdengaus gilt. Im Jahr 628 verschenkte der merowingische Frankenkönig Dagobert I. das Gelände an das Bistum Worms. Fortan waren die Wormser Bischöfe bis 1705 die Stadtherren von Ladenburg. Auf den Überresten der Lobdenburg errichteten sie im 15. und 16. Jahrhundert ein Schloss im Stil der Renaissance. Im Jahr 1885 erwarb die Stadt das Schloss und ließ es mehrmals umbauen und restaurieren. In den 1970er Jahren wurde die manieristische Bemalung freigelegt und zu ihren aktuellen prächtigen Erscheinungsbild ergänzt. Heute befindet sich im ehemaligen Bischofshof das Lobdengau-Museum, in dem Archäologie, Stadtgeschichte und Volkskultur des Lobdengaus präsentiert wird. Neben dem Lobdengau-Museum befinden sich freigelegte römische Grundmauern sowie die Fundamente der römischen Porta Praetoria und eine Apsis des merowingischen Königshofes. Der Wormser Bischofshof mit seinem Lobdengau-Museum vermittelt spannende Einblicke in die Geschichte der Stadt von der Vorzeit bis in die Gegenwart. Die Stadt Ladenburg und der Heimatbund wurden 2010 zurecht mit dem baden-württembergischen Archäologiepreis für Leistungen zum Auffinden und zum Schutz des historischen Erbes ausgezeichnet. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos des ehemaligen Wormser Bischofshofs im malerischen Ladenburg. 🙂

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