Die zauberhafte Barockstadt Fulda

Isabella Müller Fulda Kassel Hessen Deutschland @isabella_muenchen

Fulda im Herzen Hessens ist nicht nur Bischofsstadt mit Bischofssitz des gleichnamigen Bistums, sondern dank ihres prunkvollen Barockviertels auch Barockstadt. Dieses Barockviertel vereint wundervolle Prachtbauten aus dem frühen 18. Jahrhundert, die nur wenige hundert Meter voneinander entfernt liegen. Das Wahrzeichen der Stadt und dieses Viertels ist der Fuldaer Dom, St. Salvator, der genauso wie das barockisierte Stadtschloss nach den Plänen des Architekten Johann Dientzenhofer entstand. Das Stadtschloss, das von 1706 bis 1714 als Residenz der Fuldaer Fürstäbte und später der Fürstbischöfe errichtet wurde, besitzt einen prächtigen Schlossgarten, der wie der gegenüberliegende Dom ein wahrer Touristenmagnet ist. Der barocke Gartentraum mit den herrlichen Terrassen des Schlosses und der Orangerie, dem Parterre mit imposanten Fontaine-Brunnen dazwischen und dem ehemaligen Boskett wurde im frühen 18. Jahrhundert nach Entwürfen von Maximilian Welsch geschaffen. Das Herzstück des Schlossgartens und eines der Wahrzeichen Fuldas neben dem Dom ist die 6,8 Meter hohe steinerne Floravase vor der großen Freitreppe der Orangerie, die vom Bildhauer Daniel Friedrich Humbach 1728 nach Plänen von Joachim Stengel geschaffen wurde. Dargestellt ist die Göttin der Blüte, Flora, in einer Vase, die mit Engelsfiguren sowie Blumenranken und Reben verziert ist und in ihrer Hand eine goldene Lilie hält, das Symbol ihres Auftraggebers dem Fuldaer Fürstabt Adolf von Dalberg. Die Floravase zählt nicht nur zu Fuldas bekanntesten Sehenswürdigkeiten, sondern auch zu einer der bedeutendsten Gartenskulpturen Europas, die mit ihrer wunderbaren Kulisse der Orangerie gekonnt in Szene gesetzt ist. Die prunkvolle Orangerie wurde von 1721 bis 1724 wie der Schlossgarten nach Plänen von Maximilian Welsch im Barock-Stil errichtet, deren Dach mit einer goldenen Ananas geschmückt ist, was die Exotik und die Festesfreude symbolisiert. In ihrer Mitte beherbergt sie den atemberaubend schönen Apollo-Saal. Dieser besitzt ein Deckenfresko des Hofmalers Emmanuel Wohlhaupter mit Spiegelgewölbe, das mittig den Sonnengott Apollo mit seinem Sonnenwagen zeigt. In diesem einzigartigen Ambiente kann man dank Restaurant á la carte dinieren oder am reichhaltigen Frühstücksbuffet nach Herzenslust schlemmen. Unweit der herrlichen Orangerie befindet sich das gewaltige Paulustor, das nach Entwürfen von Johann Dientzenhofer 1711 errichtet wurde und ursprünglich zwischen dem Schloss und der Wachstation stand, das den Stadt- und den Stiftsbezirk trennte. Heute befindet sich das Tor am Ende der Pauluspromenade. Nur einen kleinen Katzensprung vom Paulustor entfernt liegt die St. Michaels Kirche, die als eine der ältesten Kirchen Deutschlands gilt und 882 als Begräbniskirche erbaut wurde. Im 10. Jahrhundert wurde sie zwar zerstört, doch mit ihrer alten Bausubstanz wieder aufgebaut. Diese Kirche prägt wie die benachbarten Adelspalais, die Hauptwache, der Dom, die Bürgerhäuser rund um den Bonifatiusplatz, das Stadtschloss mit Orangerie und dem Paulustor das Barockviertel, das durch die mächtigen Fürstäbte und Fürstbischöfe in Fulda entstand. Eine Besonderheit dieses Viertels sind die rund acht Ampeln rund um den Dom, die als Ampelmännchen den Heiligen Bonifatius zeigen, der mit der Gründung eines Klosters 744, die Entstehung der Stadt Fuldas einleitete und heute den Fußgängerverkehr mit seinem Bischofsstab in der über 1275 Jahre alten Stadt regelt. Das Barockviertel in Fulda ist ein Gesamtkunstwerk aus großartigen Gebäuden und wunderschönen Parkanlagen, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Foto-Impressionen von diesem wunderschönen Barockviertel Fuldas. 🙂

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