Münchens diebische Hexe

Isabella Mueller @isabella_muenchen

Am Rand der Münchner Altstadt befindet sich der Salvatorplatz, der nach der sich dort befindenden Kirche Sankt Salvator benannt wurde. Diese gotische Backsteinkirche wurde 1494 im Auftrag von Herzog Albrecht IV. als Friedhofskirche geweiht. Anno 1818 überließ König Ludwig I. die Kirche der griechisch-orthodoxen Gemeinde. Um die Entstehung dieser Kirche rankt eine alte Sage, die mit Münchens diebischer Hexe zusammenhängt. Im 15. Jahrhundert soll bei einer Messe in der Stadtpfarrei St. Peter, der ältesten Pfarrkirche Münchens, eine Hexe anwesend gewesen sein, die als alte Frau bei der Heiligen Kommunion eine Hostie in ihren Ärmel verschwinden ließ, um daraus eine Salbe herzustellen mit der sie durch die Luft fliegen kann. Der Diebstahl der Hostie war eine Todsünde und entlarvte das alte Weib als Hexe. Denn nur eine Hexe wusste, dass sie etwas vom Leib Jesus Christus brauchte, um eine Salbe mit einer solchen Wunderkraft zu fertigen. Dummerweise wurde die alte Frau dabei von den Kirchenwächtern beobachtet, die sie ergreifen wollten. Die alte Frau flüchtete in Windeseile aus der Kirche, verfolgt von den Kirchenwächtern und hetzte durch die Stadt bis sie zum heutigen Salvatorplatz kam, wo sie von ihren Verfolgern gefasst wurde. Bei ihrer Ergreifung fiel die Hostie zu Boden. Das alte Weib war somit des Diebstahls überführt. Der herbeigeeilte Henker erschlug daraufhin die Frau wegen ihrer Schandtat. Man sagt, dass die Salvatorkirche an der Stelle errichtet wurde, wohin die Hostie gefallen war, um so den Boden zu weihen. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der Salvatorkirche auf dem Salvatorplatz am Rande der Münchner Altstadt. 🙂

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