Eine Leiche im Keller

St. Marxer Friedhof . Wien . Österreich . IsabellaMueller . @Isabella_Muenchen . Friedhof . Park . Biedermeierfriedhof

Jeder kennt die Redewendung „Eine Leiche im Keller haben“, die verwendet wird, wenn jemand ein dunkles Geheimnis oder gar Schuld auf sich geladen hat. Bei Vera Renczi traf diese Redewendung jedoch tatsächlich wörtlich zu. Vera Renczi wurde 1903 in Bukraest geboren. Nachdem Tod ihrer Mutter zog sie im Alter von 13 Jahren nach Berkerekul, wo sie ein Internat besuchte. Vera war ein attraktives Mädchen, das sich schon früh für das andere Geschlecht interessierte. Bereits mit 15 Jahren hatte sie zahlreiche Männerbekanntschaften, die meist deutlich älter waren als sie. Kurz vor ihrem 20. Geburtstag heiratete sie den wohlhabenden, viel älteren österreichischen Bankier Karl schick mit dem sie den Sohn Lorenzo bekam. Da Schick viel arbeitete, war Vera oft allein zuhause. Sie fühlte sich vernachlässigt und ihn ihr wuchs der Verdacht, dass ihr Ehemann sie betrog. In ihrem Eifersuchtswahn vergiftete sie eines abends ein Glas mit Arsen Wein, das sie ihrem Ehemann verabreichte, der daran starb. Ihren Bekannten tischte sie die Geschichte auf, dass ihr Ehemann sie verlassen habe. Nach einem Jahr erzählte sie, dass ihr Ehemann bei einem Autounfall verstorben war. Danach heiratete sie Joseph Renczi. Doch da ihr Ehemann untreu war, verschwand auch dieser wenige Monate nach der Ehe von der Bildfläche. Auch diesmal hatte sie Arsen benutzt, um ihren Ehemann loszuwerden. Freunden erzählte sie, dass ihr zweiter Ehemann sie wie ihr erster verlassen habe. Nach zwölf Monaten berichtete sie ihren Bekannten, dass sie von Joseph einen Brief erhalten hatte, in dem stand, dass er nicht mehr zurückkomme. Im Laufe der Jahre heiratete Vera immer wieder und jedes Mal verschwanden sowohl ihre Ehemänner als auch ihre zahlreichen Geliebten urplötzlich. Erst als ihr letzter Geliebter ein Bankangestellter namens Milorad verschwand, dessen Ehefrau ihn bei der Polizei als vermisst meldete und von der Affäre zu Vera Renczi berichtete, schaltete sich die Polizei ein. Mit einem Durchsuchungsbefehl im Gepäck machten sie sich zu Vera Renczi Haus auf. Doch was sie dort entdeckten, hätte aus jedem Horrorfilm stammen können. Denn im Keller des Hauses fanden die Polizisten eine Gruft mit 35 Zinksärgen. Als sie die Särge öffneten, trauten sie ihren Augen nicht. Darin lagen die Leichen der verschwundenen Männer. In der Mitte des Gruft stand ein roter Sessel mit einer großen Kerze, auf diesen setzte sich Vera Renczi und erfreute sich am Anblick ihrer sie anbetenden, toten Männer. Neben den vermissten Männern, wurde auch in einem Sarg die Leiche ihres Sohn Lorenzo gefunden. Diesen hatte sie getötet, da er bei der Entdeckung der Gruft ihr mit Erpressung gedroht hatte. Vera Renczi gestand 35 Männer mit Arsen vergiftet zu haben. Als Motiv gab sie Eifersucht an, da sie nicht ertragen konnte, wenn einer ihrer Männer ihr untreu war oder sie verlassen wollte. Vera Renczi wurde zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Wenige Jahre danach starb Vera Renczi im Gefängnis an einem natürlichen Tod. Vera Renczi ging in die Kriminalgeschichte als rumänische Serienmörderin ein, die den Beinamen „Schwarze Witwe“ erhielt und tatsächlich nicht nur eine Leiche im Keller hatte. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Wiens Biedermeierfriedhof St. Marx, in dem auch der legendäre Komponist Wolfgang Amadeus Mozart seine letzte Ruhestätte fand. Aus Wien stammte auch Vera Renczis erster Ehemann Karl Schick, mit dem die Mordserie einst begonnen hatte. 🙂

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