In den späten 1990er Jahren erschütterte ein besonders verstörender Kriminalfall den US-Bundesstaat New Mexico. Im Zentrum stand David Parker Ray, ein Wartungstechniker aus Elephant Butte, dessen Verbrechen die Nation schockierten. Ray hatte einen schalldichten Wohnwagen zu einer Folterkammer umgebaut, die er zynisch seine „Toy Box“ nannte. Was die Ermittler darin fanden, beschrieben Medien später als „Kammer des Schreckens“. Ray entführte Frauen systematisch, wobei er nicht allein handelte. Seine Freundin Cindy Hendy und seine Tochter Glenda Jean „Jessie“ Ray waren an den Verbrechen beteiligt. Der Fall kam ans Licht, als einer Frau namens Cynthia Vigil 1999 die Flucht gelang. Nach drei Tagen in Gefangenschaft konnte sie sich befreien und Hilfe holen. Was die Polizei daraufhin entdeckte, übertraf ihre schlimmsten Befürchtungen.
In Rays persönlichen Aufzeichnungen fanden sich Hinweise auf bis zu 60 potenzielle Opfer über mehrere Jahre hinweg. Er verwendete verschiedene Medikamente, um seine Opfer zu betäuben, um so ihre Erinnerungen zu trüben. Viele Überlebende erkannten erst Jahre später, als sie sein Gesicht in den Nachrichten sahen, was ihnen widerfahren war. Trotz der erdrückenden Beweislast konnte Ray nie wegen Mordes verurteilt werden. Es wurden keine Leichen gefunden, die eindeutig mit ihm in Verbindung gebracht werden konnten. Die Kaution wurde damals auf 1 Million Dollar für David und Cindy ausgestellt. 2001 ging er einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ein, um der Todesstrafe zu entgehen, und wurde zu 224 Jahren Haft verurteilt. Kurz bevor er die Ermittler zu den Gräben der toten Frauen führen wollte, starb er an einem Herzinfarkt. Seine Komplizin Hendy erhielt 36 Jahre Haft und wurde 2019 auf Bewährung entlassen. Seine Tochter Jessie erhielt Immunität für ihre Kooperation mit den Behörden. Nur wenige Überlebende konnten identifiziert werden. Drei Frauen – Cynthia Vigil, Kelli Garrett und Angelica Montano – traten an die Öffentlichkeit. Zwei von ihnen erkannten erst durch die Medienberichterstattung, dass ihre fragmentarischen, traumähnlichen Erinnerungen real waren. Es war der 22. März 1999 an dem der 22 Jahre alten Cynthia Vigil die Flucht aus den Fängen des Toy Box Killers gelang. Cynthia hatte ihren Entführer David Parker Ray bei ihrer Arbeit als Prostituierte in Albuquerque kennen gelernt. Sie sollte ihm für 20 Dollar einen Blowjob in seinem Auto geben. Als sie ins Auto einstieg, stand sie einer Frau gegenüber. Cynthia wusste sofort, dass sie in eine Falle gelockt worden war. David zeigte ihr seinen Dienstausweis und sagte, dass sie wegen sexueller Anstiftung verhaftet sei. Dann knebelte und fesselte er Cynthia, die völlig bewegungsunfähig war. Danach klebte er über ihren Mund ein Klebeband und legte ihr ein Stahlhalsband um den Hals an. Anschließend fuhren sie zu seinem Doppelanhänger, wo sie an einen Pfosten neben einem Bett gekettet wurde. Cynthia, die völlig verängstigt war, musste sich eine 20-minutige Tonbandaufzeichnung anhören, in der ihr David mitteilte, was auf sie warten würde. Cynthia würde ihm als Sexsklavin dienen, die schwere Folterungen über sich hatte ergehen zu lassen. Ob Sex mit Tieren, das Einführen von Dildos und anderen Objekten vaginal oder anal, das Dehnen ihrer Brustwarzen, Folterungen mit medizinischen Instrumenten und Oralsex mit David, wann immer er wollte, waren nur einige der entsetzlichen Dinge, die Cynthia über sich ergehen hatte zu lassen. David liebte solche Psychospielchen, in dem er seine Opfer Leiden sah. Nachdem Ende der Tonbandaufnahme begann Cynthias Tortur. Cynthia wurde mit elektrischen und medizinischen Instrumenten gequält. Sie wurde mehrfach vergewaltigt, ausgepeitscht und an die Decke gehängt. Doch dies war erst der Anfang, denn David stellte klar, dass sie bald schon seine selbst gebaute Toy Box kennen lernen würde, in der es viel schlimmere Folterinstrumente und einen pelzartigen Sarg gab, der fortan Cynthias neues Zuhause werden würde. Cynthia wusste, dass sie fliehen musste, bevor sie in die Toy Box kam. An jenem Märztag musste David morgens weg, so dass Cynthia mit dessen Freundin Cindy allein war. Als diese in ein anderes Zimmer ging, nutzte Cynthia die Gelegenheit nach einem Schlüsselbund zu greifen. Damit schloss sie ihre Kette auf, mit der sie an einem Pfosten angekettet war. Danach versuchte sie die Notrufnummer 911 anzurufen. Aber just in diesem Moment kam Cindy zurück, die sie mit einer Lampe schlug. Es kam zu einem Gerangel, bei der eine Kiste umkippte, in der sich ein Eispickel befand, mit dem Cynthia am Tag zuvor gequält worden war. Sie hielt damit Cindy in Schach und schaffte es zur Tür zu rennen und zu fliehen. Cynthia war splitterfasernackt und rannte barfuß um ihr Leben. Sie schaffte es zu einem Wohnmobil das unverschlossen war, von wo aus sie die Polizei rief. Als diese eintraf, legten sie der nackten Cynthia einen Bademantel um. Danach fuhren sie mit ihr ins Krankenhaus, um ihre blutende Kopfwunde ärztlich versorgen zu lassen. Cynthia trug noch immer ihr Metallhalsband, an dem eine lange Kette hing. Cynthias Körper war übersät von Blutergüssen. Sie erzählte der Polizei von ihrer Entführung und ihrer Tortur. Nach Cynthias Schilderungen fuhr die Polizei zum Toyota-Wohnwagen des 59 Jahre alten David Parker Ray und dessen 32 Jahre alter Freundin Cindy Hendy. Im anschließenden Verhör, behaupteten beide, Cynthia nur bei ihrem Heroinentzug geholfen zu haben. Doch diese Geschichte glaubte ihnen keiner, besonders nicht nachdem die Ermittler Davids und Cindys Toy Box entdeckt hatten. Der 4,75 mal 7,5 Meter große Anhänger war zu einer Folterkammer für 100.000 Dollar im Laufe der Jahre umgebaut worden. An den Wänden hingen von David gemalte Bilder, die dessen gewalttätige sexuelle Fantasien zeigten. Außerdem gab es medizinische Handbücher über die weibliche Anatomie, selbst gebaute elektrische Geräte, Spritzen, Fesseln, Peitschen, diverse Sexspielzeuge, einen gynäkologischen Stuhl, einen Entbindungstisch über dem ein Spiegel an der Decke hing, damit Davids Opfer alles selbst mit ansehen konnten. Darüber hinaus wurde eine verstörende Videoaufnahme mit Anweisungen für die Frauen gefunden. David selbst sah sich als Dungeon Master, dessen Opfer entbehrliche Spielfiguren waren, die immer wieder wechselten. Das FBI katalogisierte über 400 Schmuckstücke und Kleidungsstücke, die vermutlich von Opfern stammten. Die Ermittler konnten mindestens 14 Frauen identifizieren, die Ray entführt und gequält hatte. Seine Aufzeichnungen deuteten jedoch auf deutlich mehr Opfer hin. Doch was machte David zu solch einem sadistischen Monster, der behauptete der Kirche Satans anzugehören und warum machte seine Freundin bei diesen perversen Spielen mit? David wurde am 6. November 1939 in Belen im Bundesstaat New Mexico als Sohn von Cecil Leland Ray und Nettie Opal Parker Ray geboren. Bereits in jungen Jahren zog er und seine jüngere Schwester Peggie Pearl Ray zu den strengen Eltern seiner Mutter. Dort besuchte sie häufig Davids gewalttätiger und alkoholkranker Vater, der David sadomasochistische Zeitschriften mitbrachte. Diese törnten David an, der auf der Mountainair High School von seinen Mitschülern aufgrund seiner Schüchternheit gegenüber Mädchen zum Mobbingopfer wurde, was er durch Alkohol und Drogenkonsum versuchte, zu kompensieren. Als seine Schwester mit 14 Jahren seine pornografischen Magazine fand, entfremdeten sich beide immer mehr voneinander. Nach seinem High School Abschluss, trat David der US-Armee bei, wo er als Mechaniker tätig war und später ehrenhaft entlassen wurde. Danach arbeitete er bis zu seiner Verhaftung als Hausmeister für das New Mexico Park Departments in Truth and Consequences. David war bereits 4 Mal geschieden, der zweifacher Vater war, als er eine Beziehung mit der 37 Jahre alten Cindy Hendy einging. Beide verband ihre Vorliebe für gewalttätige sexuelle Fantasien. Cindy wurde Davids rechte Hand, die bei allen Folterungen der Frauen dabei war, ohne einzuschreiten. Cindy half keiner der Frauen. Die genaue Zahl seiner und Cindys Opfer wird möglicherweise nie bekannt werden. Ray nahm seine Geheimnisse mit ins Grab, als er 2002 verstarb. Der Fall gehört zu den schlimmsten Kapiteln der amerikanischen Kriminalgeschichte und wirft bis heute Fragen auf. Die Überlebenden leiden noch immer unter den Folgen seiner und Cindys Taten. Der Fall David Parker Ray erinnert auf erschreckende Weise daran, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind, und wie wichtig die Aufarbeitung solcher Verbrechen für die Gesellschaft und besonders für die Überlebenden ist. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von New Mexico!
David Parker Ray: The “Toy Box Killer”
He converted a trailer into a torture chamber, which he cynically called his “Toy Box.” What investigators found inside was later described by the media as a “chamber of horrors.” Ray systematically kidnapped women, but he did not act alone. His girlfriend Cindy Hendy and his daughter Glenda Jean “Jessie” Ray were involved in the crimes. The case came to light when a woman named Cynthia Vigil managed to escape in 1999. After three days in captivity, she was able to free herself and get help. What the police discovered exceeded their worst fears. Ray’s personal notes contained references to up to 60 potential victims over several years. He used various drugs to sedate his victims in order to cloud their memories. Many survivors only realized what had happened to them years later when they saw his face on the news. Despite the overwhelming evidence, Ray was never convicted of murder. No bodies were found that could be clearly linked to him. Bail was set at $1 million for David and Cindy at the time. In 2001, he made a deal with prosecutors to avoid the death penalty and was sentenced to 224 years in prison. Shortly before he was about to lead investigators to the graves of the dead women, he died of a heart attack. His accomplice Hendy received 36 years in prison and was released on parole in 2019. His daughter Jessie received immunity for her cooperation with the authorities. Only a few survivors could be identified. Three women—Cynthia Vigil, Kelli Garrett, and Angelica Montano—came forward. Two of them only realized that their fragmentary, dreamlike memories were real through media coverage. It was March 22, 1999, when 22-year-old Cynthia Vigil managed to escape from the clutches of the Toy Box Killer. Cynthia had met her kidnapper, David Parker Ray, while working as a prostitute in Albuquerque. She was supposed to give him a blowjob in his car for $20. When she got into the car, she found herself face to face with a woman. Cynthia knew immediately that she had been lured into a trap. David showed her his badge and said she was under arrest for sexual solicitation. He then gagged and tied up Cynthia, who was completely immobilized. He then taped her mouth shut and put a steel collar around her neck. They then drove to his double trailer, where she was chained to a post next to a bed. Cynthia, who was completely terrified, had to listen to a 20-minute tape recording in which David told her what was in store for her. Cynthia would serve him as a sex slave, subjected to severe torture. Sex with animals, the insertion of dildos and other objects vaginally or anally, stretching her nipples, torture with medical instruments, and oral sex with David whenever he wanted were just some of the horrific things Cynthia would have to endure. David loved these psychological games in which he saw his victims suffer. After the tape recording ended, Cynthia’s ordeal began. Cynthia was tortured with electrical and medical instruments. She was raped multiple times, whipped, and hung from the ceiling. But this was only the beginning, because David made it clear that she would soon get to know his homemade toy box, which contained much worse instruments of torture and a fur-like coffin that would henceforth become Cynthia’s new home. Cynthia knew she had to escape before she was put in the toy box. On that March day, David had to leave in the morning, leaving Cynthia alone with his girlfriend Cindy. When Cindy went into another room, Cynthia seized the opportunity to grab a set of keys. She used them to unlock the chain that bound her to a post. She then tried to call 911. But just then, Cindy came back and hit her with a lamp. A struggle ensued, during which a box containing an ice pick, which had been used to torture Cynthia the day before, fell over. She used it to keep Cindy at bay and managed to run to the door and escape. Cynthia was completely naked and ran barefoot for her life. She made it to an unlocked RV, from where she called the police. When they arrived, they put a bathrobe on the naked Cynthia. Then they drove her to the hospital to have her bleeding head wound treated. Cynthia was still wearing her metal collar with a long chain attached to it. Cynthia’s body was covered in bruises. She told the police about her abduction and her ordeal. Based on Cynthia’s account, the police drove to the Toyota camper of 59-year-old David Parker Ray and his 32-year-old girlfriend Cindy Hendy. During the subsequent interrogation, both claimed that they had only been helping Cynthia with her heroin withdrawal. But no one believed their story, especially after investigators discovered David and Cindy’s Toy Box. The 4.75 by 7.5-meter trailer had been converted into a $100,000 torture chamber over the years. On the walls hung paintings by David depicting his violent sexual fantasies. There were also medical manuals on female anatomy, homemade electrical devices, syringes, restraints, whips, various sex toys, a gynecological chair, and a delivery table with a mirror hanging from the ceiling above it so that David’s victims could watch everything themselves. In addition, a disturbing video recording with instructions for the women was found. David saw himself as a dungeon master whose victims were expendable pawns who changed constantly. The FBI cataloged over 400 pieces of jewelry and clothing believed to have come from victims. Investigators were able to identify at least 14 women whom Ray had kidnapped and tortured. However, his records indicated significantly more victims. But what turned David into such a sadistic monster who claimed to belong to the Church of Satan, and why did his girlfriend participate in these perverse games? David was born on November 6, 1939, in Belen, New Mexico, to Cecil Leland Ray and Nettie Opal Parker Ray. At an early age, he and his younger sister Peggie Pearl Ray moved in with their mother’s strict parents. There, they were often visited by David’s violent and alcoholic father, who brought David sadomasochistic magazines. These aroused David, who was bullied by his classmates at Mountainair High School because of his shyness around girls, which he tried to compensate for with alcohol and drugs. When his sister found his pornographic magazines at the age of 14, the two became increasingly estranged from each other. After graduating from high school, David joined the US Army, where he worked as a mechanic and was later honorably discharged. He then worked as a janitor for the New Mexico Park Department in Truth and Consequences until his arrest. David had already been divorced four times and was a father of two when he entered into a relationship with 37-year-old Cindy Hendy. The two shared a penchant for violent sexual fantasies. Cindy became David’s right-hand woman, present at all the torture of the women without intervening. Cindy did not help any of the women. The exact number of his and Cindy’s victims may never be known. Ray took his secrets to the grave when he died in 2002. The case is one of the worst chapters in American criminal history and still raises questions today. The survivors still suffer from the consequences of his and Cindy’s actions. The case of David Parker Ray is a terrifying reminder of the cruelty humans are capable of and how important it is for society, and especially for the survivors, to come to terms with such crimes. I hope you enjoy my photos of New Mexico!

