Ein filmreifer Juwelenraub, der gleichzeitig als einer der größten Diamantendiebstähle in der Geschichte gilt, ereignete sich am 18. Februar 2013 auf dem Rollfeld des Brüsseler Flughafens Zaventem. Gegen 19.47 Uhr durchbrachen ein schwarzer Mercedes-Lieferwagen sowie ein schwarzer Audi-Kombi den Zaun des Flughafens. Die beiden Fahrzeuge mit jeweils vier vermummten Insassen in Polizeiuniformen steuerten mit Blaulicht direkt auf das Flugzeug der Schweizer Fluggesellschaft Helvetic zu. Dieses sollte von Brüssel nach Zürich fliegen. Mit an Board sollten Rohdiamanten im Wert von 37 Millionen Euro sein, die die Sicherheitsfirma Brinks von ihrem Transporter ins Flugzeug verfrachten sollte. Doch dazu kam es nicht, da diese von den beiden Fahrzeugen gestoppt wurde. Die acht Männer zückten am Flugzeug und Transporter angekommen sofort ihre Maschinengewehre, mit denen sie die beiden Sicherheitsmänner sowie den Pilot und den Copilot bedrohten. Sie schnappten sich die wertvolle Fracht, die in 120 Päckchen verpackt war und düsten in die Dunkelheit davon. Der ganze Coup dauerte weniger als 5 Minuten. Alles schien minutiös geplant worden zu sein. Die Täter waren offenbar Profis, die genau wussten, dass regelmäßig Diamanten von Antwerpen, der wichtigsten Diamantenbörse der Welt, vom Flughafen Brüssel-Zaventem nach Zürich geflogen werden. Sie hatten zuvor zwischen zwei Baustellen ein Loch in den Flughafenzaun geschnitten und nach dem spektakulären Überfall die beiden Autos ausgebrannt unweit der Kleinstadt Zellik entsorgt. Nach einem der größten Diamantdiebstähle der Welt bei dem niemand verletzt wurde, lief die Fahndung auf Hochtouren. Dank der intensiven Kooperation der schweizerischen, französischen und luxemburgischen Behörden konnten 31 Verdächtige bereits nach 3 Monaten verhaftet werden. Dabei wurden 24 Personen in Belgien, 6 Personen in der Schweiz und 1 Person in Frankreich verhaftet. Letztere gilt als einer der Drahtzieher des Millionenraubes. Die Polizei konnte bei den Razzien in den drei Ländern einen Teil der Beute sicherstellen. Alle 31 Verdächtige waren schon polizeibekannt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der malerischen belgischen Stadt Brügge. 🙂