Die schlimmste Serienmörderin Finnlands ist ausgerechnet eine Krankenschwester, deren Aufgabe es ist, sich um das Wohl der Patienten zu kümmern. Doch bei der Krankenschwester Aino Nykopp-Koski war dies nicht der Fall, da diese ihre älteren und bettlägerigen Patienten lieber mit Medikamenten vergiftete. Die Killer-Krankenschwester, die sich nach ihrer Heirat im Gefängnis mit einem 20 Jahren jüngeren Mann, Ann Maria Gyllgren nennt, wurde im November 1950 in Rantsila, Finnland geboren und hat es geschafft sich in die Annalen der Kriminalgeschichte als eine der berüchtigtsten Serienmörderinnen des Landes einzuprägen. Ihre Geschichte beginnt in einem beruflichen Umfeld, das Vertrauen und Empathie voraussetzt, der Krankenpflege. Während ihrer Tätigkeit als Krankenschwester zwischen 2004 und 2009 verübte sie fünf Morde und 5 Mordversuche an Patienten. Ihr vermeintliches Motiv bleibt unklar, doch der raue Schatten der Habgier und der Manipulation zeichnet sich deutlich ab, da Aino ihre Vergiftungsopfer oftmals bestahl. Aino wuchs in einer Zeit auf, in der das Gesundheitssystem in Finnland großen Veränderungen unterworfen war. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester begann sie ihre Arbeit in verschiedenen Einrichtungen, in denen sie für die Pflege älterer, oft hilfsbedürftiger Patienten zuständig war. Bereits vor den Morden war Aino wegen Diebstahls von Betäubungsmitteln und dem Eigentum ihrer Patienten verurteilt worden und hatte bereits eine Bewährungsstrafe verbüßt. Die ersten drei identifizierten Opfer starben zwischen 2004 und 2006 in einem Krankenhaus, wobei die Todesursache zunächst unentdeckt blieb. Erst Jahre später konnte eine forensisch-chemische Untersuchung aufzeigen, dass in zwei Fällen die Todesursache eine Überdosis eines Arzneimittels war, das das zentrale Nervensystem beeinflusst. Im Frühjahr 2009 kam es zu einem Wendepunkt. Als ein Zeuge berichtete, dass Aino einen Joghurt mit lebensgefährlichen Medikamenten vermischt habe, was zu einem weiteren Vergiftungsfall führte. Außerdem behauptete eine Patientin, die mit lebensbedrohlichen Symptomen ins Krankenhaus eingeliefert worden war, dass sie von Aino vergiftet worden war. Diese fatale Kombination führte dazu, dass die Polizei anfing, ernsthafte Ermittlungen gegen sie einzuleiten. Bei diesen Ermittlungen wurden zahlreiche ähnliche Vergiftungsfälle aufgedeckt. Ein beunruhigendes Muster begann sich abzuzeichnen. Aino hatte sogar eine Kollegin vergiftet, in dem sie dieser Augentropfen in ihren Kaffee gemischt hatte. Darüber hinaus beschlagnahmte die Polizei über 1.800 Tabletten bei Aino. Am 14. Mai 2010 wurde Aino in einem vorläufigen Urteil für fünf Morde und fünf Mordversuche schuldig gesprochen. Die gerichtliche Untersuchung stellte fest, dass sie bei vollem Bewusstsein handelte und an einer antisozialen Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen Merkmalen litt. Sie war in der Lage, andere durch falsche Empathie zu manipulieren, was ihre Taten noch abscheulicher erscheinen lässt. Am 22. Dezember 2010 verhängte das Bezirksgericht Helsinki eine lebenslange Haftstrafe gegen sie. Trotz der überwältigenden Beweise und der psychiatrischen Gutachten, die ihre Schuld bestätigten, blieb Aino dabei, ihre Unschuld zu beteuern. Der Fall erregte in Finnland großes Aufsehen und wurde in den Medien als einer der schwersten Mordfälle der modernen finnischen Geschichte betrachtet. Der Begriff „Poison Nurse“ wurde schnell zum Synonym für Aino, die das Vertrauen ihrer Patienten missbraucht hatte. Die Diskussion über die psychologischen Aspekte ihrer Taten und die strukturellen Schwächen im Gesundheitssystem, die es ihr ermöglichten, zu morden, begannen in der Öffentlichkeit zu florieren. Im Jahr 2020 stellte Aino einen Antrag auf vorzeitige Entlassung nach elf Jahren Haft, der jedoch aufgrund ihrer vielen Verbrechen und der Wahrscheinlichkeit erneuter Gewalttaten abgelehnt wurde. Auch ein weiterer Antrag im Jahr 2022, nach einer Namensänderung in Gyllgren, war ohne Erfolg. Im Jahr 2023 beantragte Gyllgren erneut die Aufhebung ihres Urteils, da sie weiterhin vehement darauf besteht, unschuldig zu sein. Der Fall zieht sich durch die Instanzen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung wird weiterhin erwartet, dass die Öffentlichkeit und die Medien aufmerksam verfolgen, wie sich dieser komplexe Fall entwickeln wird. Der Fall von Ann Maria Gyllgren ist sowohl eine Tragödie als auch eine erschreckende Erinnerung daran, wie das Vertrauen, das Menschen im Gesundheitswesen entgegengebracht wird, ausgenutzt werden kann. Gyllgrens Fähigkeit, über Jahre hinweg zu morden und gleichzeitig als Krankenschwester zu arbeiten, wirft grundlegende Fragen über ethische Standards im Gesundheitswesen auf. Ihre Geschichte ist noch lange nicht zu Ende, und während Gyllgren weiterhin um ihre Freiheit kämpft, bleibt die Gesellschaft gefordert, aus diesem düsteren Kapitel zu lernen. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Finnlands Hauptstadt Helsinki. 🙂
Finnlands schlimmste Serienmörderin: Die Killer-Krankenschwester

