Isabella Müller Karls Erdbeerdorf @isabella_muenchen Ostsee Rostock
Eines meiner Lieblingsausflugsziele an der Ostseeküste ist Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen nahe der Hansestadt Rostock. In diesem kunterbunten Abenteuerland dreht sich alles um die Erdbeere und dies hat einen besonderen Grund. Denn bereits 1921 bewirtschaftete der Großvater Karl Dahl des heutigen Unternehmensleiter Robert Dahl einen Hof in Bentwisch, dessen Erzeugnisse er auf dem Rostocker Wochenmarkt verkaufte. Während des Zweiten Weltkrieges floh die Familie nach Schleswig-Holstein, wo sie sich in Warnsdorf unweit der Hansestadt Lübeck niederließ. Karl Dahl baute dort einen landwirtschaftlichen Betrieb auf. Seine Passion galt dem Anbau und Verkauf von Erdbeeren. Seit 1955 stand Karl Dahl in engem Kontakt mit dem Konfitürenwerk in Bad Schwartau. Im Jahr 1969 übernahm Karl Dahls Sohn Karl-Heinz den Erdbeer-Hof. Nach der Wende 1989 kam es jedoch zum Bruch mit den Schwartau Konfitürenwerken, weshalb die Erdbeeren nun direkt vermarktet wurden. Anno 1993 ging Karls Enkel Robert zurück in die alte Heimat, wo er eine alte Scheune und einige Hektar Land erwarb. Er baute Erdbeeren an, die er am Holzstand verkaufte. Im Alter von 22 Jahren eröffnete dieser das erste Erlebnis-Dorf in Rövershagen, das er nach seinem Opa Karl benannte. Dies war der Beginn einer einzigartigen Erfolgsgeschichte, da es mittlerweile 6 Erlebnis-Dörfer in Deutschland gibt und bald schon soll es auch eines in der kalifornischen Stadt Oxnard geben, die als die Erdbeerhauptstadt der Welt gilt. Im ersten Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen gibt es allerhand zu entdecken wie die Schau-Manufakturen. Hier kann jeder dabei zuschauen, wie Marmelade, Seife, Popcorn, Bonbons, Kaffee, Schokolade und vieles mehr von Hand hergestellt wird. Für riesigen Spaß sorgt das „Bonbon-Land“, eine mit über 2.000 Quadratmeter große Indoor-Erlebniswelt mit dem „Kaffeekannen-Express“, einer spektakulären Indoor- Achterbahn, dem „Zuckerstangen-Drehturm“ und der „Kartoffelsack-Rutsche“, um nur einige zu nennen. Im Außenbereich gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte wie „Majas wilde Schwestern“ oder die Traktor-Bahn. Letztere ist ein Muss beim Besuch von Karls-Erlebnisdorf. Auf alten Traktoren fährt man über das Land. Echt gruselig wird es in der Angsthasen-Scheune, in der jede Menge furchteinflößende Überraschungen auf einen warten, die mir Lachtränen in die Augen trieben. Für tierische Erlebnisse sorgt neben „Karls verrücktem Hühnerstall“, das unterirdische Erlebnis-Aquarium. Soviel Attraktionen machen natürlich auch hungrig. Diesen Hunger kann man je nach Gusto im Erdbeer-Waffelhaus, in der Pfannenkuchen-Schmiede oder im Kuddel-Muddel, dem großen Familienrestaurant stillen, um nur einige der vielen kulinarischen Hotspots in Karls Erlebnis-Dorf zu nennen. Das Karls Erlebnis-Dorf macht einfach Spaß, dessen Eintritt frei ist. Wer die Fahrgeschäfte oder Belustigungsangebote nutzen möchte, der bezahlt diese einzeln oder holt sich eine Tageskarte, die beim Downloaden der App subventioniert erhält. Ich genoss meinen Ausflug in dieses Erdbeer-Wunderland einfach in vollen Zügen, das nicht nur Kinderaugen, sondern auch mich jedes Mal zum Strahlen bringt. Da Bilder mehr als Tausend Worte sagen, wünsche ich Dir viel Freude mit meinen Fotos davon. 🙂