Das Rubenow-Denkmal in Greifswald: Ein Ort der Erinnerung und Inspiration
Isabella Mueller
Isabella Müller Greifswald @isabella_muenchen
In der malerischen Hansestadt Greifswald, wo die Ostsee an die Ufer plätschert und die Geschichte in jeder Straße zu flüstern scheint, erhebt sich das 12,10 Meter große Rubenow-Denkmal. Dieses ist nicht nur das größte freistehende Zinkgussdenkmal Deutschlands, sondern es ist auch ein Ort der Erinnerung, das dem Gründer der Universität und gleichzeitig dem ehemaligen Bürgermeister von Greifswald, Heinrich Rubenow, gewidmet ist. Dieser weitsichtige Bürgermeister war vor über 500 Jahren mitverantwortlich für die Gründung der Universität Greifswald, die eine der ältesten in Norddeutschland ist. Diese hat seitdem unzählige Generationen von Studenten hervorgebracht, die zum Leuchtturm der Bildung in der Region geworden ist. Um die Verdienste Rubenows zu ehren wurde am 17. Oktober 1856 auf dem heutigen Rubenowplatz vor der Universität zu deren 400-Jahrfeier in Anwesenheit des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. das neugotische Rubenow-Denkmal nach dem Festgottesdienst im Dom St. Nikolai feierlich enthüllt. Das Denkmal wurde 1853 von Friedrich August Stüler, dem sogenannten Architekten des Königs entworfen, das vom Berliner Kunstgießer Moritz Geiß ausgeführt wurde, nachdem die Architekten Wilhelm Bügen und Gustav Siering dieses in Berlin gefertigt hatten. Das Denkmal zeigt sitzende und stehende Figuren, die Förderer der Hochschule waren. So sind in 4 Nischen 4 stehende Monarchen dargestellt. An der Südseite des Denkmals befindet sich Herzog Wartislaw IX., der die Gründung in seinem Teilherzogtum ermöglichte. An der Ostseite ist der Herzog Bogislaw XIV. zu sehen, der der Universität 14.500 Hektar Land schenkte, wodurch diese zur größten Grundbesitzerin aller deutschen Universitäten wurde. An der Nordseite ist König Friedrich I. von Schweden abgebildet und an der Ostseite König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, der in seiner Hand eine Gesetzesrolle hält, die symbolisch für den geschlossenen Vertrag mit den Schweden zur Weiterführung des universitären Betriebes steht. An den Ecken der Nischen sitzen 4 Gelehrte, die als Vertreter der Fakultäten stehen. Dargestellt sind Johann Bugenhagen für die Theologie, David Mevius für die Jurisprudenz, Professor Friedrich August Berndt für die Medizin und Ernst Moritz Arndt für die Philosophie. Darunter befindet sich der Sockel, in dem der Greifswalder Bürgermeister und Universitätsgründer Heinrich Rubenow im Medaillon gezeigt wird. Unter den Nischen sind die Wappen von Schweden, Preußen, Pommern und Greifswald abgebildet. Nach einer umfangreichen Sanierung erstrahlt das Rubenow-Denkmal heute wieder in seiner ganzen Pracht, das zu einem Ort der Begegnung geworden ist. Hier versammeln sich Menschen, um miteinander zu diskutieren oder einfach die Seele inmitten des pulsierenden Stadtlebens baumeln zu lassen. Das Rubenow-Denkmal ist ein Symbol für die Bedeutung von Bildung, Forschung und Innovation, das uns erinnert, dass Wissen und Weisheit die Grundpfeiler einer starken Gesellschaft sind. Eine Botschaft, die gerade in unserer schnelllebigen Zeit von unschätzbarem Wert ist. In einer Welt, die sich in rasantem Tempo verändert, bietet das Rubenow-Denkmal einen Anker der Vergangenheit und eine Brücke in die Zukunft. Es erinnert uns daran, woher wir herkommen und wohin wir gehen können, wenn wir uns auf die Werte der Bildung, der Forschung und des Gemeinsinns besinnen. Dieses beeindruckende Denkmal ist nicht nur ein Denkmal für einen Mann, sondern ein Sinnbild für die Kraft der Ideen, die Greifswald und seine Universität über Jahrhunderte hinweg geprägt haben. Es ist ein Mahnmal für die Vergangenheit, eine Quelle der Gegenwart und ein Wegweiser in die Zukunft, das uns erinnert, dass Bildung und Gemeinschaft die Schlüssel zu einer besseren Welt sind. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos des Rubenow-Denkmals in der zauberhaften Hansestadt Greifswald. 🙂