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Das Schwiegermonster

Southampton England UK Isabella Mueller @isabella_muenchen

Southampton England UK Isabella Mueller @isabella_muenchen

Die vorletzte Frau, die in Großbritannien am 15. Dezember 1954 hingerichtet wurde, war die griechisch-zypriotische 54 Jahre alte Styllou Pantopiou Christofi, die auf schockierende Weise ihre Schwiegertochter Hella ermordet hatte. Styllou war kein unbeschriebenes Blatt war. Denn bereits 1925 stand sie unter Mordanklage, ihre Schwiegermutter getötet zu haben, in dem sie ihre eine brennende Fackel in den Hals gerammt hatte. Doch aus Mangel an Beweisen wurde sie freigesprochen. Styllou wurde um 1900 in einem kleinen Dorf in Zypern geboren, deren Kindheit von Armut und Gewalt geprägt war. Danach heiratete sie und gebar einen Sohn. Die junge Familie lebte in großer Armut. Ihre einzige Einnahmequelle war ein winziger Olivenhain. Immer häufiger kam es zwischen Styllou und ihrer Schwiegermutter zum Streit, bis Styllou diese ums Eck brachte. Nach Styllous Freispruch trennte sich ihr Mann von ihr. Styllou hatte nur noch ihren Sohn Stavros, der anno 1941 nach Großbritannien emigrierte. In London fand Stavros eine Anstellung als Kellner im Café de Paris, wo er seine spätere Ehefrau und Mutter seiner drei Kinder, das deutsche Model Hella Bleicher, kennen lernte. Das Glück der jungen Familie schien perfekt, bis Styllou beschloss, zu ihrem Sohn nach London zu ziehen. Doch schon bald kam es zwischen Styllou und ihrer Schwiegertochter immer häufiger zum Streit. Styllou entpuppte sich als wahres Schwiegermonster, weshalb Hella ihrem Ehemann ein Ultimatum stellte. Stavros sollte seine Mutter aus dem Haus werfen. Hella plante dafür 1954 einen Urlaub mit den Kindern in Deutschland. In dieser Zeit sollte Styllou ausziehen. Doch Styllou roch den Braten und schmiedete einen eiskalten Plan. Als Stavros am Abend des 29. Julis arbeiten war und Hella die Kinder zu Bett gebracht hatte, überfiel Styllou diese im Badezimmer und schlug sie mit einem Aschekasten aus dem Kamin bewusstlos. Danach schleifte sie Hella in die Küche, wo Styllou sie mit einem Schal erwürgte und deren Ehering entwendete. Anschließend brachte sie die Leiche in den Garten, übergoss diese mit Paraffin und zündete diese an. Doch das Feuer geriet außer Kontrolle, weshalb Styllou auf die Straße rannte und mit gebrochenem Englisch, um Hilfe rief. Die Nachbarn alarmierten die Polizei. Diese löschte das Feuer und fand den verkohlten Körper von Hella, an dem die Strangulationsspuren noch deutlich sichtbar waren. Styllou beteuerte, dass sie durch den Geruch wach geworden war. Als sie Hella brennen sah, wollte sie diese mit Wasser löschen. Doch da dies aussichtslos war, rief sie die Nachbarn um Hilfe. Diese Version glaubten die Ermittler Styllou nicht, bei der zudem Hellas Ehering gefunden wurde. Am 28. Oktober 1954 begann der Prozess von Styllou Pantopiou Christofi am Old Bailey in London wegen des Mordes an ihrer Schwiegertochter Hella. Während des Prozesses versuchte ihr Anwalt auf Unzurechnungsfähigkeit zu plädieren, da Styllou wahnsinnig sei. Doch diese Taktik ging nicht auf. Styllou wurde zum Tode durch Erhängen verurteilt. Alle Einsprüche gegen das Urteil wurden abgelehnt, da drei Ärzte bestätigten, dass Styllou vollkommen gesund war. Darüber hinaus beteiligte sich Styllous Sohn Stavros nicht an den Gnadengesuchen. Er konnte seiner Mutter nicht verzeihen, dass sie ihm seine große Liebe und seinen Kindern ihre Mutter genommen hatte. Er strich das Wort Mutter aus seinem Vokabular. Am 15. Dezember 1954 wurde Styllou vom Henker Albert Pierrepoint im Holloway Gefängnis erhängt. Ihren letzten Wunsch ein Malteserkreuz an die Wand der Hinrichtungsstätte aufzuhängen wurde ihr gewährt. Styllous Leichnam wurde innerhalb der Gefängnismauern begraben. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Southampton, dem Tor zu London. 🙂

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