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Der Oma-Mörder

Ein bestialisches Verbrechen, das eine ganze Nation in eine Schockstarre versetzte, war der Mord an der 66 Jahre alten Witwe und Großmutter Shirley Leach. Diese kleine, zierliche Frau mit braunen Locken hatte am 6. Januar 1994 ihre kranke Tochter Beryl im Fairfield General Hospital in Bury besucht. Sie verließ das Krankenhaus gemeinsam mit ihrem 19 Jahre alten Enkel Darren. Nach einem kurzen Abstecher in einen Pub, fuhren beide mit dem Bus 469 ins Stadtzentrum von Bury. Darren stieg bereits an der Haltestelle Bell Lane aus. Zum Abschied winkte er noch seiner Großmutter. Als Shirley am Busbahnhof Bury Interchange ankam, um von dort den Bus nach Hause zu nehmen, suchte sie eine öffentliche Toilette auf, wo sie auf ihren Mörder traf. Der zweifachen Mutter Shirley, die mit ihrem Sohn Gary in der Holme Avenue in Brandlesholme lebte, wurden von ihrem Mörder die Kleider vom Leib gerissen. Anschließend verging sich dieser sexuell an ihr, bevor er sie erwürgte. Danach ließ er Shirleys Leiche in der schmutzigen Toilettenkabine zurück, bevor er 30 Minuten später dorthin zurück, um ihr mit einer abgebrochenen Glasflache die rechte Brust abzuschneiden, die er als Trophäe behielt. Shirleys nackte und verstümmelte Leiche wurde am 7. Januar 1994 von einem Mädchen entdeckt, das sich auf dem Nachhauseweg von einem Clubbesuch in Bolton befand. Der grausame Mord versetzte die Bewohner von Bury in Angst und Schrecken, die den Busbahnhof damals zur „No-Go-Area“ erklärten. Frauen wurde geraten sich dort nur an beleuchteten Stellen aufzuhalten. Die Ermittlungen nach Shirleys Mörder liefen auf Hochtouren. Zeugen hatten einen verdächtigen Mann in gebückter Haltung gesehen, der sich unweit der Toilette aufgehalten hatte. Dieser war 1,70 Meter groß, zwischen 30 bis 50 Jahre alt und trug dunkle Kleidung. Die Polizei nahm über 500 Blutuntersuchungen bei Männern vor, da sich der Täter, als er Shirley ihre rechte Brust abgeschnitten hatte, selbst verletzt hatte. Er hinterließ einen Blutstreifen am Türgriff der Kabinentür. Trotz intensiver Ermittlungen und der Belohnung von 10.000 Pfund, die eine Zeitung zur Ergreifung von Shirleys Mörder ausgesetzt hatte, konnte dieser 12 Jahre lang nicht gefasst werden. Doch dann wurde ein Mann wegen Trunkenheit am Steuer im Stadtteil Moston im Norden von Manchester angehalten. Routinemäßig wurde eine DNA-Probe von diesem genommen. Dabei wurde festgestellt, dass diese DNA mit der am Tatort gefundenen DNA der ermordeten Shirley Leach übereinstimmte. Daraufhin wurde der Mann verhaftet. Dieser war der ehemalige Soldat der Territorialarmee Ian O´Callaghan, der wegen unsittlicher Körperverletzung und Bloßstellung bereits verurteilt worden war. Ian war damals 25 Jahre alt, als er Shirley Leach missbraucht, ermordet und verstümmelt hatte. Er hatte zum Tatzeitpunkt als Busfahrer gearbeitet. Nach dem Mord hatte er geheiratet und war Vater geworden. Doch schon 10 Monate später wurde er verurteilt, da er zwei Frauen angegriffen hatte. Schon im Alter von 16 Jahren hatte er eine Frau in ihrem Schlafzimmer, in das er eingebrochen war, unsittlich berührt. Im Oktober 1992 hatte er eine Frau verfolgt und ihr dann brutal ins Gesicht geschlagen, weshalb er in Lancaster wegen Körperverletzung verurteilt wurde. Anno 1994 hatte er sich vor einem 13 Jahre alten Mädchen entblößt und masturbiert. Ians Prozess fand Ende 2006 am Manchester Crown Court statt, wo ihn die Jury des Mordes an Shirley Leach für schuldig befand und er zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Doch dies war noch nicht alles, was Ian auf dem Kerbholz hatte. Nach 15 Jahren meldete sich eine Frau, die von Ian als sie 11 Jahre alt war, vergewaltigt worden war. Sie brachte erst den Mut auf Ian anzuzeigen, nachdem sie 2016 Mutter geworden war. Anno 2001 hatte Ian, der als Busfahrer unterwegs war, ein Mädchen am Fenster entdeckt. Zu diesem Mädchen lief er später, entblößte sich und masturbierte vor ihren Augen. Das geschockte Mädchen erzählte dies ihrer Mutter, die Ians Ehefrau verständigte. Aus Rache zog Ian zwei Wochen später das Mädchen in eine Seitenstraße, wo er sie vergewaltigte. Aus Angst getötet zu werden, schwieg die Frau 15 Jahre lang. Für dieses grausame Verbrechen erhielt Ian weitere 15 Jahre Gefängnis, der laut dem Richter „möglicherweise niemals aus der Haft entlassen werden darf“. Somit besteht die Hoffnung, dass dieses Monster den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der englischen Hafenstadt Southampton. 🙂

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