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Die Mädchenleiche im Aachener Wald

Isabella Müller Aachen Tipp Reise Städtetrip Urlaub Deutschland @isabella_muenchen www.isabellas.blog

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Ein mysteriöser Mord an einem erst 16 Jahre alten Mädchen erschütterte vor über 100 Jahren ganz Deutschland. Am 14. Mai 1908 fand ein Waldarbeiter im Aachener Wald in einem Gebüsch unweit des Forsthauses Siegel die Leiche eines jungen Mädchens, dessen Schädel bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert worden war. Neben ihr lag ein Stein, an dem Haare und Blut klebten. Dieser war offenbar die Mordwaffe gewesen. Die Obduktion ergab, dass das Mädchen durch mehrfache Schläge mit dem Stein auf den Kopf und ins Gesicht getötet worden war. Die Leiche hatte bereits 10 bis 14 Tage im Wald gelegen. Ein Sexualverbrechen konnte ausgeschlossen werden. Anhand des Schmuckes und einer schwarzen Warze am Finger wurde die Leiche als die 16 Jahre alte Laura Klinkenberg identifiziert. Diese war die jüngste Tochter der 1904 verstorbenen Eheleute Johann J. Klinkenberg und dessen Ehefrau Theresia Vohs. Nachdem frühen Tod der Eltern lebte Laura gemeinsam mit ihren beiden Brüdern und ihrer Schwester Rosa auf dem ehemals von ihrem Vater bewirtschafteten Gut Crapoel in Walhorn. Laura war seit einiger Zeit in Behandlung bei einem Zahnarzt in Aachen. Am 30. April 1908 hatte sie wieder einen Zahnarzttermin, weshalb sie sich nachmittags auf den Weg dorthin begab. Kurz nach 20 Uhr wurde Laura von Zeugen zuletzt lebend gesehen, als sie von Aachen kommend an der Haltestelle Kettenis aus der Kleinbein ausstieg, um zu Fuß ihren Heimweg durch das Walhorner Feld in Richtung Krapoler Wäldchen anzutreten, wo sie ihrem Mörder begegnete. Da 50 Mark fehlten, ging die Polizei von einem Raubmord aus. Die Staatsanwaltschaft setzte eine Belohnung von 1000 Mark aus, die später auf 3000 Mark für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen erhöht wurde. Doch es gab keinerlei Hinweise auf Lauras Mörder, bis 8 Monate später völlig überraschend ein Häftling aus der Haftanstalt in Haarlem in der niederländischen Provinz Nordholland den Mord gestand. Dieser war August Cherié, der den Mord sehr detailliert schilderte, weshalb die Polizei ihn für Lauras Mörder hielt. Doch vor seiner Auslieferung nach Aachen, starb dieser im April 1910 im Gefängnis von Haarlem. An Laura Klinkenberg erinnert heute ein Gedenkstein im Aachener Wald, wo diese einst brutal ermordet wurde. Dieser wurde am 7. April 2013 mit der Inschrift: „Betet für die Seele der hier am 14.05.1908 ermordet aufgefundenen Laura Klinkenberg aus Walhorn, 16 Jahre“ aufgestellt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Aachens Altstadt. 🙂

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