Anno 1912 erschien in St. Petersburg, Russlands zweitgrößter Stadt, ein Zeitungsartikel, der den Lesern das Fürchten lehrte. In diesem wurde über ein kannibalisches Mörder-Duo aus dem Dorf Kurdla auf der estnischen Insel Saarema berichtet. Bei dem Duo handelte es sich um Ivanova und Olga Tamarin, ein teuflisches Mutter-Tochter-Gespann, deren Verbrechen so brutal waren, dass diese direkt aus der Hölle gekommen sein mussten. Beide Frauen, die mit ihren weizenblonden Haaren, ihren blauen Augen und ihrer schlanken Figur, glatt als Schwestern hätten durchgehen können, hatten monatelang Jagd auf Menschen gemacht. Dabei fungierte die 17 Jahre alte Olga als Lockvogel, die Männer und Frauen in ihr abgelegenes Haus nahe am Waldrand lockte. Dort wurden diese ins Esszimmer geführt, wo sie per Falltür in den Keller befördert wurden. Im Keller wurden die Opfer gefesselt, ausgeraubt, gefoltert und dann zerstückelt. Die Verbrechen flogen auf, da immer mehr Menschen nach dem Besuch des Mutter-Tochter-Duos wie vom Erdboden verschluckt waren. Deshalb durchsuchte die Polizei die Gegend um das Haus der beiden Frauen, wo sie viele bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leichen fanden. Der Anblick war fürchterlich. Die Opfer mussten unheimliche Qualen vor ihrem Tod erlitten haben. Danach stürmten die Polizisten schwer bewaffnet das Haus der beiden Frauen, die sich heftig gegen ihre Verhaftung wehrten. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung bot sich den Polizisten ein Bild des Schreckens. Das Haus glich einem Schlachthof. Allein im Vorratsraum wurden 27 Leichen sowie zahlreiche Wertgegenstände gefunden. Mussten die Menschen sterben, damit das Mutter-Tochter-Duo diese ausrauben konnte oder steckte noch ein anderes Motiv hinter den Morden? Als die Polizisten die Falltür zum Keller entdeckten und dort Folterinstrumente, Fesseln und Fleischstücke vorhanden, war klar, dass die Frauen ihre Opfer nicht nur ausgeraubt, sondern auch deren Fleisch gegessen hatten. Aufgrund der erdrückenden Beweislast legte das kannibalische Mutter-Tochter-Gespann ein umfangreiches Geständnis ab. Sie waren die Anführer einer Bauernbande bestehend aus 30 Mitgliedern, die in den letzten Monaten 40 Menschen bestohlen und getötet hatten. Insgesamt konnten bis auf 9 Männer alle Mitglieder der Bauernbande verhaftet werden. Nach der Verhaftung der Frauen am 20. Juli 1912 soll diesen ohne großes Aufsehen der Prozess gemacht worden sein. Ob diese tatsächlich hingerichtet oder zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurden, ist nicht eindeutig belegt. Ebenfalls ist nicht gewiss, ob das Horrorhaus in Kurdla abgerissen wurde. Dies sind reine Spekulationen, da ansonsten über das gruselige Mutter-Tochter-Duo nicht viel publik wurde. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Estlands Hauptstadt Tallinn, das Heimatland des kannibalischen Mörderduos. 🙂













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