Place to be – Grand Hotel Bohemia in Prag

Mein Aufenthalt in diesem Hotel war wunderschön und ich kann es nur weiter empfehlen. Ich kam erst spätabends im Hotel an, die reservierte Zimmerkategorie war ausgebucht und mir wurde ein kostenloses Upgrade auf das „Deluxe Zimmer“ mit herrlichen Blick über die Altstadt angeboten. Mein erster Aufenthalt in Prag fing schon gut an und das Hotel mit seinem hellen Zimmer in Beige- und Brauntönen war ein idealer Ausgangsort für meinen Städtetrip. Das Grand Hotel Bohemia befindet sich in der tschechischen Hauptstadt Prag und hat eine interessante Geschichte zu erzählen. Früher galt das Grand Hotel als Place to be und war nach seinem Eigentümer Josef Steiner benannt. Das Grand Hotel Steiner avancierte nicht nur wegen seiner zentralen Lage am Altstädter Ring sowie seiner Nähe zur historischen Karlsbrücke zu einer der gefragtesten Adressen Prags. Auch sein luxuriöser englischer Art Deco Stil trugen dazu bei. Nach der Machtübernahme der kommunistischen Partei im Jahre 1948 stimmte Josef Steiner, unter der Bedingung, dass seine Familienangehörige dort weiterhin arbeiten können, einer Verstaatlichung zu. Das Hotel erhielt daraufhin den Namen Hotel Praha und wurde für repräsentative Zwecke der kommunistischen Partei genutzt. In dieser Zeit verlor das Hotel immer mehr seinen Glanz und war in den 1970er Jahren in einem so desolaten Zustand, dass es nicht mehr als Aushängeschild der kommunistischen Partei verwendet wurde. Die „Samtene Revolution“ 1989 rettete das Hotel vor seiner Schließung und es fiel wieder in die Hände der Familie Steiner zurück. Diese verkaufte es an die Hotelgruppe Austria Hotels International. Das Hotel wurde in nur elf Monaten komplett renoviert und am 1. Oktober 1993 feierte es seine Eröffnung unter dem Namen „Grand Hotel Bohemia“. Das Grand Hotel verfügt über 79 Luxuszimmer auf acht Stockwerken und wird vom Besitzer der Gesellschaft Gerstner Imperial Hotels und Residences als Hotel betrieben. In den eleganten Zimmern gibt es kostenloses WLAN, einen Flachbildfernseher, eine Minibar und Möglichkeiten zur Kaffee- und Teezubereitung. In den Zimmern mit gehobener Ausstattung überblickt man die Altstadt.

Das Frühstücksbuffet ist im Preis inbegriffen. Zudem gibt es ein elegantes Restaurant sowie eine gemütliche Café-Bar. Zu den Highlights des Hotels zählt der unterirdische, opulente Ballsaal Boccaccio im Neobarok. Der Name Boccaccio stammt von Giovanni Boccaccio und erinnert an sein berühmtestes Werk Dekameron. Der unterirdische Saal zählt zu einem der schönsten Säle in Prag. Der atemberaubende Tanzsaal Boccaccio ist ein Kunstwerk aus künstlichem Marmor, Gold und Kristallglas, mit einem Parkettboden aus neun Arten des orientalischen Holzes und mit vielen einzigartigen Details. Er gehört zu einem der sagenhaften Prager Orte, wo zur Zeit der Ersten Republik luxuriöse Partys für die örtliche High Society veranstaltet wurden. Hier fand der „Fünf-Uhr-Tee“ am Nachmittag sowie Tanzabende statt. Bis heute wird er durch seine exklusive Atmosphäre für Veranstaltungen genutzt. Das Hotel veranstaltet dort sein Mozart Dinner. Das Mozart Dinner besteht aus drei Gängen, die der traditionellen böhmischen und österreichischen Küche entstammen. Musikalisch umrahmt wird das Abendessen von zwei Opernsängern, einem Streichquintett, das aus Mitgliedern des Symphonieorchesters des Tschechischen Rundfunks sowie dem exzellenten Ensemble Salzburger Chamber Soloists und anderen besteht. Das Konzert wird in zeitgemäßen Kostümen gegeben. Während des Abends können die berühmtesten Arien und Duette aus Mozarts Opern „Die Hochzeit des Figaro“, „Don Giovanni“ und „Die Zauberflöte“ genießen. Ein wahres Muss für alle Kulturinteressierten. In diesem legendären Hotel und wahren Zeitzeugen der tschechischen Geschichte, startete ich meine Entdeckungsreise von Prag. Denn ich war noch nie in Prag gewesen, zwar sehr oft durch Prag gefahren, aber ich hatte nie die Gelegenheit die tschechische Hauptstadt kennenzulernen und deshalb entschloss ich mich nach so vielen Jahren endlich Prag zu besuchen. Seid gespannt, was ich alles erlebt und gesehen habe. Dort gibt es interessante Museen wie ein Foltermuseum.:) Euch wünsche ich nun aber viel Freude mit den Fotos vom „Grand Hotel Bohemia“! 🙂

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