Münsters teuflischer Fußabdruck

Isabella Mueller @isabella_muenchen

Die Kirche Liebfrauen-Überwasser ist neben dem St.-Paulus-Dom die älteste Kirche der Westfalenmetropole Münster, die einen malerischen Kirchhof besitzt, in dem der Teufel höchstpersönlich seinen Fußabdruck hinterlassen haben soll. Laut einer uralten Legende wollte der Teufel unbedingt den Bau dieser Kirche verhindern. Darum verwandelte er sich in eine betörende Frau. Auf diese Weise wollte er den Baumeister um die Finger wickeln, damit dieser den Bau sabotiere und der Bischof letzendes den Bau einer neuen Kirche aufgeben würde. Doch trotz allerlei Avancen, die der Teufel in Frauengestalt dem Baumeister machte, blieb dieser standhaft, da er Frau und Kinder zuhause hatte und eine glückliche Ehe führte. Dies erzürnte den Teufel so sehr, dass er sich dem Baumeister als Teufel zu erkennen gab. Er bot ihm Unmengen von Reichtümern an, doch auch das konnte die Meinung des Baumeisters nicht ändern. Schließlich beendete er die unnütze Konversation, da er sich um den Bau der Kirche kümmern müsse. Der Teufel war sprachlos über das Verhalten des Baumeister und fing fürchterlich an zu fluchen. Dabei stampfte er mit seinem Pferdefuß gewaltig auf das Pflaster. Unter übel stinkendem Schwefelgeruch verschwand er sodann ins Erdreich. Als der Baumeister auf den Boden schaute, konnte er kaum seinen Augen trauen, denn im Steinboden des Kirchhofes war der Abdruck eines Hufes zu sehen, der bis heute dort vorhanden ist. So die Sage von des Teufels hinterlassenen Fußabdruck im Kirchhof der über 1000 Jahre alten Liebfrauen-Überwasser Kirche. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos dieser Kirche, die sich direkt gegenüber dem Antiquariat Solder befindet, in dem die kultig Krimi-Serie Wilsberg gedreht wird. 🙂

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