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Der russische Prostituierten-Killer

Isabella Mueller @isabella_muenchen St Petersburg Russland

Isabella Mueller @isabella_muenchen St Petersburg Russland

Der erste erfasste Serienkiller Russlands war Nikolay Radkevich, der unter dem Decknamen Vadim Krovnyak 3 Frauen in St. Petersburg bestialisch abschlachtete. Doch warum? Um diese Frage zu klären, werfen wir einen Blick in Nikolays Jugend. Nikolay, der 1888 irgendwo in Russland geboren wurde, war Kadett an der Arakcheyev-Kadettencorps in Nischni Nowgorod. Im Alter von 14 Jahren lernte er eine 30 Jahre alte Frau kennen, die ihn verführte. Nach dem Ende der stürmischen Liebschaft, hatte diese ihn mit Syphilis infiziert. Diese Infektion durch das Bakterium Treponema galt jahrhundertelang als unheilbar, bis das Penicillin entdeckt wurde. Nikolay, der unter der Liebeseuche, auch Franzosenkrankheit oder harter Schanker genannt litt, war außer sich vor Wut. Er plante ein Mordkomplott für seine einstige Geliebte, das jedoch von deren neuem Liebhaber vereitelt wurde. Nikolay wurde verhaftet und schließlich aus dem Kadettenkorps geworfen, was das Ende seiner militärischen Laufbahn bedeutete. Seitdem machte er sich die Auslöschung von lasterhaften Frauen zur Lebensaufgabe, die in seinen Augen nichts weiter als Ungeziefer waren. Seinen ersten Mord verübte Nikolay im Juni 1909 an der Prostituierten Anna Blumentrost in St. Petersburg, die er mit 12 Messerstichen in den Hals, ins Gesicht und in die Schultern tötete. Danach versenkte er ihre Leiche in der Newa, die am 1. Juli entdeckt wurde. Seit der Entdeckung der Leiche fürchteten die Prostituierten in St. Petersburg um ihr Leben. Die Ermittlungen übernahm Wladimir Filippow, der Leiter der St. Petersburger Kriminalpolizei. Nikolay hatte Blut geleckt, der am 14. Juli 1909 auf dem Wosstanija-Platz in St. Petersburg der Prostituierte Ekaterina Gerus begegnete, die er für ein Stelldichein ins Hotel „Donau“ einlud, wo er sie im Hotelzimmer 9 im 3. Stock mit über 20 Messerstichen malträtierte, bevor er sie erdrosselte. Als er das Hotelzimmer verließ, bat er den Hotelpagen, ihn nach einer Stunde zu wecken. Als dieser der Bitte nachkam, entdeckte er die ermordete Prostituierte. Nur 10 Tage später griff er mit einem Messer auf offener Straße in St. Petersburg die Magd Zinaida Lewin an, der Passanten zu Hilfe eilten, worauf Nikolay die Flucht ergriff. Schon am nächsten Tag attackierte Nikolay eine Prostituierte in einem Bordell in der Kolomenskaya-Straße. Da Nikolay stets den Decknamen Vadim Krovianik benutzte, kam die Polizei diesem nicht so schnell auf die Schliche. Am 19. September 1909 verübte Nikolai seinen dritten und letzten Mord. Er lockte die Prostituierte Maria Budocnikov in das Hotel „Kiao“, wo er sie mit 35 Messerstichen tötete. Er beraubte diese und hinterließ auf dem Bett folgende Notiz: „Geld wird für die Arbeit in die nächste Welt verschickt und weil es für die Toten nicht benötigt wird. Der Mörder dieser Frau und Ekaterina Gerus im Hotel „Donau“ – Vadim Krovianik.“ Da der Hotelpage die Leiche von der Prostituierten durch das Schlüsselloch gesehen hatte, hinderte dieser Nikolay zusammen mit anderen Hotelangestellten beim Verlassen des Hotels, der verhaftet wurde. Nikolay wurde in die psychiatrische Klinik St. Nikolaus der Wundertäter eingeliefert. Im Schwurgerichtsverfahren wurde er am 10. März 1912 zu 8 Jahren Katorga verurteilt. Dies bedeutete Zwangsarbeit, die nach der Todesstrafe die schwerste Strafe im Russischen Zarenreich war. Seine Freilassung erlebte Nikolay nicht mehr, da er nach 4 Jahren von seinen Mithäftlingen dort getötet wurde. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von St. Petersbug, wo einst Nikolay drei Prostituierte ermordet hat. 🙂

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