Website-Icon Spannende Krimis und Abenteuertipps für wahre Entdecker!

Der heimtückische Stückelmord

Isabella Müller @isabella_muenchen

Isabella Müller @isabella_muenchen

Im September 2022 wurde der 56 Jahre alte Schneider Kazim Tatar als vermisst gemeldet, nachdem er aus seinem Türkeiurlaub zurückgekehrt war. Seitdem fehlte jede Spur von ihm. Was zunächst als harmloser Vermisstenfall angesehen wurde, entpuppte sich als ein teuflisch geschmiedetes Mordkomplott. Da nur zwei Wochen nach der Vermisstenanzeige bei der Polizei das Haus von Kazim Tatar in Brand gesteckt worden war, kam dies der Polizei äußerst verdächtig vor, die daraufhin das ausgebrannte Haus intensiv auf Spuren untersuchte. Tatsächlich ließen sich trotz Brand Spuren finden, die auf ein blutiges Verbrechen hindeuteten. Diese ließen daraus schließen, dass Kazim Tatar offenbar einem Verbrechen zum Opfer gefallen war. Doch nach wie vor war dieser wie vom Erdboden verschluckt. Erst im November 2022 wurde dessen Leichenteile in einem Waldstück bei Moers-Hülsdonk entdeckt, die dort verscharrt worden waren. Wer hatte Kazim ermordet und warum? Die Ermittlungen führten zu dessen Freund Tüncay C., der Kazim Tatar vom Flughafen nach seinem Urlaub abgeholt und nach Hause gefahren hatte. Danach hatte dieser wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, Kazim mit zwei Schüssen getötet. Die Mordwaffe mit der Kazim Tatar erschossen worden war, passte zu der Pistole, die Tüncay erst kürzlich erworben hatte. Die Ermittler gingen davon aus, dass dieser den erschossenen Kazim in seinem Haus zersägt und anschließend im Wald verbuddelt hatte. Um keinerlei Spuren zu hinterlassen, hatte er zwei Wochen später das Haus angezündet. Aber warum? Die Antwort auf diese Frage führte zu Kazims 51 Jahre alter Ex-Frau Birgül, die Tüncay beauftragt hatte, ihren Ex-Mann zu töten. Denn dieser besaß noch Goldschmuck, der ihr gehörte und jede Menge Bargeld. Beides bewahrte er in einem Versteck in seinem Haus auf. Birgül versprach Tüncay einen Anteil davon, wenn er ihren Ex-Mann ums Eck bringen würde. Tüncay ließ sich auf den teuflischen Plan aus purer Habgier ein. Nachdem er seinen Freund vom Flughafen nach Hause gefahren hatte, bedrohte er ihn mit seiner Pistole, damit dieser ihm das Versteck verriet. Als Kazim das tat, war dies sein Todesurteil. In einem Lüftungsschacht im Badezimmer hatte dieser das Bargeld und den Schmuck versteckt. Birgül erhielt den Großteil der Beute. Insgesamt 18.000 Euro und Goldschmuck im Wert von 5.000 Euro. Birgül hatte außerdem wie die Recherchen ergaben, Tüncay bei der Beseitigung der Leiche geholfen. Ende 2023 wurde Tüncay wegen dem heimtückischen Mord an Kazim Tatar zu lebenslanger Haft vor dem Landgericht Kleve verurteilt. Birgül wurde erst im Januar 2024 als Drahtzieherin des Mordes an ihrem Ex-Mann Kazim Tatar angeklagt und Anfang März vor dem Landgericht Kleve ebenfalls zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Damit hatte auch sie ihre gerechte Strafe erhalten. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der schönen Stadt Kleve, wo Kazim Tatars Mörder vor dem Landgericht zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. 🙂

Die mobile Version verlassen