Aleksandr Andreevich Rubel, geboren am 25. Dezember 1980 in der Ukraine, wurde zu einem der berüchtigtsten Serienmörder Estlands. Seine grausamen Taten zwischen 1997 und 1998 führten zu seiner Verurteilung wegen sechsfachen Mordes. Als Minderjähriger verurteilt, erhielt er die Höchststrafe von acht Jahren Haft, die er bis zum 8. Juni 2006 im Gefängnis von Tartu verbüßte. Trotz seiner strafrechtlichen Vergangenheit gibt es Spekulationen, dass er derzeit in der Ukraine lebt, während andere Quellen berichten, dass er unter verändertem Namen wieder in Estland gesichtet wurde. Rubel wuchs in einer schwierigen Umgebung auf, die von Drogenmissbrauch und Gewalt geprägt war. Er entwickelte eine Sucht nach Benzindämpfen, was seine psychische Stabilität erheblich beeinflusste und zu seinem kriminellen Verhalten beitrug. Seine ersten Morde beging er als Teenager, was die öffentliche Wahrnehmung seiner Taten zusätzlich verstärkte. Die Schockwirkung eines solchen Verbrechens durch einen jungen Mann war in der estnischen Gesellschaft enorm. Die Mordserie begann am 19. September 1997 mit dem ersten Opfer, Tõnu Põld, einem behinderten Nachbarn. Rubel gab an, dass er mit einem übergreifenden Wunsch, jeden zu töten, konfrontiert war. Põld wurde gezielt gewählt, da Rubel wusste, dass er sich nicht verteidigen konnte. Dieser Mord legte den Grundstein für die brutalen und emotional entblößenden Motive hinter seinen Taten. Am 7. November 1997 kam es zur zweiten Mordtat, als Rubels Vater, Andrei Rubel, den Gast Alexei Pavlov niederstach, bevor Aleksandr ihm zu Hilfe eilte. Es wird angenommen, dass der Vater überzeugt war, dass Pavlov seine Frau belästigt hatte. Aleksandr half daraufhin, das Leben des bereits schwer verletzten Mannes zu beenden, indem er ihn erwürgte und aus dem Fenster warf. Dies führte zur Verurteilung des Vaters als Mittäter. Die Morde setzten sich fort. Zwischen dem 22. und 24. Januar 1998 erstach Rubel Jevgeni Shelest am Stroomi Beach. Am 2. Februar 1998 enthauptete er Vladimir Ivanov mit einer Axt, nachdem dieser um eine Zigarette gebeten worden war. Ein kaltblütiger Akt, der die zunehmende Brutalität seiner Taten verdeutlichte. Wenige Tage später, am 9. Februar 1998, fiel Olga Voronkova, eine Nachbarin, seinem Messer zum Opfer. Auch Vladimir Kinzerski wurde zwischen dem 28. Februar und 1. März 1998 in seinem eigenen Zuhause getötet. Rubels letztes bekanntes Opfer war das 15-jährige Mädchen Alice Siivas, das am 4. Juni 1998 getötet wurde, indem Rubel ihr die Kehle durchschnitt. Ein besonders schrecklicher Akt, der die Grenzen seiner Grausamkeit deutlich machte. Die Psychologie von Aleksandr Rubel ist komplex und vielschichtig. Sein Konsum von Benzindämpfen ließ ihn in einen psychotischen Zustand verfallen, was möglicherweise zu seiner Impulsivität und seinem Mangel an Empathie gegenüber seinen Opfern führte. Die Wahl seiner Opfer, die oft schwach oder wehrlos erschienen, deutet auf tief verwurzelte Probleme mit Macht und Kontrolle hin. Es ist nicht nur seine gewalttätige Natur, die Rubels Fall bemerkenswert macht, sondern auch die Dynamik innerhalb seiner Familie. Die Beteiligung seines Vaters an einem seiner Morde wirft Fragen auf über das familiäre Umfeld, das Rubel geprägt hat. In vielen Fällen von Familiendynamiken, die schwerwiegendes Fehlverhalten fördern, sind solche Verwicklungen nicht untypisch. Nach seiner Festnahme wurde Rubel aufgrund seines Alters als Minderjähriger eingestuft und erhielt die Höchststrafe von acht Jahren. Diese rechtlichen Entscheidungen wurden von der Gesellschaft kritisiert, da viele der Meinung waren, dass Rubels Taten eine härtere Strafe verdient hätten. Am 8. Juni 2006 wurde er vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, was die Diskussion über Rückfallrisiken und die Fähigkeit des Strafsystems, gefährliche Individuen zu rehabilitieren, erneut entfachte. Die Debatte um die Sicherung der Gesellschaft gegen mögliche Rückkehrer von Gewalttätern ist insbesondere in Estland lebendig. Einige Bürger äußerten Bedenken, dass Rubel, selbst wenn er unter einem anderen Namen leben sollte, eine Bedrohung darstellen könnte. Trotz der psychiatrischen Behandlung, die er möglicherweise im Gefängnis erhalten hat, bleibt es fraglich, ob jemand mit Rubels Hintergrund vollständig rehabilitiert werden kann. Rubels Verbleib nach seiner Entlassung ist unklar. Berichte besagen, dass er häufig in der Ukraine gesehen wurde, während andere behaupten, er lebe unter einem geänderten Namen in Estland. Diese Unsicherheit verstärkt die Ängste in der Bevölkerung und die Forderungen nach mehr Transparenz im Umgang mit ehemaligen Straftätern, insbesondere solchen, die schwere Verbrechen begangen haben. Das Mysterium um Aleksandr Rubel bleibt bestehen. Die Befürchtungen über mögliche Rückkehr seiner Gewalttaten und die Frage, ob er tatsächlich rehabilitiert wurde, beschäftigen die Gesellschaft weiterhin. Aleksandr Andreevich Rubel ist nicht nur ein Beispiel für die Abgründe menschlicher Gewalt, sondern auch für die Herausforderungen, die das Rechtssystem bei der Behandlung von jugendlichen Straftätern mit sich bringt. Seine Morde sind ein erschütterndes Kapitel in der Geschichte Estlands, das zahlreiche Fragen zu Sicherheit, Rehabilitation und dem Einfluss von Drogenmissbrauch auf die Psyche aufwirft. Der Fall bleibt ein Mahnmal dafür, wie wichtig es ist, frühzeitige Interventionen zu fördern und die Anzeichen von psychischen Problemen ernst zu nehmen, um zukünftige Tragödien zu verhindern. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Estlands Hauptstadt Tallinn. 🙂
Aleksandr Andreevich Rubel: Der Serienmörder von Tallinn

