Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsbaum. Dieser ist das wohl weltweit bekannteste Symbol für Weihnachten, der zur Weihnachtszeit festlich geschmückt im Haus oder im Freien aufgestellt wird, um die Weihnachtszeit offiziell einzuleiten. Der erste geschmückte Weihnachtsbaum der Welt wurde 1441 in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, von der Bruderschaft der Schwarzhäupter auf dem Rathausplatz aufgestellt. Dies sehen die Letten jedoch anders, die seit Jahrzehnten darüber mit den Esten im Clinch liegen. Denn diese wollen 1510 auf dem Rathausplatz der lettischen Hauptstadt Riga einen festlich geschmückten Weihnachtsbaum aufgestellt haben. Tatsächlich scheiden sich darüber die Geister. Fest steht, dass der Weihnachtsbaum in Tallinn eine jahrhundertealte Tradition hat, der in einem landesweiten Wettbewerb von einem Expertenkomitee ausgesucht wird. Denn der Weihnachtsbaum muss zwischen 15 bis 18 Meter lang, gerade und üppig von Wuchs sein. Wenn der Gewinner fest steht, wird dieser vom Weihnachtsmann, dem sogenannten „Jouuvana“, persönlich abgeholt und auf den Rathausplatz transportiert. Dort wird dieser mit tausenden von Lichtern festlich geschmückt. Dabei begrüßt der Weihnachtsmann die zahlreichen Schaulustigen, an die er Süßigkeiten verteilt. Zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes wird der Weihnachtsbaum in einer speziellen Zeremonie beleuchtet. Damit beginnt offiziell in Estland die Weihnachtszeit. In der Adventszeit werden in Estland besonders die Besen gereinigt, da die Hexen während dieser Zeit mit schmutzigen Besen besonders gut fliegen. Am Abend des 24. Dezembers ist es Tradition vor dem Weihnachtsessen, das von der ganzen Familie zubereitet wird, auf den Friedhof zu gehen, um den Verstorbenen zu gedenken. Danach gibt es ein deftiges Weihnachtsmahl, das aus Sauerkraut und Blutwurst besteht. Die Reste und das schmutzige Geschirr werden nicht aufgeräumt, damit die Seelen geliebter Toter sich daran satt essen können. Nachdem Festmahl kommt der Weihnachtsmann aus seiner Heimat Finnland auf seinem Rentier gezogenen Schlitten zusammen mit seinen Gnomen und Wichteln, den „Päpapikks“ geflogen, um die Kinder zu beschenken. Diese müssen dem Weihnachtsmann zuvor ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen. Bis heute werden diese Bräuche zu Weihnachten in Estland gelebt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Tallinn und frohe Weihnachten. Deine Isabella 🙂



































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