Das wahre Leben schreibt bekanntlich die besten Geschichten wie folgender Kriminalfall beweist. Am 8. August 2018 hatte die 48 Jahre alte gebürtige Bulgarin Ekaterina R.-S. ihren 60 Jahre alten Ehemann Hans-Gottfried S. leblos in seinem Bett im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung am Tegernsee aufgefunden. Sie hatte sofort den Hausarzt verständigt, der nur noch den Tod des einstigen Augenarztes feststellen konnte. Zunächst dachte dieser an Selbstmord, da der Augenarzt seit einiger Zeit Antidepressiva gegen seine Depression einnahm. Da die Todesursache unklar war, wurde die Kriminalpolizei aus Miesbach hinzugezogen. Diese fand neben dem Bett eine Spritze, deren Inhalt sich später als höchst brisant herausstellen sollte. Seit 2013 war die ehemalige Krankenschwester Ekaterina mit dem Augenarzt verheiratet, der seine attraktive Ehefrau vergötterte und ihr jeden Wunsch von den Augen ablas. Ob teures Luxus-Auto oder Pelzmantel Ekaterina bekam einfach alles, was sie wollte. Selbst seine Immobilien übertrug er dieser. Aufgrund der ungeklärten Todesursache ordnete die Staatsanwaltschaft München II die Obduktion der Leiche an. Diese ergab, dass dem Augenarzt ein tödlicher Cocktail aus einem Schlafmittel, Insulin und Morphin gespritzt worden war. Aber warum sollte sich ein Mann, der kein Diabetiker war, Insulin spritzen? Alle Anzeichen deuteten daraufhin, dass der Augenarzt von seiner Ehefrau ermordet worden war. Diese hatte ihren Ehemann wie eine Weihnachtsgans ausgenommen. Da er ihr finanziell nichts mehr bieten konnte, hatte Ekaterina schon mit einem neuen, vermögenden Mann angebandelt. Nur wenige Monate nachdem Mord wurde diese verhaftet, die nach der Urnenbeisetzung ihres toten Ehemannes, dessen Grabplatte aufgebohrt und die Asche entnommen hatte. Diese hatte sie zum Teil in ein Glas gefüllt, das sie in der Wohnung aufgestellt hatte und zum anderen Teil in ihren Kissenbezug gefüllt, auf den sie nach den Aussagen einer späteren Gefängnisinsassin masturbiert und geschlafen haben soll. Ekaterina, die von den Medien nur als „Pelzlady vom Tegernsee“ bezeichnet wurde, hatte bevor sie ihren Ehemann den Giftcocktail verabreichte, noch mit diesem Sex gehabt. Anschließend verabreichte sie ihm statt seines verordneten Antidepressivums ein Schlafmittel, so dass ihr Ehemann sich im Dämmerschlaf befand. Danach spritze sie ihm Insulin. Als er nicht starb, spritze sie ihm Morphium. Ihr Ehemann starb qualvoll nach stundenlangem Todeskampf. Ekaterina schwieg zu den Vorwürfen, die wegen des Mordes an ihrem Ehemann und Störung der Totenruhe angeklagt wurde. Das Landgericht München II verurteilte Ekaterina, die während der Urteilsverkündung mehrfach durch laute Zwischenrufe den Richter unterbrach, woraufhin sie des Saales verwiesen wurde, zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld. Damit war Ekaterinas Dolce Vita endgültig Geschichte, die lange Zeit nun hinter schwedischen Gardinen ihr Dasein fristen wird. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von München, wo Ekaterina ihre gerechte Strafe erhalten hatte. 🙂