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Der Heidemörder: Die dunkle Geschichte eines deutschen Serienmörders

Isabella Müller @isabella_muenchen

Isabella Müller @isabella_muenchen

Ein deutscher Serienmörder, dessen Taten für große Erschütterung in der Öffentlichkeit sorgte, waren die von Thomas Holst. Dieser, der als Heidemörder bekannt wurde, da sein letztes Opfer in der Nordheide gefunden wurde, hatte zwischen 1987 bis 1989 drei Frauen südlich von Hamburg, vergewaltigt, gequält, getötet und zerstückelt. Die Bevölkerung lebte lange Zeit in Angst, da der Täter zunächst nicht gefasst werden konnte. Der erste Mord ereignete sich am 25. November 1987. Das erste Mordopfer von dem damals 21 Jahre alten Thomas Holst einem blonden, jungen Mann, der einen Schlag bei den Frauen hatte und gelernter Grafiker war, war die ebenfalls 21 Jahre alte Studentin Andrea Grube-Nagel. Diese wollte sich vom S-Bahnhof Rissen zu ihrem Elternhaus aufmachen, als sie von Holst mit einem Messer bedroht wurde, der sie zwang in sein Auto einzusteigen. Dann fuhr er mit ihr in seine Wohnung, wo er sie vergewaltigte und dann erwürgte. Zwei Tage später wurde ihre verstümmelte Leiche auf einem Feldweg bei Kaltenkirchen gefunden. Nach diesem Mord überfiel er nur kurze Zeit später eine 19 Jahre alte Schülerin, die Holst wieder mit einem Messer bedrohte und vergewaltigte. Doch die Schülerin konnte Holst dazu bringen, dass dieser sie laufen ließ, woraufhin diese Holst anzeigte. Doch Holst erhielt nur 18 Monate auf Bewährung wegen Freiheitsberaubung, vorsätzlicher Körperverletzung und Nötigung, da der Vorwurf der Vergewaltigung vom Gericht fallen gelassen wurde. Ein unglaublicher Skandal, da die Schülerin angeblich mit dem Sex einverstanden war. Es dauerte nur einen Monat, bis Holst erneut zuschlug. Sein nächstes Opfer wurde am 11. Februar 1988 die 25 Jahre alte Hausfrau und zweifache Mutter Petra Maaßen, die Holst auf ihrem Nachhauseweg von einer Gaststätte 400 Meter von ihrer Wohnung entfernt per Drohungen in sein Auto nötigte. Er brachte sie in seine Wohnung, wo er sie mit einem Messer und Nadeln quälte, vergewaltigte und dann erwürgte. Einen Tag später wurde ihre verstümmelte Leiche auf einem Acker bei Bargfeld-Stegen entdeckt. Nach seinem zweiten Mord zog Holst mit seiner neuer Freundin von Hamburg in die Lüneburger Heide, wo er sein drittes und letzte Opfer am 27. November 1989 in der 22 Jahre alten Lara Holz fand. Die Kosmetikschülerin hatte ihre Bahn verpasst. Holst hatte dies mitbekommen und sofort die Gelegenheit beim Schopf gepackt, in dem er ihr eine Mitfahrgelegenheit anbot. Diese nahm Lara an, was ihr das Leben kostete. Nach 5 Tagen wurden ihre sterblichen Überreste in der Nordheide zwischen Holm-Seppensen und Sprötze gefunden. Dieser Mord wurde Holst zum Verhängnis. Denn die Polizei, die wegen der Morde extrem unter Druck stand, da diese in relativ kurzer Zeit passierten und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzten, Parallelen zwischen einer Vergewaltigung fand, für die Holst vor Jahren zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt worden war. Es war der 24. Dezember 1990 als die Polizei Thomas Holst verhaftete, da DNA-Spuren in Holst Auto gefunden wurden, die den ermordeten Frauen zugeordnet werden konnten. Thomas Holst erhielt für seine grausamen Taten eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung, der laut einem psychiatrischen Gutachten „untherapierbar bei extremer Rückfallwahrscheinlichkeit war“. Holst wurde in den Hochsicherheitstrakt der forensischen Abteilung des Hamburger Klinikums Ochsenzoll gebracht, wo er Therapiesitzungen mit der israelischen Psychologin Tamar Segal hatte. Die 8 Jahre ältere Segal verfiel dem Charme von Holst, dem sie am 27. September 1995 die Flucht ermöglichte, in dem sie die Sicherheitsschleusen zur Anstaltsturnhalle öffnete. Holst brach von dort ein Loch in die Verschalung des Daches und seilte sich dann ab. Segal hatte bereits am 1. September 1995 ein Ein-Zimmer-Apartment im Hamburger Stadtteil Hohenfelde unter falschen Nachnamen angemietet, wo sich Holst verbarrikadierte. Segal, die aus einem reichen Elternhaus stammte, hatte 250.000 Mark abgehoben, um mit Holst ein neues Leben zu beginnen. Doch ihr Plan ging nicht auf, da die Polizei ihr aufgrund der Kontovorgänge auf die Schliche kam. Um Holst aus seinem geheimen Versteck zu locken, da Segal eisern schwieg, wurde diese am 29. Dezember 1995 gegen 20 Uhr vor der Kanzlei ihres Rechtsberaters Schleifenbaum verhaftet. Tatsächlich funktionierte dieser Trick. Nur einen Tag nach Segals Verhaftung stellte sich Holst, der in seinem Rucksack 157.000 Mark hatte. Segal erhielt für die Fluchthilfe von Holst 3 Jahre auf Bewährung, die Holst am 13. März 1997 heiratete. Doch mittlerweile ist das Ehepaar geschieden. Doch Holst trägt immer noch deren Nachnamen, der bis heute in der geschlossenen Psychiatrie in Hamburg Ochsenzoll sitzt, wo er einmal im Monat mit Bewachern und ohne Fesseln im Park spazieren gehen darf. Holst, dem 2 bis 3 Mal im Jahr sondertherapeutische Ausgänge genehmigt werden, ist heute kaum wiederzuerkennen. Aus dem blonden Jüngling, ist ein starb beleibter Mann mit Glatze geworden, der um seine Freilassung kämpft. Bis heute gilt Holst als einer der schlimmsten Serienmörder Deutschlands, der tiefe Spuren nicht nur bei den Angehörigen der Opfer, sondern auch in der Gesellschaft hinterlassen hat und ein dunkles Kapitel in der deutschen Kriminalgeschichte darstellt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Hamburgs schöner Alster. 🙂

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