Der rätselhafte Mord

Isabella Mueller @isabella_muenchen Hamburg

Ein Mordfall, der fast 20 Jahre lang als unlösbarer Cold Case galt, war der Mord an der 49 Jahre alten Unternehmerwitwe Ursula M. aus Ahrensburg, das 30 Kilometer entfernt von der Elbmetropole Hamburg liegt. In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 1993 war Klaus G., der Lebensgefährte von Ursula M. ein Computerfachmann aus Hamburg gegen 0.15 Uhr von seinem Tauchwochenende in Rügen in die gemeinsame Doppelhaushälfte an der Straße Vierbergen in Ahrensburg zurückgekehrt. Doch von Ursula M. fehlte jede Spur, weshalb Klaus G. die Nachbarn und Bekannten befragte, die jedoch keinen blassen Schimmer hatten, wo Ursula steckte. Klaus G. durchsuchte daraufhin das ganze Haus und machte im Kleiderschrank im Schlafzimmer eine grausige Entdeckung. Denn in diesem lag seine tote Lebensgefährtin. Sofort alarmierte Klaus G. die Polizei. Seitdem ermittelten 25 Beamte der Mordkommission der Lübecker Kriminalpolizei an dem mysteriösen Mordfall. Da es keinerlei Einbruchsspuren gab, noch Wertgegenstände entwendet worden waren, gingen die Ermittler davon aus, dass Ursulas Mörder aus ihrem nähren Umfeld stammen musste. Schnell geriet der Ex-Freund von Ursula M. ins Visier der Ermittler. Ursula M. war eine attraktive Frau, die Geschäftsführerin einer Firma für Oberflächentechnik in Barsbüttel mit 8 Angestellten war. Ursula M. galt als lebenslustig, deren Ehemann vor 16 Jahren gestorben war. Seitdem lebte sie mit ihrem mittlerweile 19 Jahre alten Sohn in der Doppelhaushälfte in Ahrensburg, der am Tatwochenende verreist war. Noch in diesem Jahr wollte Ursula M. ihren neuen Lebenspartner Klaus G. heiraten. Doch ihr Ex-Freund, der zuvor als Buchhalter in ihrer Firma gearbeitet und den sie erst vor kurzem entlassen hatte, machte ihr das Leben durch Telefonterror und Bedrohungen zur Hölle. Ursula M. fürchtete um ihr Leben. War dieser der Mörder von Ursula M., der noch einen Tag vor der Tat sie in ihrer Firma aufgesucht hatte? Diese Frage konnten die Ermittler eindeutig mit „Nein“ beantworten, da ihr Ex-Freund zur Tatzeit ein hieb- und stichfestes Alibi hatte. Laut Obduktion war Ursula M. bereits am 17. Juli zwischen 12 bis 24 Uhr erwürgt worden. Die Ermittler gingen davon aus, dass Ursula ihren Mörder ins Haus gelassen hatte, wo sie freiwillig oder gezwungen ins Schlafzimmer gingen. Dort kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung, die damit endete, dass Ursula M. aufs Bett geworfen und ihr ein Kissen ins Gesicht gedrückt wurde, um sie zu ersticken. Als dies missglückte, wurde sie mit einem Kleidungsstück stranguliert. Danach versteckte der Mörder Ursulas Leiche im Kleiderschrank. Die Ermittlungen im Mordfall liefen auf Hochtouren. Zeugen berichteten, dass am Tattag zwei Männer in einem dunkelblauen Kombi an der Doppelhaushälfte vorgefahren waren. Einen der Männer kannte Ursula M., den sie ins Haus ließ, das dieser nach 15 Minuten wieder verließ. Aber auch diese Spur verlief im Sande. Nach drei Jahren wurde der Fall geschlossen, ohne dass Ursulas Mörder gefasst werden konnte. Auch eine Belohnung von 1.500 Euro für Hinweise zur Ergreifung des Mörders von Ursula M., die Klaus G. später sogar auf fast 10.000 Euro erhöhte, führte zu keinem Ergebnis. Dank des technischen Fortschritts fand im Jahr 2010 ein routinemäßiger DNA-Abgleich statt. Die DNA, eine Art genetischer Fingerabdruck, die von an der Kleidung und Bettwäsche der Toten gesichert worden war, wurde mit der DNA der Datenbanken abgeglichen. Es gab tatsächlich einen Treffer. Dieser führte zu einem freiberuflichen Vermögensberater, der damals zum Bekanntenkreis von Ursula M. zählte. Er wurde sogar verhört, doch es gab keinerlei Hinweise, die auf eine Täterschaft des Mannes schließen ließen. Dieser war 2010 wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung an seiner damaligen Freundin, die er mit einer Schnur gewürgt hatte, zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und 5 Monaten verurteilt worden. Vermutlich war es damals zwischen dem 28 Jahre alten Mann und Ursula zum Streit gekommen, die seine Annäherungsversuche zurückgewiesen hatte. Der inzwischen 48 Jahre alte Mann wurde 20 Jahre nach dem grausamen Verbrechen in Ahrensburg vom Landgericht Lübeck wegen Totschlags von Ursula M. zu 8 Jahren Haft verurteilt. Damit hatte die Gerechtigkeit doch noch gesiegt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen von Fotos von Hamburgs Alster. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!