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Kaiser Karl und seine geliebten Aachener Printen

Isabella Müller Aachen Tipp Reise Städtetrip Urlaub Deutschland @isabella_muenchen www.isabellas.blog

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Die Kaiserstadt Aachen ist nicht nur wegen ihres beeindruckenden Kaiserdoms weltbekannt, sondern auch durch ihr Traditionsgebäck, den Aachener Printen. An dieses beliebte Gebäck erinnert auch die Bronzeskulptur des Printenmädchen, das vor dem ältesten Kaffeehaus der Stadt Aachen, den Alt Aachener Kaffeestuben Leo van den Daele steht. Leo van den Daele hatte höchstpersönlich die Skulptur gestiftet, die 1984 von dem Bildhauer Hubert Gneke geschaffen wurde. Die Bronzeplastik des Mädchens, das lachend eine Printe umarmt, erinnert an die uralte Sage der Aachener Printen. Denn um die Mitte des 17. Jahrhunderts lag der größte Teil von Aachen durch eine Feuerbrunst in Schutt und Asche. Der Stadtrat war ratlos und verzweifelt wie er den Wiederaufbau von Aachen finanzieren sollte. Da kam einem Bäckermeister die rettende Idee. Er wusste von seinem Großvater, dass in Aachen einst ein Gebäck hergestellt worden war, dass der Stadt großen Wohlstand gebracht hatte. Der Name des leckeren Gebäcks lautete Printen. Dieses war das Lieblingsgebäck von Kaiser Karl, der das Rezept mit in sein Grab genommen haben soll. Der Bäckermeister war sich sicher, dass wenn sie das Rezept wiederfinden, Aachen damit erneuten Reichtum erlangen würde. Deshalb wurde überall nach dem Rezept gesucht. Außerdem bekamen die Bäcker allerhand Gewürze und Kräuter, um ein ähnliches Gebäck zu kreieren. Voller Eifer stürzten sich die Bäcker in diese Aufgabe und backten, was das Zeug hielt. Aber wie der Zufall es wollte, hatte einer der Bäckerjungen die Bekanntschaft mit einem Gelehrten gemacht, den er als den Teufel höchstpersönlich erkannte. Dieser wollte unbedingt in den Besitz des Domschatzes in der Schatzkammer gelangen. Dies wusste der Bäckerjunge, der ihm den Schlüssel zur Schatzkammer versprach, wenn dieser ihm die Grabstätte von Kaiser Karl zeigte. Der Teufel stimmte dem Deal zu und so stieg der Bäckerjunge gegen Mitternacht in die Begräbnisstätte des Kaiser, die von einem überirdischen Licht erhellt war. Als der Junge dort war, schlug der Kaiser plötzlich seine Augen auf und fragte den Jungen, warum dieser seine Ruhe störe. Der Junge erzählte von der Not seiner Lieblingsstadt Aachen. Der Kaiser gab daraufhin dem Jungen eine vergilbte Pergamentrolle, auf der das Rezept der Printen stand. Überglücklich bedankte sich der Bäckerjunge beim Kaiser, der wieder seine Augen schloss. Sogleich backte der Junge nach dem Rezept die berühmten Printen. Dabei besuchte ihn der Teufel, der nun den Schlüssel für die Schatzkammer vom Jungen verlangte. Dieser bot ihm stattdessen die frisch gebackenen Printen an, die der Teufel gierig verschlang. Doch davon bekam der Teufel so starke Bauchschmerzen, dass er sich auf dem Boden krümmte und vor Schmerzen folgendes schrie: „Nicht einmal der Teufel kann dieses Teufelszeug vertragen!“. Geplagt von seinen Bauchschmerzen kehrte der Teufel ohne Lohn in die Hölle zurück. So lautet die Sage von den Aachener Printen. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom Aachener Printenmädchen in Aachens historischer Altstadt. 🙂

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