Eine Frau, die gleich zwei junge Männer in ihr Verderben stürzte, war Rudolfine Wastl, die als räuberische Bigamistin sich in Österreichs Kriminalgeschichte verewigte. Die damals 27 Jahre alte Rudolfine Wastl, die 1912 in Wien das Licht der Welt erblickte, war mit einem 58 Jahre alten Angestellten verheiratet, mit dem sie drei Kinder hatte. Rudolfines Ehemann war aufgrund einer Nervenstörung schwer gehbehindert. Er erlaubte seiner Ehefrau auch wegen des Altersunterschiedes von 22 Jahren, dass diese sich außerehelich vergnügen durfte, weshalb sich Rudolfine einen Liebhaber zulegte. Dieser war der 22 Jahre alte Straßenbahnangestellte Karl Magenbauer, den die verheiratete Rudolfine sogar zur Heirat überredete. Rudolfine war eine zarte, aber unscheinbare Frau, die aufgrund einer Nervenstörung an den Beinen gelähmt war und sich nur unbeholfen bewegen konnte. Aber vielleicht lag der Reiz gerade an Rudolfines Zerbrechlichkeit. Nach einigen Monaten Probezeit mit ihrem Geliebten Karl, stahl Rudolfine im Februar 1948 die Papiere ihrer Schwester Hildegard, um Karl heiraten zu können. Da beide kein Geld für eine standesgemäße Kleidung hatten, gaukelte Rudolfine einer Freundin aus Baden bei Wien vor, dass sie von Straßenganoven ausgeraubt worden waren. Karl stellte sie dieser als Peter Hörbiger vor, der um den Raubüberfall glaubhaft erscheinen zu lassen, nur ein Hemd am Leib trug. Tatsächlich stattete ihre Freundin beide mit teurer Kleidung aus. Mit dieser heirateten sie in einer nahe gelegenen Kirche, wo Rudolfine ein Taufscheinformular aus der Sakristei entwendete und dieses auf den Namen „Komtesse Hilde von Maren“ ausstellte. Danach ging sie mit Karl zum Standesamt im 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden, wo sie sich ewige Liebe schworen. Als sie den Bund des Lebens nun auch standesamtlich besiegelt hatten, verkauften sie ihre teure Kleidung, um davon feiern zu gehen. Rudolfine liebte es auf den Putz zu hauen und die Korken ordentlich knallen zu lassen. Fortan trat sie sogar als Tänzerin auf, die von Karl als Conférencier angekündigt wurde. Doch schon bald verlor Karl seine Anstellung und als dessen Ersparnisse aufgebraucht waren, plante die gerissene Rudolfine einen kriminellen Coup. Doch diesen beging sie nicht mit Karl Magenbauer, sondern mit ihrem vorherigen Geliebten Karl Pölderl. Dieser 22 Jahre alte Mann wurde Rudolfine Wastl zum Verhängnis, da ihn einfach sein schlechtes Gewissen nach dem von Rudolfine geplanten Raubüberfall plagte. Deshalb erschien er am 7. Juli 1948 auf dem Polizeikommissariat des 10. Wiener Gemeindebezirks Favoriten, wo der gerade aus Afrika angereiste ein Geständnis ablegte, dass das Leben von Rudolfine für immer veränderte. Dieser sagte aus, dass er Rudolfine auf der Arbeit im Magazin des russischen Offizierskasinos in der Hofburg kennen gelernt hatte, wo Rudolfine die Wareneingänge abrechnete. Er verliebte sich unsterblich in die verheiratete Rudolfine, die schon bald wegen eines Diebstahls entlassen wurde. Karl fing mit Rudolfine eine stürmische Affäre an. Zwar ging er keiner Arbeit mehr nach, doch sie konnten von seinen Ersparnissen gut leben, bis diese aufgebraucht waren, weshalb ihm Rudolfine Raubüberfälle bei einem Kürschner und einem Antiquitätenhändler vorschlug. Doch Karl lehnte ab, bis ihn Rudolfine davon überzeugen konnte die wertvollen Ölgemälde ihrer Freundin Hedwig Rozmyslovsky zu stellen, in dem sie immer wieder sagte: „Wenn du mich liebst, tust du es. “ Also tat Karl, was ihm Rudolfine aufgetragen hatte. Blind vor Liebe besorgte er sich eine französische Uniform und suchte Rudolfines Freundin auf. Diese verwickelte er in ein Gespräch, bis diese ihn ins Haus bat. Dort schlug er diese nieder und würgte sie so lange, bis diese ohnmächtig wurde. Dann entwendete er die Ölgemälde. Beim Verkauf sollte ihm sein Freund Karl Magenbauer helfen, der vom Diebstahl der Bilder nichts wusste. Als Karl Pölderl bemerkte, dass Rudolfine Interesse an seinem Freund hegte und schon bald mit diesem heimlich anbandelte, verließ Karl aus verletzter Eitelkeit Wien. Er ging nach Frankreich und trat in die Fremdenlegion ein, wo er ein Jahr lang in Algier stationiert war. Als er wieder nach Wien zurückgekehrt war, suchte er sogleich das Polizeirevier auf, um den Raubüberfall zu gestehen. Im Oktober 1948 begann der Schwurgerichtsprozess, in dem das Trio infernale gemeinsam die Anklagebank drückte. Karl Pölderl war wegen schweren Raubes, Karl Magenbauer wegen Bigamie und Rudolfine Wastl wegen Bigamie, Mitschuld am Raub, Veruntreuung, Diebstahl und Betrug angeklagt. Die beiden Männer stammten aus angesehenen Arbeiterfamilien und galten vor Rudolfines Wastls Begegnung als unbeschriebenes Blatt. Rudolfine Wastl selbst wies jegliche Schuld von sich, die ihre beiden Liebhaber als erbärmliche Lügner hinstellte. Doch es half nichts. Rudolfine Wastl wurde wegen Anstiftung zum Raub, Betrug, Diebstahl und Bigamie zu 6 Jahren schweren verschärften Kerkers verurteilt. Karl Pölderl erhielt 2,5 Jahre Kerker und Karl Magenbauer wurde wegen Bigamie zu 6 Monaten strengen Arrest bedingt verurteilt. Damit endete die Geschichte von Rudolfine Wastl, die als erster weiblicher Gangster in den österreichischen Medien bezeichnet wurde. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom 4. Wiener Gemeindebezirk Wieden, in dem Rudolfine einst Karl auf dem Standesamt ihr Ja-Wort gegeben hatte. 🙂
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