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Das Muttersöhnchen

Isabella Mueller @isabella_muenchen Wien

Isabella Mueller @isabella_muenchen Wien

Ein Mord, der so brutal war, dass er ganz Österreich erschütterte, war der Mord an der 59 Jahre alten ungarischen Geschäftsfrau Ildiko, deren Mörder ihr eigener Sohn war. Ildiko hatte einst einen Grafen eines uralten ungarischen Adelsgeschlechts geehelicht. Doch kurz nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Michael folgte die Scheidung. Seitdem lebte Ildiko in einer schicken Wohnung in der Gentzgasse im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing, wo sie zwei Straßen weiter die Boutique „Beatrice“ betrieb. In dieser verkaufte sie teure Designermode. Ildiko liebte ihren Sohn Michael, den sie liebevoll „Prinz“ nannte, über alles. Der hochintelligente Sohn erhielt eine exzellente schulische Ausbildung, der mittlerweile angehender Akademiker der Wirtschaftsuniversität Wien war. Der 26 Jahre alte Informatikstudent lebte in einer 115 Quadratmeter großen Wohnung im noblen Villenviertel des 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Er fuhr dank seiner Mutter Luxuskarossen, trug Designerkleidung und hatte stets genug Geld in seinem Portemonnaie. Doch statt seiner Mutter Ildiko dafür dankbar zu sein, verunglimpfte er diese lieber. Seiner Ansicht nach beschmutzte sie sein blaues Blut, da sie arbeiten ging. Michael war stolz, dass er adelig war, was er jeden wissen ließ. Der Hass auf seine Mutter Ildiko wuchs stetig, bis dieser sich in einer Wahnsinnstat am 28. März 1993 entlud. Es war ein Sonntagmorgen als Ildiko ihren Sohn, der in ihrer Wohnung übernachtet hatte, zurecht wies, weil dieser die ganze Nacht Ferngesehen hatte. Michael rastete daraufhin aus. Er zwang seine Mutter sich auszuziehen. Dann schnitt er ihr ihre rot gefärbte Mähne ab, die er als „Zeichen des Bösen“ ansah. Danach brach er ihr beide Arme, bevor Michael, der Jäger war, ihr sein Jagdmesser ins Genick rammte. Insgesamt stach er 15 Mal auf seine Mutter ein, die er danach wie Wild ausweidete. Anschließend schnitt er ihren Kopf ab. Diesen drapierte er wie im Familienwappen abgebildet. Doch statt den Kopf des besiegten Gegners, in diesem Fall seine Mutter, auf einen Dolch aufzuspießen, steckte er diesen auf das Jagdmesser und packte ihn in eine Plastiktüte. Mit dieser Trophäe verließ er die Wohnung seiner getöteten Mutter. Als ihm ein Nachbar im Treppenhaus begegnete, der Michael nach den Schreien befragte, zeigte ihm Michael völlig emotionslos den Plastiksack mit dem Kopf seiner Mutter darin und bemerkte trocken, dass diese laut geschrien hatte. Dann lief er zur Boutique seiner Mutter, dem sogenannten „Ort des Bösen“, die er verwüstete. Ihren Kopf stellte er ins Schaufenster. Wenig später tauchte dort die Polizei auf, die der Nachbar gerufen hatte. Diese überwältigten Michael, der verhaftet wurde. Als Motiv nannte Michael, dass er die Welt von seiner Mutter befreien musste. Nach 9 Monaten wurde Michael wegen des Mordes an seiner Mutter vor Gericht gestellt. Da dieser zum Tatzeitpunkt wegen einer schizophrenen Psychose unzurechnungsfähig war, was zwei Gutachter festgestellt hatten, wurde er am 21. Dezember 1993 in die geschlossene Abteilung der Baumgärtner Höhe, einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, eingewiesen. Bereits im Juni 1999, nach nur 6 Jahren, wurde er von dort als geheilt entlassen. Michael setzte sich nach Ungarn in die Heimat seiner Vorfahren ab, ohne die österreichische Justiz darüber zu informieren. Fortan lebte er dort in einem Hotel, wo er sein Millionenvermögen mit vollen Händen zum Fenster rauswarf. Immer wieder fiel Michael negativ auf, weil er Hotelgäste belästigte oder ein Lagerfeuer im Hof des Hotels entfachte. Als er vom Hoteldirektor hinausgeworfen wurde, drehte Michael durch, in dem er diesen mit einem Messer am Hals bedrohte. Daraufhin wurde Michael erneut verhaftet und vor Gericht gestellt. Es stellte sich heraus, dass dieser trotz eindringlicher Warnung seiner behandelten Ärztin aus der Psychiatrie entlassen worden war. Michael musste wieder in die Psychiatrie zurückkehren. Was danach aus ihm wurde, ist ungewiss. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom Türkenschanzpark, der sich wie einst die Wohnung von der ermordeten Ildiko im 18. Wiener Gemeindebezirk Währing befindet. 🙂

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