Das Kröpeliner Tor in Rostock

Das Kröpeliner Tor im Westen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock diente nicht nur der Verteidigung gegen Feinde, sondern es repräsentierte auch den Reichtum und die Macht der Stadt. Bereits 1255 existierte ein Tor aus Holz. Nach der offiziellen Vereinigung der drei ursprünglichen Stadtkerne im Jahr 1265 wurde mit dem Bau einer Stadtbefestigung mit einer 3 Kilometer langen Stadtmauer mit 22 Stadttoren begonnen. In diesem Zuge wurde das Holztor durch ein Tor aus Stein ersetzt, das zweigeschossig war und im gotischen Stil errichtet wurde. Um 1400 wurden die Wehranlagen verstärkt, weshalb das Tor auf 6 Geschosse erhöht wurde. Somit bot es bessere Schützenpositionen und mehr Lagerraum. Außerdem erhielt es einen Wehrgang. Das 54 Meter hohe sechsgeschossige Tor lag an der wichtigen Handelsstraße zwischen Hamburg und Stralsund, das viele Handelsreisende passierten. Aus diesem Grund wurden ringsherum Blendgiebel angebracht, um die hanseatische Größe und die Macht der Stadt zu symbolisieren. Während des Dreißigjährigen Krieges kam es zu einer letzten Verstärkung der Wehranlagen. Im 18. Jahrhundert diente das Tor nur noch als Zeughaus. Anno 1847 bekam das Tor einen neugotischen Vorbau. Dadurch wurde das Tor zu einem repräsentativen Gebäude der Stadt, das bis heute als das schönste erhaltene Baudenkmal der Gotik in Rostock gilt. Als das Tor 1905 restauriert wurde, wurde ein Greif in der Spitzbogenblende an der Feldseite angebracht. Wie durch ein Wunder wurde das Tor selbst bei den britischen Bombenangriffen Ende April 1942 während des Zweiten Weltkrieges nicht beschädigt. Im Jahr 1945 wurde der Vorbau aus rein ästhetischen Gründen entfernt. Darüber hinaus fiel aus verkehrstechnischem Anlass ein Stück der Stadtmauer der Abrissbirne zum Opfer, die nördlich des Tores bis zur Fischerbastion reichte. Noch bis 1960 fuhr eine Straßenbahnlinie durch das Tor. Im Zeitraum von 1966 bis 1969 wurde das Tor restauriert. Danach war dort das Kulturhistorische Museum beheimatet, das am 11. Juni 1969 eröffnet wurde. Wegen Einsturzgefahr musste das Tor 1983 sogar gesperrt werden. Im Jahr 2004 wurde das Museum aus finanziellen Gründen geschlossen. Seit April 2005 ist der Verein Geschichtswerkstatt Rostock e. V. dort untergebracht. Bei meinem Besuch der Hansestadt Rostock kam auch ich an diesem wichtigen Kulturgut vorbei, mit dessen Fotos ich Dir viel Freude wünsche. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!