Im Jahr 1928 erschütterte ein grauenhaftes Verbrechen die Region Bukowina in Moldawien. An einem Ort, der für seine idyllische Landschaft bekannt war, lebte eine Frau namens Axenia Varlan oder Maria Varlane, die aber bald als die „Menschenfresserin von Bukowina“ bekannt wurde. Sie hinterließ eine Spur von Schrecken und Entsetzen, die in die Geschichte eingegangen ist. Axenia, eine 45-jährige Bauerntochter aus dem Dorf Fundul Moldovei, lebte ein Leben in relativer Abgeschiedenheit. In der Gemeinschaft stellte sie sich als fromme und brave verwitwete Bäuerin dar, während in Wahrheit ein dunkles Wesen in ihr brodelte. Laut Berichten hatte sie von 1924 bis 1928 mindestens 13 Menschen umgebracht, darunter ihre eigenen Kinder und engste Verwandte. Die schreckliche Entdeckung begann mit der Anstellung einer neuen Magd namens Rachira Haisan. Bei der Arbeit im Stall fand sie eine vergammelte menschliche Hand in einem Misthaufen. Als sie Axenia darüber informierte, wurde sie sofort mit Drohungen zum Schweigen gebracht. Doch Rachira erzählte schon bald im Dorf über ihre seltsame Herrin. Dies führte dazu, dass Axenia die junge Magd am 10. Juni 1928 in eine abgelegene Hütte lockte, wo sie ihr mit einer Hacke auf den Kopf schlug. Aber Rachira überlebte den heimtückischen Mordanschlag, die von einem Landarbeit gefunden wurde, der sie ins Krankenhaus brachte. Dort erzählte sie nicht nur von der gefundenen Hand, sondern auch von Axenias Mordversuch an ihr. Dies führte zu sofortigen Ermittlungen gegen Axenia, die schauderhaftes ans Licht brachten. Bei der Hausdurchsuchung wurden menschliche Überreste gefunden, die den Verdacht bestätigten, dass Axenia eine Serienmörderin war. Axenia hatte eine grausame Trophäen-Sammlung angelegt. So sammelte sie die Körperteile ihrer Opfer. Die Ohren, Finger und andere Körperteile hatten für sie die Bedeutung von Erinnerungsstücken angenommen. Diese grausigen Trophäen dienten ihr als Erinnerungen an die Macht, die sie über ihre Opfer hatte, und befriedigten ihre morbiden Fantasien. Axenia hatte innerhalb von 4 Jahren nicht nur ihre vier Kinder, sondern auch ihre Mutter, ihren Vater, ihre Schwiegermutter, ihren Schwager und eine Schwester sowie mehrere Bedienstete ermordet. Nach der Festnahme versuchte Axenia, sich das Leben zu nehmen, zeigte jedoch keinen wirklichen Bedauern über die Gräueltaten, die sie begangen hatte. Ihr Prozess begann am 26. Oktober 1929 in Kimpolung vor dem Bezirksrat und zog europaweit die Aufmerksamkeit auf sich. Das Militär wurde eingesetzt, um Axenia vor der aufgebrachten Bevölkerung zu beschützen. Über 50 Zeugen wurden befragt, darunter auch medizinische und psychiatrische Experten. Die Presse stürzte sich auf den Fall der weiblichen Serienmörderin, in dem über 40 Journalisten dem Prozess beiwohnten. Die Anklage stellte klar, dass Axenia aus Gier und Machtstreben die Morde begangen hatte. Die Beweise waren erdrückend, und es wurde schnell klar, dass Axenia keine normale Person war. Die Augenzeugen schilderten eine Frau, die in einem Zustand zwischen Verleugnung und Wahnsinn gefangen war. Ihre Schreie „Ich bin eine arme Frau!“ hallten durch den Gerichtssaal und machten es schwer zu glauben, dass dies die gleiche Person war, die so viele Leben ausgelöscht hatte. Einige der Verteidiger argumentierten, dass Axenia aufgrund ihrer Taten geistig nicht normal sein konnte und baten darum, sie in eine psychiatrische Einrichtung zu überstellen. Doch Axenia wurde zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt, die fortan als Häftling Teppiche webte und Kleider für die Mitgefangenen nähte. Die „Menschenfresserin von Bukowina“, wie Axenia genannt wurde, die einst gesagt hatte „Ich liebe den Geruch von verbranntem Fleisch im Duft der Tannen!“, war eine fleißige Gefangene, die nicht aus der Reihe tanzte. Doch ihre grausame Mordserie verbreitete sich schnell, und ihre Geschichte blieb nicht auf die Grenzen Moldawiens beschränkt. Die Berichterstattung über die Taten einer Frau, die ihre gesamte Familie ausgelöscht hatte, war damals ein Tabuthema. Im Gegensatz zu männlichen Serienkillern, die häufig in den Schlagzeilen waren, war eine weibliche Täterin ein krasseres Konzept für die Gesellschaft. Die Fragen, die der Fall aufwarf, waren jedoch tiefgreifend. Wie konnte jemand, der als liebevolle Mutter und gewissenhafte Bürgerin angesehen wurde, zu einer kaltblütigen Mörderin werden? Wie oft verbergen sich solche Ungeheuerlichkeiten hinter den Türen unserer Wohnviertel? Die Geschichte von Axenia Varlan bleibt ein düsteres Kapitel in der Kriminalgeschichte. Ihre Morde und das anschließende Gerichtsverfahren rufen nicht nur Entsetzen hervor, sondern werfen auch Fragen über die Natur des Bösen und die Fähigkeit, das Unvorstellbare zu tun, auf. Axenia wird als eine der abscheulichsten Figuren in der Geschichte Moldawiens in Erinnerung bleiben und die Geschichte ihrer Gräueltaten bleibt ein warnendes Beispiel für die Menschheit. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Rumänien und Moldau. 🙂




















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