Es gibt Mordserien, die so unfassbar sind, dass sie nur ein Wahnsinniger verübt haben kann. Genau so einer war der stets freundliche Kriminalbeamte Serhij Tkach, der als einer der schlimmsten Massenmörder der Welt gilt. Tkach wurde am 12. September 1952 in der russischen Stadt Kisseljowsk in Sibirien geboren. Er war ein guter Schüler, der nach seinem Wehrdienst in der sowjetischen Armee, eine Ausbildung bei der Polizei absolvierte. Danach wurde er Kriminalbeamter in der Stadt Kemerowo. Tkach war beliebt unter seinen Kollegen, der exzellente Arbeit leistete und besondere Kenntnisse im Bereich der Forensik erwarb. In seiner Freizeit boxte er gern und wurde sogar Meister im Federgewicht. Alles lief perfekt, bis er beim Fälschen von Indizien ertappt wurde. Um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, schied er freiwillig aus dem Polizeidienst aus. Kurz danach tötete Tkach zum ersten Mal. Nach erhöhtem Alkoholkonsum, vergewaltigte er eine ehemalige Schulkollegin mit der er eine Art On-Off-Beziehung führte. Aus Angst vor einer Strafe brachte er sie danach um. Tkach zog 1982 in die ukrainische Industriestadt Dnepropetrowsk, wo er eine abartige Blutspur hinterließ. Denn von 1980 bis 1984 tötete er 36 junge Frauen und Mädchen, die alle zwischen 8 bis 18 Jahre alt waren. Tkach ging dabei immer nach demselben Modus Operandi vor, in dem er seinen Opfer so lange auf die Halsschlagader drückte, bis diese tot waren. Danach verging er sich sexuell an den Leichen, manchmal auch schon vorher. Anschließend reinigte er akribisch den Tatort. Er entfernte sein Sperma, verwischte Fuß- und Fingerabdrücke. Als Souvenir behielt er Schmuck oder Kosmetikgegenstände seiner getöteten Opfer. Er wollte, dass es wie ein Raubmord aussah. Die Leiche deponierte er in der Nähe von Fernstraßen, um den Eindruck zu erwecken, dass der Täter ein Reisender oder Lastwagenfahrer war. Manchmal legte er die Leiche an kürzlich geteerte Bahngleise, damit die Polizeihunde den Geruch schwer wahrnehmen konnten. Er war ein Meister seines Faches aufgrund seiner guten Ausbildung bei der Kriminalpolizei. Dadurch konnte er über zwei Jahrzehnte lang ungestört ein Doppeleben führen. Während seiner über 25 Jahre langen Mordserie wechselte Tkach häufig den Arbeitsplatz, Wohnsitz und seine Ehefrauen. Insgesamt war er dreimal verheiratet und hatte 5 Kinder, 3 Töchter und zwei Söhne. Er arbeitete als Fabrikarbeiter, in Bauernhöfen und Bergwerken, bis er wieder als Ermittler in der Region Dnepropetrowsk tätig wurde. Seine Mordserie kam erst ans Licht, nachdem er vor den Augen von spielenden Kindern die 9 Jahre alte Katja entführt hatte, die Tochter eines Arbeitskollegen. Als er auf die Beerdigung von Katja ging, erkannten ihn die anderen Kindern, als den Entführer von Katja. Tkach wurde in seinem Haus verhaftet, der die Beamten mit dem Satz: „Seit zwanzig Jahren warte ich, dass ihr zu kommt“ begrüßte. Im Verhör gestand Tkach, der nach eigenen Angaben Söldner im Afghanistan-Krieg gewesen war, dass er mehr als 100 Menschen getötet hatte. Jedoch konnten ihm nur 36 Morde nachgewiesen werden. Als Motiv nannte er, dass er seine inkompetenten Kollegen blamieren wollte. Dann wieder, dass er einen Hass auf Frauen hatte, um dann einfach zu betonen, dass er aus Spaß getötet hatte. Tkach, der keinerlei Reue gegenüber seinen Opfern bekundete, forderte aber für sich die Todesstrafe. Da die Ukraine diese abgeschafft hatte, wurde er im Prozess, der seit 2007 stattfand, zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 4. November 2018 verstarb Tkach im Alter von 66 Jahren an Herzversagen. Tragischerweise wurden über 10 Männer zu Unrecht für die Verbrechen von Tkach verurteilt. Einer von ihnen beging sogar Suizid. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der russischen Stadt St. Petersburg. 🙂










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