In den dunklen Gassen der italienischen Stadt Genua, wo die Schatten der Vergangenheit zu tanzen scheinen, lebte einst ein Mann, der die Grenzen des Grauens weit überschritt. Sein Name war Maurizio Minghella, der als eines der abscheulichsten Monster in die italienische Kriminalgeschichte einging. Maurizio wurde am 16. Juli 1958 in Genua geboren, dessen Kindheit von Armut und Gewalt geprägt war, da der neue Partner seiner Mutter ihn permanent körperlich schwer misshandelte. Maurizio brach schließlich die Schule ab, da er mit 12 Jahren immer noch die erste Klasse besuchte. Dort war er aufgrund seiner Gewaltausbrüche gegenüber seiner Mitschüler immer wieder negativ aufgefallen, weshalb diese ihn mieden. Schon früh geriet Maurizio auf die schiefe Bahn, der Motoroller, Motorräder und Autos klaute. Anno 1977 heiratete er die erst 15 Jahre alte Rosa Manfredi, die aufgrund ihrer Depressionen abhängig von Psychopharmaka war. Beide lebten in bescheidenen Verhältnissen in Val Polcevera. Maurizio war kein guter Ehemann, da er ständig seine Ehefrau mit Prostituierten betrog. Neben Boxen galt seine Leidenschaft der Discomusik, was ihm den Beinamen „Travaolta von Val Polcevera“ einbrachte. Maurizio selbst kämpfte wegen den körperlichen Misshandlungen und dem frühen Tod seines Bruder, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen war, gegen seine inneren Dämonen. Anno 1978 erfuhr er bei einem Besuch der psychiatrischen Klinik der Universität Genua, das sein IQ bei 70 lag. Der durchschnittliche Intelligenzquotient liegt bei 100. Maurizio war 20 Jahre alt, als er seinen ersten Mord beging. Sein Opfer war die Prostituierte Anna Pagano, die von einem Hirten mit zertrümmerten Schädel und Kugelschreiber im Anus in der Gemeinde Sant ´Olcese gefunden worden war. Nach seinem ersten Mord hatte Maurizio Blut geleckt, der noch weitere vier Prostituierte brutal ermordete. Am 3. April 1981 wurde er vom Schwurgericht Genua wegen fünffachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, die er im Hochsicherheitsgefängnis Porto Azzurro verbüßen sollte. Doch Maurizio beteuerte vehement seine Unschuld. Er überzeugte Andrea Gallo, der Priester der Bürger, eine Revision des Verfahrens zu beantragen und so kam es, dass Maurizio 1995 in das Vallette-Gefängnis nach Turin verlegt wurde, wo er in den offenen Vollzug kam. Dort trat er der Rehabilitationsgemeinschaft von Luigi Ciotti bei. Dadurch kam er in die Abele-Gruppe, wo er von 9 bis 17 Uhr als Tischler arbeiten durfte. Nur zwei Jahre später verübte er erneut eine skrupellose Mordserie an Prostituierten, weshalb die Prostituierten in Genua um ihr Leben fürchteten. In den Medien wurde ausführlich über die Taten des sogenannten „Monsters von Genua“ berichtet, der die Prostituierten durch Strangulation getötet und vorher sexuell missbraucht hatte. Nach jahrelanger Jagd gelang es den Ermittlern schließlich Maurizio zu fassen, der am 7. März 2001 verhaftet wurde. Die DNA-Spuren, die am Tatort der ermordeten Prostituierten gefunden wurden, hatten ihn eindeutig als Täter identifiziert. Nach zwei Fluchtversuchen kam es zu einem Prozess, der zu einem der spektakulärsten in der Geschichte Italiens zählt. Maurizio wurde am 4. April 2003 vom Turiner Schwurgericht für den Mord an der Prostituierten Motoc zu lebenslanger Haft und für die Morde der beiden Sexarbeiterinnen Guido und H´Didou zu 30 Jahren Haft verurteilt. Diese Urteil begrüßte die Öffentlichkeit. Viele hatten zuvor sogar die Todesstrafe für das „Monster von Genua“ gefordert. Im März 2017 wurde Maurizio vom italienischen Kassationsgerichtshof für den Mord an der Prostituierten Floreta Islami zu 30 Jahren Haft verurteilt, somit wird er den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen müssen. Seine Strafe verbüßt er im Gefängnis in Pavia. Auch heute, Jahre nach seiner Verurteilung, ist Maurizio in Italien eine berüchtigte Figur, über den zahlreiche Bücher, Dokumentationen und Filme erschienen sind. Manche sehen in dem Monster von Genua sogar eine Art Anti-Held, der die Grenzen des Menschlichen auslotet. Doch für die Opfer und ihre Angehörigen bleibt Maurizio ein Monster, der ihr Leben für immer zerstört hat. Seine Taten haben tiefe Narben in der Seele der Menschen und der Stadt Genua hinterlassen, die bis heute nicht verheilt sind. So bleibt Maurizio eine der dunkelsten Figuren in der Geschichte Italiens. Maurizio ist ein warnendes Beispiel dafür, wozu der Mensch fähig ist, wenn das Böse die Oberhand gewinnt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der italienischen Hafenstadt Neapel. 🙂













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