Die Geschichte von Céline Lesage ist eine jener Erzählungen, die einem den Atem raubt. Céline Lesage tötete 6 ihrer neugeborenen Babys von 2000 bis 2007, deren Leichen sie in Müllsäcke steckte und im Keller verwesen ließ. Doch wie konnte es nur dazu kommen, dass Céline nicht nur heimlich ihre Schwangerschaften austrug, sondern auch ihre eigenen Babys umbrachte und damit ein düsteres Licht auf das Thema Mutterliebe und Verbrechen warf ?! Lesage war zwischen 2000 und 2007 für die Geburt ihrer Kinder verantwortlich, doch die Umstände, unter denen diese Babys zur Welt kamen, sind mehr als nur tragisch, vielmehr sie sind erschütternd. In einer Zeit, in der die Welt auf die Schönheit des Neuanfangs blickt, wurden diese kleinen Leben durch die Hände ihrer eigenen Mutter ausgelöscht, was ihr den Beinamen „Killer-Mom“ in den Medien einbrachte. Vier der Babys wurden erstickt, in dem Céline ihre Hand auf ihren Mund legte, während zwei Babys, die sich heftig wehrten durch eine dünne Schnur erwürgt wurden. Es ist kaum zu begreifen, wie eine Mutter, die normalerweise als Beschützerin ihrer Kinder gilt, zu einem solchen Verbrechen fähig ist. Die Geschichte beginnt im Jahr 2007, als ihr neuer Freund Luc Margueritte am 19. Oktober in den Keller der Wohnung in Valognes ging, die er mit Lesage teilte. Dort fand er die verwesten Leichen der sechs Babys, darunter befand sich auch die Leiche seines eigenen Kindes, von dem er nichts wusste, was zu einem der abscheulichsten Mordfälle in der französischen Kriminalgeschichte führte. Die Entdeckung war so beunruhigend, dass sie landesweit für Schlagzeilen sorgte und die Nation in Angst und Entsetzen versetzte. Wie konnte es so weit kommen? Lesages Leben bis zu diesem Zeitpunkt war nicht unproblematisch. Sie hatte eine schwierige Kindheit und kämpfte mit Problemen, die viele als Tabu betrachten. Es wurde viel über ihre psychische Gesundheit spekuliert, und Experten diskutierten darüber, welche Rolle diese möglicherweise bei ihren Taten gespielt haben könnte. Hat sie die Verantwortung für ihre Handlungen wirklich verstanden? War sie in der Lage, die Tragweite ihres Handelns zu begreifen? Diese Fragen blieben auch nach ihrem Urteil bestehen. Céline selbst gab an, dass sie von ihrem Ex-Partner, dem 39 Jahre alten Klempner Pascal Catherine, mit dem sie einen Sohn im Teenageralter hatte, misshandelt worden sei. Aus diesen Gründen verschwieg sie ihm die fünf Schwangerschaften. Im Zuge der Ermittlungen wurde auch gegen Pascal Catherine 2007 Anklage erhoben, jedoch wurde er von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen, dem keinerlei „herrschsüchtige Haltung“ nachgewiesen werden konnte. Im Jahr 2010 wurde Céline Lesage schließlich wegen Mordes an ihren 6 Babys angeklagt und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Céline selbst gab den Mord an ihren Babys zu, konnte aber nicht erklären, warum sie diese getötet hatte. Während des Prozesses am Gericht der nordfranzösischen Stadt Coutances waren viele Menschen tief bewegt und entsetzt über die Taten einer Frau, die doch immer die Zuhörerin und die Sympathieträgerin sein wollte. Ihr Fall rief intensive Diskussionen über Mütterlichkeit, psychische Erkrankungen und das Rechtssystem hervor. Der Fall Lesage ist nicht der einzige seiner Art, aber er sticht durch seine Grausamkeit und die Umstände hervor, die dazu führten. Viele Menschen fragen sich, was dies für die Gesellschaft bedeutet. Ist es ein Zeichen dafür, dass wir als Gesellschaft nicht ausreichend auf die Bedürfnisse von Schwangeren und Müttern achten? Oder war Lesages Verhalten einfach unverständlich, ein Beispiel für den extremen Abgrund menschlicher Psyche? Während Lesage hinter Gittern sitzt, bleibt die Frage im Raum: Was wird mit all den Erinnerungen und der Trauer, die ihre Taten hinterlassen haben? Der Fall wirft einen Schatten auf die Vorstellung von der heiligen Bindung zwischen Mutter und Kind und erinnert uns daran, dass das Böse manchmal ganz nah ist. Doch es gibt auch die andere Seite – die Unterstützung von Fachleuten, die Hilfe anbieten sollten, bevor es zu spät ist. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir beginnen, uns um die psychische Gesundheit von Eltern, insbesondere oft alleinstehenden Müttern, noch mehr zu kümmern. Insgesamt zeigt uns die Geschichte von Céline Lesage, wie kompliziert und vielschichtig die Themen Liebe, Hass und die menschliche Psyche sind. Es ist ein dunkles Kapitel, das uns mahnen sollte, aufmerksam zu sein auf das, was hinter geschlossenen Türen geschieht. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der französischen Hafenstadt Le Havre. 🙂






























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