Auf den Spuren der Bestie: Die grausamen Taten von Steven Judy und sein blutiges Ende auf dem elektrischen Stuhl.

Ein amerikanischer Massenmörder war Steven Timothy Judy, dessen spektakulärer Mordprozess zur Wiedereinführung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Indiana führte. Doch wer war dieser brutale und reuelose Mörder, der selbst vor kleinen Kindern keinen Halt machte? Steven Timothy Judy wurde am 24. Mai 1956 in Indianapolis geboren, dessen Leben von Anfang an von Gewalt und Chaos geprägt war. Er wuchs in einer dysfunktionalen Familie auf, in der Gewalt, Alkohol und Gesetzesverstöße an der Tagesordnung waren. Sein Vater, Vernon Eugene Judy, war häufig im Gefängnis, und seine Mutter, Myrtle Louella, brachte eine Reihe von Liebhabern mit nach Hause. Im Alter von zwölf Jahren begann Steven zu stehlen, Alkohol zu trinken und hatte seine ersten sexuellen Erfahrungen. Im Alter von 13 Jahren gelang es ihm, unter dem Vorwand, Pfadfinder-Tickets zu verkaufen, Zugang zu Carol Emigs Wohnung zu erhalten. Aber statt Tickets zu verkaufen, griff er sie brutal an, um Carol zu vergewaltigen. Doch diese wehrte sich heftig, weshalb er in Rage 42 Mal mit einem Messer auf sie einstach, bis es zerbrach. Dann schlug er ihr mit einer Axt ihren Schädel ein und schnitt ihr einen Finger ab. Wie durch ein Wunder überlebte Carol die schwere Attacke. Blutüberströmt ging Steven nach Hause und log seine Schwester an, er sei angegriffen worden. Die Polizei verhaftete ihn, nachdem er das Verbrechen gestanden hatte, und brachte ihn zunächst in ein Jugendzentrum und später in das Central State Hospital in Indiana. Im Alter von 15 Jahren wurde Steven in die Obhut der Pflegefamilie Carr gegeben. Dort schien sich sein Verhalten zunächst zu stabilisieren, doch schon bald zerstörte er alle Hoffnungen erneut, indem er obszöne Anrufe tätigte. Als seine Pflegemutter dies entdeckte, flüchtete Steven mit dem neuen Auto der Familie, das er dann in Illinois zu Schrott fuhr. Nach diesem Vorfall folgten weitere Übergriffe. Im Juli 1975, im Alter von 19 Jahren, griff er Susan McFadgen an, die dank des Eingreifens von Passanten glücklicherweise dem Tod und einer Vergewaltigung entging. Trotz seines brutalen Verbrechens verbrachte Steven weniger als zwei Jahre im Gefängnis. Während seiner Zeit in Freiheit fand er erneut Zuflucht bei den Carrs und beging im April 1977 ein weiteres schweres Verbrechen, indem er Pamela Barger entführte und bedrohte. Ihr gelang die Flucht und sie gab der Polizei eine detaillierte Beschreibung von Steven, was zu seiner Verhaftung führte. Steven verbrachte mehrere Monate in U-Haft. Doch es kam zu keiner erneuten Verurteilung, obwohl er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hatte. Am 28. April 1979 erreichte Steven Judy den Höhepunkt seiner Grausamkeit. Drei Pilzsammler in der Nähe von White Lick Creek machten eine grausige Entdeckung, indem sie die fast nackte Leiche einer Frau fanden. Sie alarmierten sofort die Polizei, die am Tatort noch die Leichen von drei Kindern entdeckten. Die Frau entpuppte sich als die 22 Jahre alte Terry Lee Chasteen, die mit ihren drei Kindern, der 5 Jahre alten Misty Ann, dem 4 Jahre alten Stephen Michael und dem 2 Jahre alten Mark Louis auf unvorstellbare Weise ermordet worden waren. Terry selbst war mit ihren eigenen Stofffetzen ihres Kleides gefesselt, anschließend vergewaltigt, erwürgt und dann in den Fluss geworfen worden, während ihre Kinder ertränkt worden waren. Die Ermittlungen führten die Polizei schließlich zu Steven Judy, der in einem auffälligen Lastwagen von Robert Carr gesehen worden war. Sowohl Zeugenaussagen als auch forensische Beweise machten Steven zum Hauptverdächtigen, obwohl dieser zunächst ein Alibi von seiner Freundin vorweisen konnte. Der Prozess gegen Steven Judy begann am 1. Januar 1980. Die Staatsanwaltschaft legte überwältigende Beweise gegen ihn vor, obwohl Steven sich zunächst aufgrund von Unzurechnungsfähigkeit für nicht schuldig erklärte. Aber seine eigene Aussage vor Gericht, in der er die Verbrechen detailliert beschrieb, zeigte eindeutig seine Schuld. Es dauerte nicht lange, bis die Jury ihn in vier Fällen des Mordes ersten Grades für schuldig befand. In einer überraschenden Wendung der Ereignisse bat Steven selbst um die Todesstrafe. Er argumentierte, dass er nicht mehr rehabilitierbar und ein weiteres Verbrechen unvermeidlich sei. Die Jury gab seinem Antrag statt und empfahl einstimmig die Todesstrafe. Am 25. Februar 1980 wurde Steven Judy von Richter Jeffrey Boles offiziell zum Tod durch den elektrischen Stuhl verurteilt. Nach einer Reihe erfolgloser Berufungen und Gnadengesuche wurde das Urteil schließlich bestätigt. Am Abend des 8. März 1981 aß Steven Judy seine letzte Mahlzeit, die aus Rinderrippen, Hummerschwänze, Ofenkartoffeln und Salat bestand. Trotz seines bisherigen Mutes schwankte er kurz vor der Hinrichtung und äußerte Zweifel. Zur Beruhigung bekam er vor seiner Hinrichtung eine 10-Milligramm-Valium-Injektion. Wenige Minuten vor Mitternacht betrat er mit fester Stimme die Hinrichtungskammer, wo er um 00:11 Uhr seinen letzten Atemzug tat. Gefängnisdirektor Jack Duckworth gab das Signal, und Steven Judy wurde durch zwei Stromstöße hingerichtet. Zuerst wurden im 2300 Volt für 10 Sekunden und dann 500 Volt für 20 Sekunden verpasst. Um 00:16 Uhr wurde er offiziell für tot erklärt. Vor den Toren des Gefängnisses hielten Menschen eine Mahnwache mit Kerzen ab, während andere „Burn Judy!“ (Verbrennt Judy!) riefen. Trotz aller Meinungsverschiedenheiten über die Todesstrafe blieb eines unbestritten: die Brutalität seiner Verbrechen und das Schicksal seiner unschuldigen Opfer. Steven Timothy Judy wird auch mit dem Mord an der 20 Jahre alten Theaterstudentin Ann Harmeier in Verbindung gebracht. Diese verschwand am 12. September 1977 auf dem Nachhauseweg nach Bloomington, deren Auto mit einer Panne an der State Road 37 in Martinsville gefunden wurde. Ihre Leiche wurde 5 Wochen später in einem Maisfeld gefunden. Ann Harmeier war wie Terry Chasteen vergewaltigt und erdrosselt worden. Bis heute gilt ihr Fall als ungelöst. Steven Judy hingegen ruht nach seiner Hinrichtung auf dem Floral Park Cemetery in Indianapolis. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Indianapolis. 🙂

 


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!