Frederick Bailey Deeming: Der blutrünstige Serienmörder aus Melbourne, der lange als der „Jack the Ripper“ galt

Die Geschichte von Frederick Bailey Deeming, einem skrupellosen Hochstapler und Serienmörder, schockierte Ende des 19. Jahrhunderts die Welt und bleibt bis heute ein düsteres Kapitel der Kriminalgeschichte. Am 23. Mai 1892 wurde Deeming, der lange Zeit verdächtig wurde, der legendäre Jack the Ripper zu sein, im Melbourne Gefängnis in der britischen Kolonie Victoria in Australien, hingerichtet. Seine Verbrechen und ihre grauenhaften Details hinterließen tiefe Spuren des Entsetzens in den Köpfen vieler Menschen. Deeming, der unter dem Deckmantel von Reichtum und vornehmer Herkunft operierte, ermordete seine zweite Frau Emily Mather in Melbourne. Ihr entblößter Körper wurde mit einem zertrümmerten Schädel und durchgeschnittener Kehle unter dem Kamin ihres gemieteten Hauses in Windsor entdeckt. Doch dies war nur die Spitze des Eisbergs. Als Emilys Mutter in England über den grausamen Tod ihrer Tochter informiert wurde, erinnerte sie sich an das Haus in Rainhill bei Liverpool, das Deeming, damals noch unter einem anderen Namen, bewohnt hatte. Das führte zur grauenvollen Entdeckung der Überreste seiner ersten Frau Marie sowie ihrer vier Kinder, die zerstückelt und in Beton unter den Dielen vergraben waren. Deeming führte eine wahre Odyssee des Schreckens durch, bevor er schließlich am 11. März 1892 in Perth unter dem Decknamen Baron Swanston verhaftet wurde. Die Presse, bestrebt nach Sensationen, überschlug sich sofort mit Spekulationen und zog Vergleiche zu Jack the Ripper. Tatsächlich hatte Deeming während des Transports nach Victoria zwei Morde in Whitechapel gestanden, was die Gerüchteküche weiter anheizte. Die Parallelen waren frappierend. Deemings Handschrift wurde mit jener des Rippers verglichen, und es kursierten Berichte über seine Bekanntschaft mit Catherine Eddowes, einem der Ripper-Opfer. Sogar eine Londoner Schneiderin behauptete, ihn am Abend von Eddowes‘ Ermordung gesehen zu haben. Doch zum Zeitpunkt der Morde von Jack the Ripper hielt sich Deeming nachweislich in Südafrika auf, obwohl dieser in Gesprächen mit Ärzten im Melbourne-Gefängnis offenbarte, dass er Prostituierte töten wollte, um Rache für eine Syphilis-Infektion zu nehmen, die sein Leben ruiniert hatte. Seine Aussagen, durchdrungen von Hass und Zorn, verstärkten die Überzeugung, dass hier ein echtes Monster gefangen war. Durch Deemings Leben zogen sich rote Fäden der Gewalt und des Wahnsinns. Er wurde am 30. Juli 1853 in Ashby de la Zouch als jüngstes von sieben Kindern des Kupferschmieds Thomas Deeming und dessen Ehefrau Ann geboren. Schon früh erhielt Deeming aufgrund seines auffälligen Verhaltens den Spitznamen „Mad Fred“. Deemings Vater war äußerst gewalttätig, der geisteskrank in einem Armenhaus starb, nachdem er sich viermal versucht hatte, die Kehle durchzuschneiden. Deemings brutale Kindheit könnte seine psychische Instabilität erklären. Im Alter von 16 Jahren heuerte Deeming auf einem Schiff an, der seit seinem 18. Lebensjahr an Epilepsie litt. Am 28. Februar 1881 ging er mit Marie James in Tranmore den Bund fürs Leben ein. Um Geld zu verdienen arbeitete er in Sydney als Klempner und Gasinstallateur, ehe er im April 1882 wegen des Diebstahls von 8 Gasbrennern zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt wurde. Im Juli zog Marie James zu Deeming nach Sydney, mit der er 4 Kinder zeugte. Im Jahr 1887 erhielt er wegen Insolvenzverschleppung eine erneute Gefängnisstrafe von 14 Tagen. Nach seiner Entlassung hielt er sich in Kapstadt auf, wo er unter dem Namen Harry Lawson an Diebstählen und Betrügereien beteiligt war. Nach seiner Rückkehr heiratete er am 18. Februar 1890 in England Helen Matheson. Kurz darauf wurde er in Montevideo wegen seiner Betrügereien verhaftet und ausgeliefert. Nach neunmonatiger Haft kehrte er zu seiner ersten Ehefrau Marie zurück. Er mietete unter dem Namen Albert Oliver Williams die Dinham Villa in Rainhill. Deeming lebte ein Leben voller Täuschung und Mordlust. Mit seinem charismatischen Auftreten und cleveren Lügen betörte er Frauen und nutzte sie gnadenlos aus. Nachdem er seine eigene Familie in England auf grausame Weise beseitigt hatte, in dem er sie mit einem primitiven Beil getötet und sie unter einem Betonsockel begraben hatte, ehelichte er am 22. September 1891 Emily Lyder Mather. Nach einem rauschenden Fest, reiste das Paar mit dem Schiff Kaiser Wilhelm II. nach Melbourne, wo Deeming ein Haus in der Andrew Street 57 in Windsor mietete. Dort erschlug er um Weihnachten Emily, schnitt ihr die Kehle durch und begrub sie unter dem Kamin im zweiten Schlafzimmer.  Am 3. März 1892 wurde durch den üblen Gestank der Leichnam von Emily Lyder Mather entdeckt, so dass das Schicksal seinen Lauf nahm und Deeming verhaftet und vor Gericht gestellt wurde. Deeming war kein gewöhnlicher Mörder. Seine Verbrechen waren durchdacht und hatten immer einen klaren Zweck. Trotzdem bestand erheblicher Zweifel daran, dass er Jack the Ripper war, da dessen Morde scheinbar ohne Vorbedacht und zufällig waren. Im Verlauf seines Prozesses in Melbourne bemühten sich seine Anwälte, darunter der spätere Premierminister Alfred Deakin, um Schadensbegrenzung. Sie plädierten auf Unzurechnungsfähigkeit, da Deeming behauptete, dass der Geist seiner verstorbenen Mutter ihn gezwungen habe, die Morde zu begehen. Doch die sensationsgierige Presse machte jeden Versuch zunichte. Die öffentliche Aufmerksamkeit war so immens, dass über zehn Tausend Menschen bei der Gerichtsverhandlung in Rainhill auftauchten und Extra-Zugverbindungen eingerichtet werden mussten. Selbst in seinen letzten Tagen gab Deeming nicht auf, sich in Szene zu setzen. Er schrieb hektisch seine Memoiren und ließ durchblicken, dass er hohe Persönlichkeiten kannte. Kurz vor seiner Hinrichtung versuchten ein Arzt und ein Geistlicher, ihm ein Geständnis zu Jack the Ripper zu entlocken, doch Deeming schwieg – wohl wissend, dass das Rätsel um seine Person sein Vermächtnis nur weiter mystifizieren würde. Am Tag seiner Hinrichtung versammelten sich zwölf Tausend Zuschauer vor dem Gefängnis, um den Mann zu sehen, der so viel Leid verursacht hatte. Nach der Exekution wurde eine Totenmaske erstellt und an Scotland Yard geschickt. Frederick Bailey Deeming mag geheime Identitäten und finstere Pläne gehabt haben, doch er war definitiv ein Monster seiner Zeit, das keine Gnade kannte und dessen Verbrechen auch Jahrzehnte später noch schockieren und erschüttern. Dir wünsche ich nach dieser spannenden True Crime Story viel Freude mit meinen Fotos von Melbourne. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!