Die blutige Spur der „Amazonen-Bande“: Eine Familie auf Mordtour durch Russland

Als russische Ermittler im September 2013 die sogenannte „Amazonen-Bande“ festnahmen, entfaltete sich ein Albtraum, den niemand für möglich gehalten hätte. Was zunächst wie eine Reihe scheinbar zufälliger Verbrechen aussah, entpuppte sich als das blutige Werk einer sechs Jahre andauernden Mordserie. Verantwortlich dafür war eine Gruppe von Tätern, die nicht nur kaltblütig und skrupellos handelte, sondern die Menschen auch dadurch schockierte, dass es sich um eine Familie handelte. Angeführt wurde die Bande von Inessa Tarverdiyeva, einer ehemaligen Kindergärtnerin, die gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann, Roman Podkopaev, und ihren beiden Töchtern, Viktoria und Anastasiya, Morde und Raubüberfälle beging. Zwischen 2007 und 2013 verübte diese grausame Familie mindestens 30 Morde sowie zahlreiche Einbrüche und Raubüberfälle in Südrussland, vor allem in den Regionen Rostow und Stawropol. Sie führten ihre Verbrechen mit einer Kaltblütigkeit und Präzision aus, die Ermittler und Öffentlichkeit gleichermaßen schockierte. Doch wer waren diese Menschen, was trieb sie dazu, diese Verbrechen zu begehen, und warum konnten sie so lange unentdeckt agieren? Die Ursprünge der kriminellen Bande liegen in der Lebensgeschichte ihrer Anführerin Inessa Tarverdiyeva. Als ausgebildete Kindergärtnerin führte sie einst ein scheinbar normales Leben, bis sie aus bis heute ungeklärten Gründen begann, kriminelle Neigungen zu entwickeln. Ihr erster Ehemann, Arzu Tarverdiyev, ein Angestellter bei einem Stromversorger, starb unter mysteriösen Umständen, angeblich war er das erste Opfer von Inessa Tarverdiyeva und ihrem späteren Ehemann Roman Podkopaev. Nach seinem Tod heiratete sie den 10 Jahre jüngeren Zahnarzt Roman Podkopaev, der neben seinem Beruf eine zentrale Rolle bei den kriminellen Aktivitäten der Familie spielte. Zusammen mit ihren Töchtern Viktoria, die aus ihrer ersten Ehe stammte, und Anastasiya, der gemeinsamen Tochter mit ihrem zweiten Ehemann Roman sowie weiteren Familienmitgliedern bildeten die Täter eine Bande, deren kriminelle Machenschaften die Menschen in ganz Südrussland in Angst und Schrecken versetzten. Ihre Tochter Viktoria, damals 25 Jahre alt, und die erst 13-jährige Anastasiya wurden schon in jungen Jahren in die Machenschaften der Familie hineingezogen. Auch Roman Podkopaevs Schwester, Anastasiya Sinelnik, und ihr Ehemann Sergei Sinelnik, ein ehemaliger Polizeibeamter, gehörten zum Kreis der Verschwörer und spielten eine aktive Rolle bei der Ausführung und Vertuschung der Verbrechen. Der Name „Amazonen-Bande“ stammt übrigens nicht von der Familie selbst, sondern wurde von den Medien geprägt. Er entstand, nachdem in der Nähe eines Tatorts ein Messer mit der Gravur „Meine Lieblingsamazonin“ gefunden wurde, das später fälschlicherweise der Gruppe zugeschrieben wurde. Die Verbrechen der Familie Tarverdiyeva begannen spätestens im Jahr 2007 – einigen Quellen zufolge waren sie bereits seit 1998 aktiv. Ihre abscheulichen Taten reichten von bewaffneten Raubüberfällen bis hin zu Mord und Folter. Oft schienen sie ihre Opfer willkürlich auszuwählen, wobei Polizeibeamte besonders häufige Ziele ihrer Angriffe waren. Das wohl bekannteste und grausamste Verbrechen ereignete sich am 8. Juli 2009: Die Bande überfiel die Chudakovs, eine vierköpfige Familie, die mit ihrem Auto am Straßenrand geparkt hatte. Der Vater, Dmitry Chudakov, war ein hochrangiger Polizeibeamter. Die Eltern und ihr siebenjähriger Sohn wurden mit einer halbautomatischen Saiga-Schrotflinte erschossen. Ihre elfjährige Tochter Veronika wurde jedoch nicht sofort getötet – sie erlitt 37 Stichwunden, bevor auch ihr das Leben genommen wurde. Anschließend raubten die Täter die Familie aus; dabei ließen sie den Schmuck unberührt, machten sich jedoch mit Waren im Wert von rund 950 britischen Pfund in Form von Elektronikartikeln und persönlichen Gegenständen aus dem Staub. Bei den Verbrechen der Bande zeichnete sich ein Muster ab: Viele ihrer Taten fanden entlang von Landstraßen oder in ländlichen Gebieten statt. Immer wieder überfielen sie Reisende, Familien oder Einzelpersonen, die nachts unterwegs waren. Ihre Vorgehensweise war besonders heimtückisch: Oft nutzten sie absichtlich manipulierte Straßensperren oder verursachten Pannen, um ahnungslose Autofahrer in die Falle zu locken. Die Opfer wurden in der Regel erschossen; in einigen Fällen wurden sie zudem brutal erstochen. Späteren Geständnissen zufolge war es vor allem Inessas Ehemann Roman, der die Morde ausführte, obwohl die gesamte Familie anwesend war und in einigen Fällen aktiv daran beteiligt war. In einem besonders abscheulichen Fall im Jahr 2010 missbrauchten sie zwei junge Mädchen, bevor sie diese ermordeten. Berichten zufolge handelte es sich bei den Opfern um Inessas Patentochter und deren Freundin. Dieses Verbrechen verdeutlicht die Grausamkeit und emotionale Verrohung, zu der die Bande fähig war. Obwohl Inessa gestand, Erwachsene getötet zu haben, bestritt sie, Kinder ermordet zu haben. Sie behauptete, es sei ihr Ehemann gewesen, der diese schreckliche Tat begangen habe. Die „Amazonen“-Bande agierte jahrelang unentdeckt. Dies lag nicht zuletzt daran, dass ihr Netzwerk gut organisiert war. Sergei Sinelnik, ein ehemaliger Polizeibeamter, spielte dabei eine Schlüsselrolle: Er versorgte die Familie mit Informationen über Polizeieinsätze und potenzielle Ziele. Darüber hinaus dienten Campingausflüge in die Region Rostow als Tarnung für ihre kriminellen Aktivitäten. Letztendlich führte jedoch ein missglückter Einbruch zur Entlarvung der Bande. Am 8. September 2013 überfielen Roman Podkopaev und seine Stieftochter Viktoria das Haus eines pensionierten Offiziers in Aksai. Obwohl sie kaum Beute machten – es gelang ihnen lediglich, Kerzen, Alkohol und Essensreste zu stehlen –, wurde die Polizei alarmiert. Kurz darauf wurden Podkopaev und Viktoria an einer Straßensperre angehalten, wo der skrupellose Familienvater das Feuer eröffnete. Bei dem darauf folgenden Schusswechsel wurde ein Polizeibeamter getötet und ein weiterer schwer verletzt. Podkopaev selbst kam ums Leben, während Viktoria zwar fliehen konnte, jedoch so schwer verletzt war, dass sie kurz darauf festgenommen wurde. Nach der Festnahme von Inessa und ihrer jüngeren Tochter Anastasiya entdeckten die Ermittler schließlich ein Versteck des Clans, das voller Waffen, Munition, Diebesgut und anderer Beweismittel war. Die Gerichtsverfahren bezüglich der Verbrechen der „Amazonen-Bande“ zogen sich über mehrere Jahre hin. Während des Prozesses wirkte Inessa Tarverdiyeva fast stolz auf ihre Taten. Sie gab offen zu, dass sie Polizeibeamte aus tiefsitzendem Hass getötet hatte, und zeigte, wenn überhaupt, nur oberflächliche Reue. Stattdessen bezeichnete sie sich selbst als „geborene Gangsterin“. Im Jahr 2017 wurden die Bandenmitglieder erstmals verurteilt: Inessa Tarverdiyeva wurde zu 21 Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt. Ihre Tochter Viktoria Tarverdiyeva wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt. Anastasiya Sinelnik, Podkopaevs Schwägerin, erhielt eine Haftstrafe von 19 Jahren, während ihr Ehemann Sergei zu 20 Jahren verurteilt wurde. Die Urteile wurden jedoch im Jahr 2023 überprüft und verschärft. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, dass die verhängten Strafen der Schwere der Verbrechen nicht gerecht würden. Letztendlich wurden die Hauptakteure, darunter Inessa, Viktoria und Anastasiya, zu 25 Jahren Haft in Strafkolonien verurteilt. Sergei Sinelnik wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Obwohl die Täter nun hinter Gittern sitzen, bestehen Zweifel daran, ob alle ihnen zur Last gelegten Verbrechen tatsächlich von der Bande begangen wurden. Insbesondere im Fall der Familie Chudakov äußerte die Mutter des Opfers öffentlich ihre Zweifel daran, dass die Bande der „Amazonen“ dafür verantwortlich sei. Es wird vermutet, dass einige der Beweise gefälscht wurden, um ungelöste Fälle der Bande anzuhängen. Eine unabhängige Untersuchung von Journalisten der „Nowaja Gaseta“ legt nahe, dass einige der Beweise gegen die Familie zumindest fragwürdig sind. Kritiker werfen den russischen Sicherheitsbehörden zudem vor, die Verbrechensserie nicht früher erkannt und gestoppt zu haben. Besonders schockierend ist, dass ein Mitglied der Bande selbst Polizeibeamter war und dazu beitrug, die Ermittlungen zu behindern. Experten zufolge könnten solche Lücken im System verhindert werden, wenn die internen Kontrollmechanismen innerhalb der russischen Polizei reformiert würden. Die Geschichte der „Amazonen“-Bande hat Russland bis ins Mark erschüttert. Sie veranschaulicht die Brutalität und Skrupellosigkeit, zu der Menschen fähig sind – selbst innerhalb familiärer Strukturen. Darüber hinaus verdeutlicht der Fall Missstände innerhalb der Justiz und der Polizei, die ebenfalls kritisch hinterfragt werden müssen. Auch Jahre nach der Festnahme beschäftigen die Verbrechen der Familie nicht nur die russische Öffentlichkeit, sondern auch Experten weltweit. Die Frage nach dem „Warum“ bleibt unbeantwortet. Was treibt eine Familie dazu, gemeinsam solche Gräueltaten zu begehen? Psychologen und Kriminologen diskutieren verschiedene Theorien, die vom Einfluss einer manipulativen Anführerin bis hin zur Abstumpfung durch eine perverse Familienstruktur reichen. Eines ist sicher: Die „Amazonen-Bande“ hat ein dunkles Kapitel in der russischen Kriminalgeschichte geschrieben, das so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von St. Petersburg. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!