Alaskas „Butcher Baker“: Wie Robert Hansen Frauen in die Wildnis lockte und sie jagte



Auf den ersten Blick war Robert Hansen ein unscheinbarer Geschäftsmann: Bäcker, Familienvater, erfolgreicher Jäger und Besitzer eines Kleinflugzeugs. Doch hinter dieser Fassade verbarg sich einer der berüchtigtsten Serienmörder der US-Geschichte. Zwischen den frühen 1970er Jahren und 1983 entführte, misshandelte und ermordete Hansen zahlreiche Frauen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er für mindestens 17 Morde verantwortlich war; die tatsächliche Zahl könnte deutlich höher liegen. Seine Vorgehensweise machte den Fall besonders erschütternd: Er flog einige seiner Opfer in die abgelegene Wildnis Alaskas, ließ sie dort zurück – und jagte sie dann wie Wildtiere. Robert Christian Hansen starb 2014 im Alter von 75 Jahren in Haft. Seine Verbrechen verfolgen Alaska jedoch bis heute, nicht zuletzt, weil mehrere Frauen nach wie vor als mögliche Opfer gelten und einige Tatorte nie vollständig untersucht wurden. Doch wie konnte aus Hansen ein solches Monster werden, das es liebte Frauen wie Beute zu jagen? Hansen wurde am 15. Februar 1939 in Estherville im US-Bundesstaat Iowa geboren. Seine Eltern waren dänisch-amerikanischer Abstammung; die Familie zog später nach Pocahonta. Dort arbeitete Hansen in der Bäckerei seines Vaters. Im Rückblick beschrieben ihm nahestehende Personen ihn als äußerst schüchtern, zurückgezogen und sozial unsicher. Er stotterte, litt unter schwerer Akne und trug die Narben davon sein ganzes Leben lang. Schon früh fand er Zuflucht in Aktivitäten, die ihm ein Gefühl von Kontrolle und Anerkennung vermittelten: Jagen, Bogenschießen und später das Sammeln von Jagdtrophäen. Seine Beziehung zu seinem herrischen Vater soll schwierig gewesen sein. Während seiner Schulzeit fühlte sich Hansen nach eigenen Angaben gedemütigt und ausgegrenzt – ein Motiv, das später in psychiatrischen Gutachten und Ermittlungsakten auftauchte. Anno 1957 trat Hanson in die United States Reserve ein, wo er 1 Jahr lang diente. Danach arbeitete er in einer Polizeiakademie als Assistant Drill Instructor in Pocahaontas, wo er seine zukünftige Ehefrau kennen lernte. Im Jahr 1960 heiratete Hansen nicht nur zum ersten Mal, sondern er wurde auch zum ersten Mal wegen einer schweren Straftat verhaftet. Er hatte ein Schulbusdepot in Brand gesetzt, offenbar als Vergeltung für frühere Demütigungen während seiner Schulzeit. Er verbüßte etwa 20 Monate einer dreijährigen Haftstrafe. Während dieser Zeit diagnostizierten Fachärzte bei ihm eine manisch-depressive Erkrankung; Dokumente aus dieser Zeit beschrieben zudem psychotische Episoden und eine Persönlichkeit, die äußerst kindisch und rachsüchtig wirkte. Während seiner Haft ließ sich seine erste Ehefrau von ihm scheiden. Nach seiner Entlassung geriet Hansen weiterhin mit dem Gesetz in Konflikt. Er wurde wegen Diebstahlsdelikten verurteilt. Dennoch gelang es ihm, ein scheinbar geordnetes Leben aufzubauen. 1967 zog er mit seiner zweiten Frau Darla Marie Henrichsen nach Anchorage. Das Paar hatte zwei Kinder; Hansen eröffnete eine Bäckerei und galt in der Nachbarschaft als zuverlässig und beliebt. Gleichzeitig etablierte er sich als leidenschaftlicher Jäger und stellte lokale Jagdrekorde auf. Diese respektable Fassade trug maßgeblich dazu bei, dass die Warnsignale jahrelang nicht zu einem Gesamtbild zusammengefügt wurden. Bereits 1971 war Hansen wegen der Entführung und versuchten sexuellen Nötigung einer Frau festgenommen worden. Kurz darauf kam eine weitere Anklage hinzu: die Vergewaltigung einer Sexarbeiterin. Im Rahmen eines Strafvergleichs wurde die Anklage wegen Vergewaltigung fallen gelassen; Hansen bekannte sich in einem separaten Verfahren schuldig, eine Straftat unter Einsatz einer gefährlichen Waffe begangen zu haben. Er wurde zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, wurde jedoch nach wenigen Monaten in ein Arbeitsfreigangprogramm überführt und zog in eine Resozialisierungseinrichtung. Jahre später wurde er erneut wegen Diebstahls verurteilt. Auch dieses Urteil wurde nach einer gerichtlichen Überprüfung erheblich gemildert. Dieser Hintergrund ist für die nachfolgenden Ermittlungen von zentraler Bedeutung. Mehrere Frauen beschuldigten Hansen, doch ihren Aussagen wurde zunächst nicht das Gewicht beigemessen, das ihnen im Nachhinein zusteht. Viele seiner mutmaßlichen Opfer waren junge Frauen, Tänzerinnen oder Sexarbeiterinnen – Gruppen, deren Aussagen damals oft auf Vorurteile stießen. Hansen war sich offenbar bewusst, dass viele der Opfer befürchteten, nicht ernst genommen zu werden. Den Erkenntnissen der Ermittler zufolge suchte sich Hansen entweder gezielt Frauen aus oder beobachtete sie zuvor. Häufig lockte er sie mit Geldangeboten im Austausch für Sex, Gesellschaft oder angebliche Fotoshootings an. Sobald er sie in seinem Auto oder in seinem Haus hatte, bedrohte er sie mit einer Waffe, fesselte sie und missbrauchte sie. In mehreren Fällen endete die Gewalt damit noch nicht. Hansen nutzte die geografischen Gegebenheiten Alaskas aus: weite, unzugängliche Wälder, Flusslandschaften, Kiesgruben und abgelegene Gebiete, die oft nur per Boot oder Leichtflugzeug erreichbar waren. Er besaß eine Piper PA-18 Super Cub, ein leichtes Buschflugzeug, mit dem er Menschen weit außerhalb der Stadt brachte. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass Hansen einige Frauen in der Wildnis zurückließ und sie anschließend aufspürte. Zu den verwendeten Waffen gehörten Jagdgewehre, darunter ein Ruger Mini-14 im Kaliber .223, sowie Messer. Die Vorstellung, dass ein Täter seine Opfer nicht nur ermordete, sondern sie auch bewusst in eine Situation brachte, in der es so aussah, als könnten sie später entkommen, führte zu seinem Spitznamen: „Butcher Baker“. Der entscheidende Wendepunkt kam im Juni 1983. Die siebzehnjährige Cindy Paulson willigte ein, gegen Geld sexuelle Dienstleistungen zu erbringen. Hansen soll sie daraufhin mit einer Pistole bedroht, zu seinem Haus gebracht, gefesselt und vergewaltigt haben. Anschließend fuhr er sie zum Merrill Field, einem Flugplatz in Anchorage. Paulson war noch gefesselt, als Hansen begann, sein Flugzeug zu beladen. Sie nutzte einen kurzen Moment, in dem er unaufmerksam war: Hansen stand mit dem Rücken zu ihr. Paulson gelang es, aus dem Auto zu entkommen und auf die Sixth Avenue zu rennen. Ein vorbeifahrender Mann, Robert Yount, bemerkte ihren Zustand und half ihr. Kurz darauf wurde die Polizei informiert. Als die Ermittler Hansen befragten, stritt er alles ab. Er behauptete, Paulson wolle ihn erpressen. Sein ruhiges Auftreten, sein Beruf und ein von einem Bekannten vorgelegtes Alibi führten dazu, dass die Vorwürfe zunächst nicht sofort zu den notwendigen Maßnahmen führten. Dennoch wurde Paulsons Aussage später zum Kernstück des Falles. Sie hatte zudem Details genannt, die sich überprüfen ließen – darunter Handschellen, das Flugzeug und Gegenstände in Hansens Fahrzeug. Die Ermittler arbeiteten bereits an einer Reihe ungelöster Todesfälle. In den Gebieten um Anchorage, Seward und das Matanuska-Susitna-Tal waren die Leichen von Frauen gefunden worden. Dazu gehörte die Frau, die später als „Eklutna Annie“ bekannt wurde – und bis heute nicht identifiziert ist. Glenn Flothe, ein Beamter der Alaska State Troopers, vermutete einen Zusammenhang. Er wandte sich an den FBI-Profiler John E. Douglas, der später für seine Arbeit an der Entwicklung moderner Täterprofile bekannt wurde. Douglas entwarf ein Profil eines möglichen Täters: ein erfahrener Jäger, vermutlich mit geringem Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten im Umgang mit Frauen und dem Bedürfnis, Andenken aufzubewahren. Das Profil erwähnte zudem ein mögliches Stottern. Hansen passte auffallend gut zu dieser Beschreibung. Er war Jäger und Pilot, hatte eine dokumentierte Vorgeschichte von Gewalttaten und wurde durch Paulsons Aussage belastet. Ende Oktober 1983 durchsuchten die Ermittler sein Haus, seine Fahrzeuge und sein Flugzeug. Die Beweise, die sie fanden, waren belastend. In einem Versteck auf dem Dachboden entdeckten die Beamten Schmuck, der mit den vermissten Frauen in Verbindung gebracht werden konnte. Außerdem fanden sie Waffen, darunter die Ruger Mini-14. Von besonderer Bedeutung war eine Luftfahrtkarte, die hinter dem Kopfteil seines Bettes versteckt worden war. Siebenunddreißig Orte darauf waren mit einem „X“ markiert. Mehrere dieser Markierungen stimmten mit Orten überein, an denen bereits Leichen gefunden worden waren. Als die Beweislage erdrückend wurde, begann Hansen zu reden. Ballistische Untersuchungen hatten unter anderem Kugeln und Patronenhülsen, die an Tatorten gefunden worden waren, mit seinem Gewehr in Verbindung gebracht. Im Rahmen eines Strafmilderungsabkommens bekannte er sich schuldig, vier Morde begangen zu haben: die an Sherry Morrow, Joanna Messina, Paula Goulding und „Eklutna Annie“. Außerdem gestand er die Entführung und Vergewaltigung von Cindy Paulson. Im Gegenzug erklärte sich Hansen bereit, den Ermittlern Informationen über weitere Opfer und mögliche Grabstätten zu liefern. Er führte sie zu 17 Orten im südlichen Zentralalaska. Zwölf davon waren den Behörden zuvor nicht bekannt gewesen. Allerdings erklärte er nicht alle Markierungen auf seiner Karte. Insbesondere im Raum Seward blieben Fragen offen. Zu den Frauen, deren Tod oder Verschwinden mit Hansen in Verbindung gebracht wird, gehören unter anderem Roxane Easland, Lisa Futrell, Malai Larsen, Sue Luna, Tami Pederson, Angela Feddern, DeLynne Frey und Teresa Watson. Einige Leichen wurden erst Monate oder Jahre nach Hansens Verurteilung entdeckt und identifiziert. Andere Opfer gelten weiterhin als vermisst. Der Fall von Robin Pelkey verdeutlicht, wie lange die Nachwirkungen dieser Geschichte noch zu spüren sind. Ihre Überreste wurden 1984 in der Nähe von Palmer gefunden; jahrzehntelang war sie nur als „Horseshoe Harriet“ bekannt. Erst im Jahr 2021 konnte sie mithilfe forensischer Genanalysen identifiziert werden. Pelkey war 19 Jahre alt, als sie 1983 verschwand. Ob Hansen zweifelsfrei für ihren Tod verantwortlich war, ist in der öffentlichen Wahrnehmung nicht abschließend geklärt. Hansen wurde zu 461 Jahren Haft ohne Aussicht auf Bewährung verurteilt. Er verbüßte seine Strafe zunächst in einem Bundesgefängnis in Pennsylvania, bevor er zurück nach Alaska verlegt wurde. Seine Frau und ihre gemeinsamen Kinder verließen Anchorage nach seiner Verhaftung; die Familie zog sich vollständig aus dem öffentlichen Leben zurück. Im Mai 2014 wurde Hansen aufgrund gesundheitlicher Probleme vom Spring Creek Correctional Centre in Seward in den Anchorage Correctional Complex verlegt. Am 21. August 2014 starb er eines natürlichen Todes in einem Krankenhaus in Anchorage. Sein Tod beendete das Gerichtsverfahren, aber nicht alle offenen Fragen. Die Ermittler gingen davon aus, dass Hansen zwischen 21 und möglicherweise 37 Frauen getötet haben könnte. Nicht jede Markierung auf seiner Karte konnte zugeordnet werden, nicht jedes Verschwinden ließ sich nachweisen, und nicht jedes Opfer wurde gefunden. Der Fall Robert Hansen ist daher nicht nur ein Zeugnis für die Grausamkeit eines einzelnen Täters. Er zeigt auch, wie entscheidend es ist, die Aussagen von Frauen ernst zu nehmen, unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrem Beruf oder ihrem Hintergrund. Cindy Paulsons Flucht rettete ihr das Leben – und trug dazu bei, einen Täter zu stoppen, der sich jahrelang hinter der Fassade eines freundlichen Bäckers und angesehenen Jägers versteckt hatte. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Anchorage. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!

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