Island gilt als eines der Länder mit einer der niedrigsten Mordraten in der Welt. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass der Mord an der erst 19 Jahre alten Verkäuferin Birna Brjánsdóttir eine ganze Nation schockte. Birna war eine 1,70 Meter große, 70 Kilogramm schwere junge Frau mit roten langen Haaren und einem markanten Pony, die sich gerne mit Freunden zum Tanzen traf. Auch am 14. Januar 2017 hatte sich Birna mit ihrer Freundin Matthildur in Islands Hauptstadt Reykjavik in der Húrra- Bar verabredet. Gegen 2 Uhr verabschiedete sich Matthildur von Birna, die noch in Feierlaune war und blieb. Eine Überwachungskamera hatte Birna noch gegen 5.30 Uhr alkoholisiert und allein an Reykjaviks Haupteinkaufsstraße Laugavegur aufgezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt war dort auch ein roter Kia unterwegs. Danach war Birna spurlos verschwunden. Es kam zu einer der größten Suchaktionen in Islands Geschichte, an der 70 Polizeibeamte und 735 Freiwillige beteiligt waren. Eine Woche später, am 22. Januar, wurde Birnas Leiche durch die Besatzung eines Hubschraubers der Küstenwache am Strand der Halbinsel Reykjanes unweit des Leuchtturms Selvogsviti Birnas Leiche entdeckt. Die Obduktion ergab, dass Birna lebend ins Meer geworfen worden war, da sich in ihrer Lunge Wasser befand. Außerdem waren Verletzungen noch an ihrem Hals und ihrem Gesicht zu erkennen. Der Mord an der jungen Frau versetzte die isländische Bevölkerung nicht nur in Angst und Schrecken, sie litten auch mit Birnas Familie mit. Allein an Birnas Trauermarsch am 29. Januar nahmen über 10.000 Menschen teil. Ihrer Beerdigung in der Hallgrímskirkja wohnten über 2000 Menschen bei. Dank der Überwachungskamera kam die isländische Polizei schnell Birnas Mördern auf die Schliche. Der rote Kia war von den grönländischen Fischern Thomas Møller Olsen und Nikolaj Olsen gemietet worden, in dem Spuren von Birnas und deren Blut gefunden wurden. Zudem wurde am Anlegeplatz des Fischtrawlers Polar Nanoq, auf dem beide mit anderen Crewmitglieder im Atlantik fischten, im Hafenort Hafnarfjörður Brittas Schuhe gefunden. Die Beweislast war erdrückend, weshalb die isländische Polizei mit dem Hubschrauber den Fischtrawler stoppte. An Bord fanden diese neben 20 Kilogramm Haschisch, auch den Ausweis von Birna. Beide Männer wurden verhaftet, doch Nikolaj Olsen wurde wieder freigelassen, da er nicht an der Tat beteiligt war. Im Oktober 2017 wurde Thomas Møller Olsen wegen dem Mord an Birna Brjánsdóttir und dem Besitz von 20 Kilogramm Haschisch zu 19 Jahren Haft sowie zur Zahlung von 28 Millionen Isländischen Kronen an Anwaltskosten und dem Schmerzensgeld für die Familie des Opfers verurteilt. Damit kehrte langsam wieder Ruhe ins beschauliche Island ein. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der isländischen Stadt Ísafjörður. 🙂




















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