Der Schulmädchenjäger

Isabella Müller @isabella_muenchen Wien

Ein sowjetischer Serienmörder, der von 1964 bis 1968, 6 Morde und 15 sexuelle Übergriffe an Mädchen und jungen Frauen in Moskaus Umgebung verübte, war Boris Wassiljewitsch Gusakow, auch bekannt als der Schulmädchen- und Studentinnenjäger. Dieser erblickte am 1. Januar 1938 in der russischen Großstadt Balaschicha als Sohn von zwei schweren Alkoholikern das Licht der Welt. Im Alter von 3 Jahren erlitt er während des Zweiten Weltkrieges ein schweres Trauma, als er mit ansah, wie eine Bombe mehrere Menschen tötete. Besonders prägend war das Bild von einem Mädchen, dem während des Bombenangriffs, ihr Kopf weggesprengt wurde. Diese Horrorszene bekam Boris nie mehr aus dem Kopf, die er immer dann wieder erlebte, wenn er ein Mädchen tötete, was in ihm einen sogenannten Kick auslöste. Boris litt seitdem an psychischen Problemen, die er aber geschickt vor seiner Umwelt verheimlichen konnte. Er begann nach seinem Schulabschluss eine Ausbildung als Fotograf, die er erfolgreich abschloss. Anno 1958 heiratete er eine Bibliothekarin, mit der er eine Tochter zeugte. Doch für diese konnte er keinerlei Liebe empfinden. Immer wieder misshandelte und folterte Boris diese, der von 1958 bis 1961 in der Sowjetarmee diente. Danach wurde er wegen Diebstahls verurteilt. Boris war ein talentierter Fotograf, der von Mai 1962 bis Juli 1965 in der Fabrik „Kartolitografii“ GAPU angestellt war. Aufgrund seiner Begabung arbeitete Boris von August 1965 bis Juli 1966 in einem Labor der Film- und Fotoabteilung des Innenministeriums. Danach war er von Januar 1967 ein Jahr lang als Fotoingenieur in einer onkologischen und chemischen Forschungseinrichtung tätig, bis er wegen Verstoßes gegen die Arbeitsdisziplin entlassen wurde. Anschließend arbeitete er im Februar 1968 kurze Zeit als Chauffeur im Kraftwerk der Moskauer Post. Danach war Boris einige Monate arbeitslos, der bis zum 14. Mai 1968 beim Moskauer Children´s Distribution Receiver der UOOP des Moskauer Exekutivkomitees als Leiter der Dunkelkammer arbeitete. Boris galt als beliebter Mitarbeiter bei seinen Kollegen. Niemand ahnte, dass in ihm ein wahres Monster schlummerte, dessen Attacken auf Mädchen bereits im Dezember 1963 begangen. Zu diesem Zeitpunkt war Boris 25 Jahre alt. Im Moskauer Institut für Geschichte und Archive griff er ein Mädchen an, dass jedoch auf den Hof fliehen konnte. Dort versuchte ein Team des Komsomol-Kampfkommandos diesen zu schnappen. Doch Boris konnte unerkannt entkommen. Für die Tat wurde zunächst Vladimir Ionesyan, ein sowjetischer Amokläufer, besser bekannt als der „Mosgaz-Mörder“ verdächtigt. Seinen ersten Mord verübte Boris knapp ein Jahr später am 21. Juni 1964. An jenem Tag vergewaltigte er im Waldpark Tomilinsky im Bezirk Ljuberezky die 11 Jahre alte Valya Scherbakova, deren Schädel er anschließend mit einem stumpfen Gegenstand zertrümmerte. Im selben Park vergewaltigte und tötete Boris am 4. September 1965 die Studentin Yanova. Drei Jahre strichen ins Land bis Boris wieder zum Mörder und Vergewaltiger wurde. Am 11. März 1968 vergewaltigte und tötete er die beiden Studentinnen Olga Romanowa und Elena Krasowskaja auf dem Dachboden des Moskauer Instituts für Energietechnik. Als Mordwaffe benutzte er eine stählerne Wasserleitung, auf denen er glücklicherweise seine Fingerabdrücke hinterlassen hatte. Nur einen Monat später im April tötete Boris ein 9 Jahre altes Mädchen. Danach attackierte er ein Paar. Er schlug mit einem stumpfen Gegenstand auf den Mann und die Frau ein. Nur der Mann überlebte, der eine genaue Personenbeschreibung von Boris liefern konnte. Da die Verbrechen im Bezirk Ljuberezky stattfanden, suchten die Ermittler nach ähnlichen Verbrechen, die in den letzten Jahren dort passiert waren. Tatsächlich wurden sie fündig. Sie waren sich sicher, dass nur ein Täter für die Morde an Scherbakova und Yanova sowie die Morde an den drei Mädchen verantwortlich war. Boris suchte unterdessen weiterhin nach neuen Opfern. Diese fand er am 16. Mai 1968. Er lockte zwei Mädchen der 10. Klasse aufs Land, wo er diese versuchte zu vergiften. Als dies fehlschlug, wollte er sie mit einem Hackmesser töten. Doch den beiden Mädchen gelang die Flucht, die sofort die Polizei alarmierten. Diese nahmen daraufhin Boris fest, dessen grausame Verbrechen nun endlich ans Licht kamen. Anno 1969 wurde Boris für 5 Morde für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Danach reichte Boris mehrere Gnadengesuche ein, die jedoch abgelehnt wurden. Im Jahr 1970 wurde das Todesurteil durch das Erschießungskommando in Moskau vollstreckt. Damit war der Mädchenjäger endgültig Geschichte. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der russischen Stadt St. Petersburg. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!