Als beliebtes Ferienparadies an der malerischen Ostseeküste gilt das Seebad Zinnowitz im Norden der Insel Usedom. In diesem idyllischen Ostseebad, das umgeben vom urwüchsigen Eichen-, Buchen- und Nadelwald und für seine prunkvolle Bäderarchitektur sowie den langen Sandstrand bekannt ist, ereignete sich eines der schrecklichsten Verbrechen der vergangenen Jahrzehnte. Denn in diesem verträumten Fleckchen Erde wurde im März 2019 die schwangere erst 18 Jahre alte Maria K. in ihrer Wohnung mit über 30 Messerstichen regelrecht abgeschlachtet. Der bestialische Mord erschütterte nicht nur Zinnowitz, sondern ganz Deutschland. Wer war nur zu solch einer brutalen Tat fähig? Um die Frage zu klären, befragte die Polizei über 120 Zeugen. Die Befragungen führten zu zwei jungen Männern, die in ihrer Clique nicht nur ihre Mordfantasien, sondern auch den Mord an Maria K. angekündigt hatten. Doch keiner glaubte an das Gerede, der meist betrunkenen Männer, die einen Monat nach dem Mord an Maria K. verhaftet wurden. Bei den Männern handelte es sich um den erst 19 Jahre alten Nicolas K. und dessen 21 Jahre alten Freund Niko G., die beide Maria K. flüchtig kannten und sich aufgrund von Fingerabrücken, Haaren und Hautpartikeln, die in Marias Wohnung gefunden wurden, tatsächlich als deren Mörder entpuppten. Maria K. war eine lebenslustige junge Frau, die von ihrem 16 Jahre alten Freund Kevin im 3. Monat schwanger war. Am 18. März hatten die beiden stark alkoholisierten Männer spätabends, die in ihrer Wohnung allein lebende Maria K. aufgesucht, um gemeinsam mit dieser noch etwas zu trinken. Die arglose Maria ließ beide in ihre Wohnung, was ihr Todesurteil war. Denn Nicolas K. und Niko G. hatten einen teuflischen Plan ausgeheckt. Sie wollten endlich einen Menschen töten und Maria stellte in ihren Augen das perfekte Mordopfer dar. Als beide in der Wohnung waren, stellten sie eine Dose Radler auf den Tisch. Maria wollte Gläser holen. Als sie zurückkam, stach ihr Nicolas mit einem Messer in den Hals, während Niko sie an den Beinen festhielt. Wie im Rausch stach Nicolas auf Marias Körper wahllos ein, bis diese tot war. Danach verließen sie seelenruhig die Wohnung. Die Obduktion ergab, dass Maria 35 Stich- und Schnittwunden am Körper hatte. Ihre Hauptschlagader war durchtrennt und ihr Schädel von einem Messer durchstoßen worden. Maria hatte sich heftig gegen den Angriff gewehrt. Dies bewiesen die Stichverletzungen an ihren Händen, die sie schützend vor ihr Gesicht gehalten hatte. Marias Tod wurde durch die zahlreichen Schnitt- und Stichwunden einhergehend mit dem starken Blutverlust verursacht. Am nächsten Tag fand Marias beste Freundin, die Mitarbeiterin in einem Jugendclub war, den Maria regelmäßig besuchte, diese tot in ihrer Wohnung liegend vor. Die Mordwaffe, ein scharfes Messer, wurde nie gefunden. Die beiden Männer wurden verhaftet, die den Mord an Maria ohne dabei Reue zu zeigen, gestanden. Sie waren an jenem Tag stark alkoholisiert gewesen, als sie Maria in ihrer Wohnung aufgesucht hatten. Mit dem Codewort „Bier“ leiteten sie den Angriff auf Maria ein. Niko hielt Maria an ihren Beinen festhielt, damit Nicolas besser zustechen konnte. Letzterer hatte den Mord seiner Freundin gestanden, die jedoch aus Angst geschwiegen hatte, da sie befürchtete, Nicolas nächstes Opfer zu werden. Nicolas litt nicht nur an Persönlichkeitsstörungen, sondern auch an komplexen Störungen im Sozialverhalten. Er war vorbestraft, galt als Konsument von Drogen und Alkohol und war arbeitslos. Seine Familienverhältnisse waren schwierig, da er von seinem Stiefvater angeblich misshandelt worden war. Auch die Familienverhältnisse seines älteren Freundes Niko waren zerrüttet. Während seiner Schulzeit war er ein Mobbingopfer. Niko war ebenfalls vorbestraft. Während des Prozesses am Stralsunder Landgericht zeigten die Mörder keinerlei Gefühlsregungen. Nicolas K. und Niko G. wurden wegen des Mordes an Maria K., der aus Heimtücke und Mordlust begangen wurde, zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Ein schwacher Trost für die trauernden Angehörigen. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos des paradiesischen Seebads in Zinnowitz, wo einst Maria K. bestialisch ermordet wurde. 🙂



























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