Die schwarze Dahlie mit dem eingeritzten Joker-Face

Es war der 15. Januar 1947 als die junge Betty Bersinger sich gegen 10 Uhr morgens mit ihrer 3 Jahre alten Tochter im Buggy von ihrer Wohnung an der South Northern Avenue im Leimert Park-Viertel, einem Neubaugebiet in Los Angeles, auf den Weg zur Haupteinkaufsstraße machte, um einige Besorgungen zu erledigen. Als sie in die Nähe der Ecke von Northern Avenue und Coliseum Street kam, das ein unbebautes Grundstück namens „Blinker“ in L.A. war, sah sie, dass irgendetwas neben dem Bürgersteig lag. Sie vermutete, dass es sich wahrscheinlich um eine kaputte Schaufensterpuppe handelte, die dort entsorgt worden war. Doch als sie sich dieser näherte, erlitt sie den Schock ihres Lebens. Denn dort lag eine nackte, entsetzlich verstümmelte Frauenleiche. Betty rief sofort die Polizei. Schnell traf Henry Hanse, einer besten Mordermittler des Los Angeles Police Departments, kurz LAPD, und Ray Pinter, der Leiter der Spurensicherung des LAPD am Fundort der Leiche ein. Doch als sie die Leiche sahen, lief ihnen ein eiskalter Schauer über den Rücken, da die Tote auf schockierende Weise drapiert worden war. Die 1,65 Meter große Tote mit pechschwarzen lockigen Haar und hellblauen Augen lag auf dem Rücken, die an der Taille sauber in zwei Hälften geschnitten worden war. Zwischen der oberen und unteren Körperhälfte lag ein Abstand von etwa 30 Zentimeter, die seitlich versetzt in Gras gelegt worden waren. Einige ihrer inneren Organe waren entfernt worden. Im Schambereich, ihrer rechten Brust und im linken Oberschenkel waren große Fleischstücke herausgeschnitten worden. Ihre Arme lagen neben dem Kopf nach oben ausgestreckt. Das Gesicht der Toten war auf die Straße gerichtet. Ihre Wangen waren von einem Ohr zum anderen aufgeschlitzt worden, was unter dem Begriff „Glasgow Smile“ bekannt ist. Damals in den 1920er und 1930er Jahren war dies Teil der Bandengewalt in Glasgow. Heute ist das „Glasgow Smile“ weltweit als Markenzeichen des Batman-Bösewichts Joker bekannt. Der Kopf und das Gesicht der Toten wiesen zahlreiche Hämatome auf. Oberhalb des Kopfes wurde eine Papiertüte mit Blutspritzern gefunden und am Straßenrand gab es Abdrücke eines Autoreifens und eines Schuhes. Ansonsten gab es keinerlei Hinweise auf den Täter, der die Leiche wie ein Kunstwerk in der äußerst belebten Wohngegend platziert hatte, damit diese schnell gefunden wurde. Da es am Fundort keinerlei Blutspuren gab, gingen die Ermittler davon aus, dass der Fundort nicht der Tatort war. Die anschließende Obduktion ergab, dass die Tote, die am 14.Januar zwischen 20 Uhr bis Mitternacht getötet worden war, an den Handgelenken, an den Knöcheln, am Hals und an den Oberschenkeln gefesselt worden war. Die Todesursache lautete Verbluten. Während die Verletzungen im Gesicht und die Schläge gegen ihren Kopf der Toten zugefügt worden waren, als diese noch lebte, wurden ihr die weiteren Verstümmelungen erst post mortem beigebracht. Doch wer war die entsetzlich verstümmelte Tote? Um diese Frage zu klären, bat das LAPD das FBI um Hilfe. Nach 56 Minuten konnte diese Frage bereits beantwortet werden, nachdem das LAPD per Soundphoto Fingerabdrücke erhalten hatte. Bei dem Soundphoto handelte es sich um Faxgerät, das vom Nachrichtendienst verwendet wird. Die Tote wurde als die 22 Jahre angehende Hollywood-Schauspielerin Elizabeth Short identifiziert, die aufgrund ihrer Vorliebe für schwarze Kleidung, einer weißen Dahlie im Haar und dem Film „The Blue Dahlia“, der damals in den Kinos lief, auch „Schwarze Dahilie“ genannt wurde. Nachdem die Tote identifiziert worden war, liefen die Ermittlungen auf Hochtouren. Aufgrund der sauberen Schnitte verfügte der Täter womöglich über chirurgisches Wissen, weshalb Studenten der medizinischen Fakultät von Southern Carolina überprüft wurden. Die Presse stürzte sich regelrecht auf den Fall, der schönen Schauspielerin, die damals mit ihren blutroten Lippen, dem schwarz gefärbten Haaren, ihren blauen Augen und ihrer hellen Haut, dem Schönheitsideal der 1940er Jahre entsprach. Der grausame Mord an einer jungen Frau, die sich in Hollywoodkreisen bewegte und diverse Männerbekanntschaften hatte, sorgte für Schlagzeilen, die sich bestens verkaufen ließen. Doch wer war Elizabeth Short, die von ihren Freunden und Bekannten nur „Beth“ genannt wurde. Elizabeth war die mittlere Tochter von Cleo Alvin und Phoebe Mae Short, die am 29. Juli 1924 im Bostoner Stadtteil Hyde Park das Licht der Welt erblickte. Elizabeths Vater war Bauunternehmer, der sich auf die Planung und die Errichtung von Minigolfplätzen spezialisiert hatte. Die Geschäfte liefen gut, so dass die Familie in ein Haus in Medford zog. Insgesamt hatte Elizabeth drei Schwestern. Doch nachdem Börsencrash von 1929 musste die Firma von Elizabeth Vater bankrott anmelden, dessen Auto 1930 verlassen unweit von einer Brücke bei Boston gefunden wurde. Jeder glaubte, dass Elizabeth Vater aufgrund seiner gescheiterten Existenz als Geschäftsmann Selbstmord begangen hatte. Nun musste sich Elizabeths Mutter allein um die 4 Töchter kümmern, die vom Haus in eine Kellerwohnung ziehen mussten. Elizabeths Mutter arbeitete zunächst als Schneiderin, die irgendwann eine Stelle als Buchhalterin bekam. Außerdem erhielt sie staatliche Unterstützung. Zehn Jahre nach dem Verschwinden von Elizabeths Vater bekam Elizabeths Mutter einen Brief von diesem. Darin stand, dass er nach Kalifornien geflüchtet war, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Er bat seine Frau mit den Töchtern wieder zu ihm zu ziehen. Aber Phoebe war zu sehr verletzt, die nichts mehr mit ihrem Ehemann zutun haben wollte. Elizabeth litt seit ihrer Geburt an Atembeschwerden, die sich zu chronischer Bronchitis und Asthma entwickelten. Im Februar 1939 hatte Elizabeth eine Lungenoperation. Ein Jahr später, als Elizabeth 16 Jahre alt war, hatte ihre Mutter endlich das nötige Geld zusammen, um Elizabeth bei Freunden in Miami über den Winter unterzubringen. Das mildere Klima tat Elizabeth gut, die in den kommenden Jahren nun dort die Winter verbrachte. Während ihres Aufenthaltes in Miami arbeitete Elizabeth in einem Strandresort. Als Elizabeth 19 Jahre alt war, zog sie zu ihrem trinkenden Vater nach Vallejo in der Nähe von San Francisco. Elizabeth großer Traum war es eine berühmte Hollywood-Schauspielerin zu werden, weshalb sie jeden Penny in ihre Kleidung und ihr Aussehen steckte. Das Zusammenleben mit ihrem kontrollsüchtigen Vater erwies sich als recht schwierig, da Elizabeth nicht das Hausmütterchen für ihn spielen wollte, weshalb sie Anfang 1943 eine Stelle in der Post des Armeelagers Camp Cooke in Lompoc nahe Santa Barbara annahm. Die junge attraktive Elizabeth wurde natürlich von den jungen Soldaten angehimmelt, die sie zur Schönheitskönigin des Camps kürten. Doch diese Anstellung endete, als Elizabeth am 23. September 1943 im Restaurant El Paseo in Santa Barbara wegen Alkohlkonsums als Minderjährige verhaftet wurde. Die Gefängnisaufseherin hatte Mitleid mit Elizabeth und gab ihr, damit diese sich ein Busticket nach Medford zu ihrer Mutter kaufen konnte. Danach änderte sich Elizabeths Lebensstil grundlegend. Sie zog ständig umher, wohnte mal in Chicago, dann Florida oder Georgia und kurz auch mal wieder in Massachusetts. Mit Gelegenheitsjobs als Kellnerin oder Kartenabreißerin im Kino hielt sie sich über Wasser. Sie besuchte häufig Nachtclubs, die Jazz spielten. Doch dann lernte sie im Dezember 1944 Matt Gordon, einen Offizier der Luftwaffe kennen und lieben. Elizabeth und Matt wollten heiraten. Aber wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam der Kampfpilot bei einem Flugzeugabsturz am 10. August 1945 nahe Kalaikunda ums Leben. Der Tod von Matt wurde zum Wendepunkt in Elizabeth Leben, die jeden Halt verloren hatte. Elizabeth stürzte sich ins Nachtleben, um den schmerzhaften Verlust ihres geliebten Matt zu betäuben. Sie hatte jeden Abend einen anderen Mann im Schlepptau, den sie am legendären Hollywood Boulevard aufgabelte. Elizabeth war sich ihrer Wirkung auf Männer bewusst, die dies schamlos ausnutzte, um sich ihren Lebensunterhalt von ihnen finanzieren zu lassen. Im Juli 1946 versuchte sie mit Joseph Gordon Fickling einen Neuanfang. Den Leutnant der Air Force hatte sie 1944 in Florida kennen gelernt. Doch die Beziehung scheiterte, da Elizabeth in der Gegenwart von Fickling schamlos mit anderen Männern flirtete. Trotz allem hegte er mit Elizabeth regen Briefverkehr, der ihr oftmals finanziell aus der Patsche half. Den letzten Brief von Elizabeth erhielt er am 6. Februar 1947, 6 Tage vor ihrer Ermordung. Nach der gescheiterten Beziehung mit Fickling war Elizabeth chronisch pleite. Sie versuchte sich als Schauspielerin in L.A., wo sie aufgrund ihrer finanziellen Lage ständig ihre Unterkunft wechseln musste. Im Zeitraum vom 13. November bis 15. Dezember 1946 lebte sie mit 8 Frauen in einer Zweizimmerwohnung, wo sie für ein Feldbett plus ein Schubfach im Schrank 1 Dollar pro Nacht zahlen musste. Oftmals drückte sie sich vor der Zahlung an ihren Vermieter, in dem den Hinterausgang benutzte, wenn dieser seine Miete haben wollte. Trotz ihrer finanziellen Notlage, schaffte sie es, sich stets gut zu kleiden. Ihr Aussehen war ihr wichtig. Sie war sehr gepflegt bis auf ihre Zähne, da sie panische Angst vorm Zahnarzt hatte. Am 9. Dezember fuhr sie mit dem Bus völlig überraschend nach San Diego, vielleicht schuldete sie in L.A. zu vielen Menschen Geld. Dort angekommen, kaufte sie sich eine Kinokarte für das „Arztec Theatre“, wo der Film „Der Jazzsänger“ lief. Elizabeth wurde schlafend von der Kartenverkäuferin Dorothy French gefunden, die Erbarmen mit der jungen Frau hatte. Sie nahm sie mit zu sich nach Hause, wo Elizabeth mit deren Familie bis Januar 1947 lebte, bis sie aufgrund ihres Verhaltens rausgeschmissen wurde. Elizabeth faulenzte den ganzen Tag, ging jeden Abend aus und kehrte erst spät in der Nacht wieder zurück, was für Dorothy zufiel des Guten war. Während dieser Zeit hatte Elizabeth den verheirateten Handelsreisenden Robert „Red“ Manley kennen gelernt, den sie nach ihrem Rausschmiss fragte, ob er sie zurück nach L.A. fahren würde. Am 8. Januar 1947 holte er sie mit seinem Auto von dort ab und setzte sie ihn L.A. ab. Dann trennten sich ihre Wege. Am 15. Januar wurde von der Hausfrau Betty Bersinger morgens im Leimert Park Elizabeths grausam zugerichtete und zur Schau gestellte Leiche gefunden. Ihr Mord sorgte weltweit für Schlagzeilen, doch bis heute konnte Elizabeths Mörder nicht gefunden werden. Ihr Mord zählt zu einem der bekanntesten Cold Cases in der amerikanischen Kriminalgeschichte. Ob das Rätsel, wer Elizabeth ermordet je gelöst werden wird, das steht in den Sternen. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von L.A. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!