„Forty Thieves“: Londons legendäre Gangsterbraut-Gang

In den belebten Straßen des Londoner West Ends in den 1920ern , eine Zeit, in der Pomp und Elend dicht beieinander lagen, operierte eine äußerst bemerkenswerte Gruppe von Frauen, deren Namen im Schatten der Geschichte fast verloren gegangen wären. Die „Forty Thieves“ oder „Vierzig Diebe“ waren eine rein weibliche Diebesbande, die sich nicht nur durch ihre Geschicklichkeit, sondern auch durch ihre Kühnheit einen Namen machte. Gekleidet in luxuriösen Pelzmänteln und mit Diamantringen, die als Schlagringe dienten, führten diese Frauen ein Doppelleben zwischen Glamour und Kriminalität. Inmitten eines sozialen Umbruchs und wirtschaftlicher Instabilität wussten diese Frauen zu überleben und gleichzeitig die Normen der Gesellschaft herauszufordern. Ihre Geschichte ist ein faszinierendes Kapitel der britischen Kriminalgeschichte und bietet einen einzigartigen Einblick in die Unterwelt Londons. Die Vierzig Diebe formierten sich in den 1920er Jahren, einer Zeit, die geprägt war von wirtschaftlicher Depression und sozialen Unruhen. Diese Gruppe, bestehend aus Frauen verschiedener sozialer Schichten, fand in der Kriminalität eine Möglichkeit, den Einschränkungen der Gesellschaft zu entkommen und gleichzeitig finanziellen Gewinn zu erzielen. Indem sie sich als wohlhabende Hausfrauen ausgaben, infiltrierten sie Kaufhäuser wie „Harrods“ oder „Liberty“ und stahlen elegant Schmuck und andere Luxusartikel. Dabei benutzten sie speziell angefertigte Kleidungsstücke, die Geheimfächer besaßen, um die Beute darin zu verstecken. Diese Methode wurde als „Clouting“ bezeichnet. Alice Diamond, die als die unangefochtene Königin der Diebe galt, führte die Frauengang mit eiserner Hand. Es gab den „Hoister´s Code“, ein strenges Regelwerk, nachdem sich jedes Mitglied richten musste. Alice war die Tochter eines Dockarbeiters, was sie mit einem Bewusstsein dafür ausstattete, wie man im harten Leben von London bestehen konnte. Ihre charakteristischen Diamantringe, die sie immer trug, hätten sowohl als Symbol ihres Erfolgs als auch als Waffe dienen können. Diamond wusste, dass Eleganz das beste Versteck war. Mit prächtigen Hüten und edlen Mänteln passten sie sich nahtlos in das gehobene Umfeld ein, in dem sie operierten. Das alltägliche Leben der Vierzig Diebe war weit entfernt von dem Glanz, den sie zur Schau stellten. Nach erfolgreichen Raubzügen in Kaufhäusern wie Selfridges und Harrods kehrten sie oft in die verarmten Viertel von Waterloo und Elephant and Castle zurück. Dort wurden die gestohlenen Waren von Alice in Bargeld verwandelt, wodurch die Frauen der Gang ein Einkommen erzielten, das sie weit über die durchschnittlichen Männerlöhne jener Zeit stellte. Diese finanzielle Unabhängigkeit war für viele Mitglieder ein entscheidender Anreiz, dem riskanten Spiel treu zu bleiben. Zu den bemerkenswerten Persönlichkeiten der Bande gehörte auch Maggie Hughes, bekannt als „Babyface“ wegen ihrer kindlichen Gesichtszüge. Trotz ihrer Erscheinung war Maggie eine furchtlose Akteurin, die bei ihren Auftritten vor Gericht dafür bekannt war, mit frechen Kommentaren den Richter zu provozieren. Während ihr Hauptziel der Diebstahl war, scheuten die Frauen nicht davor zurück, Gewalt anzuwenden, wenn es nötig war, um ihre Freiheit oder Ehre zu verteidigen. Eine Episode, die in den Annalen der Polizei verewigt wurde, betraf einen Vorfall, bei dem eine Polizistin von einer der Frauen mit einer Hutnadel geblendet wurde – ein deutliches Zeichen für die scharfe Grenze, die die Diebinnen zogen, um ihre Position zu behaupten. Diese Gewaltbereitschaft brachte ihnen nicht nur den Respekt anderer krimineller Banden ein, sondern auch den der berüchtigten Kray-Zwillinge, die selbst die Londoner Unterwelt beherrschten. Doch trotz ihrer Brutalität blieben die Mitglieder der Vierzig Diebe eng verbunden, eher wie eine Familie als nur eine Bande. Es war eine Gemeinschaft, die füreinander einstand, oft in gedeckter Eleganz versteckt, jedoch immer bereit, die scharfen Kanten ihres Geschäfts auszupacken. Die Geschichten der Vierzig Diebe wurden später in diversen Publikationen und Filmen verewigt, darunter „The Queen of Thieves“ von Beezy Marsh. Diese Bücher und Filme halfen, den Schleier des Geheimnisses zu lüften, der diese beeindruckenden Frauen umgab. Sie zeigten das Bild von Frauen, die in einer von Männern dominierten Welt nicht nur überlebten, sondern florierten, indem sie eine eigene Nische in der Unterwelt besetzten. Die Bande mag inzwischen aufgelöst sein, doch ihr Einfluss bleibt spürbar. Sie zeigen, dass Stärke und Klugheit keine Geschlechtergrenzen kennen und dass Eleganz und Scharfsinn oft Hand in Hand gehen können. Indem sie die Konventionen ihrer Zeit unterliefen, schufen die Vierzig Diebe ein Vorbild für Frauen, die ihre eigenen Wege beschreiten wollen – sei es innerhalb oder außerhalb der Legalität. Londons Forty Thieves haben die Geschichte durch ihre unerschrockene Herangehensweise an das Leben in der Kriminalität neu geschrieben. Sie bleiben ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Geschick und Tapferkeit die Grenzen des Möglichen in der Gesellschaft erweitern können. Durch die Linse dieser außergewöhnlichen Frauen erhalten wir einen lebhaften Eindruck von den komplexen Dynamiken der Unterwelt Londons in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von London. 🙂

“Forty Thieves”: London’s legendary gang of female gangsters

In the bustling streets of London’s West End in the 1920s, a time when pomp and poverty existed side by side, there was a remarkable group of women whose names were almost lost in the shadows of history. The “Forty Thieves” were an all-female gang of thieves who made a name for themselves not only through their skill but also through their audacity. Dressed in luxurious fur coats and wearing diamond rings that served as knuckle dusters, these women led double lives between glamour and crime. Amid social upheaval and economic instability, these women knew how to survive while challenging the norms of society. Their story is a fascinating chapter in British criminal history and offers a unique insight into London’s underworld. The Forty Thieves formed in the 1920s, a period marked by economic depression and social unrest. This group, consisting of women from different social classes, found in crime a way to escape the constraints of society and at the same time make financial gains. Posing as wealthy housewives, they infiltrated department stores such as Harrods and Liberty and elegantly stole jewelry and other luxury items. They used specially made garments with secret compartments to hide their loot. This method was known as “clouting.” Alice Diamond, considered the undisputed queen of thieves, ruled the women’s gang with an iron fist. There was the “Hoister’s Code,” a strict set of rules that every member had to follow. Alice was the daughter of a dock worker, which gave her an awareness of how to survive in the harsh life of London. Her characteristic diamond rings, which she always wore, could have served both as a symbol of her success and as a weapon. Diamond knew that elegance was the best hiding place. With their magnificent hats and fine coats, they blended seamlessly into the upscale environment in which they operated. The everyday life of the Forty Thieves was far removed from the glamour they displayed. After successful raids on department stores such as Selfridges and Harrods, they often returned to the impoverished neighborhoods of Waterloo and Elephant and Castle. There, Alice converted the stolen goods into cash, providing the women of the gang with an income that far exceeded the average male wages of the time. This financial independence was a key incentive for many members to remain loyal to the risky game. Among the notable personalities of the gang was Maggie Hughes, known as “Babyface” because of her childlike features. Despite her appearance, Maggie was a fearless operator who was known for provoking the judge with cheeky comments during her court appearances. While their main goal was theft, the women did not shy away from using violence when necessary to defend their freedom or honor. One episode immortalized in police annals involved an incident in which a policewoman was blinded by one of the women with a hatpin—a clear sign of the sharp line the thieves drew to assert their position. This willingness to use violence earned them the respect not only of other criminal gangs, but also of the notorious Kray twins, who themselves ruled the London underworld. But despite their brutality, the members of the Forty Thieves remained closely knit, more like a family than just a gang. It was a community that stood up for each other, often hidden in understated elegance, but always ready to unleash the sharp edges of their business. The stories of the Forty Thieves were later immortalized in various publications and films, including “The Queen of Thieves” by Beezy Marsh. These books and films helped lift the veil of mystery surrounding these impressive women. They portrayed women who not only survived in a male-dominated world, but thrived by carving out their own niche in the underworld. The gang may have disbanded, but their influence remains palpable. They show that strength and intelligence know no gender boundaries and that elegance and acumen can often go hand in hand. By subverting the conventions of their time, the Forty Thieves created a role model for women who want to forge their own paths—whether within or outside the law. London’s Forty Thieves rewrote history with their fearless approach to life in crime. They remain a fascinating example of how skill and bravery can push the boundaries of what is possible in society. Through the lens of these extraordinary women, we gain a vivid impression of the complex dynamics of London’s underworld in the first half of the 20th century. I hope you enjoy my photos of London. 🙂

London . United Kingdom . Westminster Bridge . IsabellaMueller . @Isabella_Muenchen . Big Ben .
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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!