Als einer der schlimmsten Serienmörder in der US-Geschichte gilt Samuel Little, der gestand 93 Frauen getötet zu haben, von denen ihm das FBI bis 2019 über 50 Morde nachweisen konnte. Doch wer war dieser Psychopath, der als einer der bösartigsten und dunkelsten Serienkiller Amerikas bekannt ist? Samuel Little wurde als Samuel McDowell am 7. Juni 1940 in Reynolds während eines Gefängnisaufenthaltes seiner Mutter geboren, die er später nur „Lady der Nacht“ nannte. Nach Samuels Geburt zog die Familie nach Ohio. Samuel wuchs bei seinen Großeltern in Lorain auf. Schon als Kind entwickelte Samuel eine verstörende Faszination für das Strangulieren von Frauen. Dieses dunkle Verlangen manifestierte sich, als er im Kindergarten sah, wie seine Lehrerin sich an den Hals fasste. In seiner Jugend begann er, True-Crime-Magazine zu sammeln, die Frauen zeigten, die erdrosselt worden waren. Im Teenageralter besuchte er die Hawthrone Junior High School. Als er 16 Jahre alt war, wurde Samuel erstmals wegen Einbruchs in Omaha verhaftet und in eine Jugendstrafanstalt eingewiesen. Seine kriminelle Laufbahn setzte sich fort, als er in den späten 1960er Jahren nach Florida zog, wo er bei seiner Mutter lebte. Nach der High School hatte er eine Ausbildung begonnen, diese aber wieder abgebrochen. Er schlug sich mit Gelegenheitsjobs unter anderem als Friedhofsarbeiter und Krankenwagenfahrer durchs Leben, während seine Strafakte wuchs. Schließlich wurde Samuel 1961 wegen des Einbruchs in einem Möbelgeschäft in Lorain verhaftet und zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Während seiner Zeit im Gefängnis absolvierte der 1,90 Meter große und sehr kräftige Samuel ein Boxtraining. Samuel war ein talentierter Amateurboxer, der später durch gezielte Faustschläge seine Opfer außer Gefecht setzte, bevor er sie erwürgte und dabei masturbierte. Seine Opfer waren meist afroamerikanische Frauen, die am Rande der Gesellschaft lebten, oftmals Prostituierte, die drogen- oder alkoholabhängig und meistens obdachlos waren. Anno 1964 wurde Samuel aus der Haft entlassen, der bis 1975 in 11 Bundesstaaten 26-mal verhaftet wurde. Samuels Taten gingen weit über die eines gewöhnlichen Verbrecher hinaus. 1982 wurde er in Mississippi wegen des Mordes an der 22-jährigen Melinda Rose LaPree verhaftet, doch ein Geschworenengericht weigerte sich, ihn anzuklagen. Kurz darauf wurde er nach Florida ausgeliefert, um sich wegen des Mordes an der 26-jährigen Patricia Ann Mount zu verantworten, doch auch hier wurde er aufgrund des Mangels an vertrauenswürdigen Zeugenaussagen freigesprochen. Nach seinem Freispruch zog Little nach Kalifornien, wo er sein mörderisches Treiben fortsetzte. Im Oktober 1984 wurde er wegen der Entführung und Misshandlung der 22-jährigen Laurie Barros verhaftet, die überlebte. Kurz darauf wurde er in derselben Gegend mit einer bewusstlosen Frau im Auto gefunden. Für diese Verbrechen verbrachte er zweieinhalb Jahre im Gefängnis. Kaum entlassen, zog er nach Los Angeles und tötete dort mindestens zehn weitere Frauen. Am 5. September 2012 wurde Samuel in einem Obdachlosenheim in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky verhaftet und nach Kalifornien ausgeliefert, wo DNA-Beweise ihn mit den Morden an Linda Alford, Audrey Nelson Everett und Guadalupe Duarte Apodaca in Verbindung brachten. Diese Verbrechen ereigneten sich zwischen Juli 1987 und September 1989 in Los Angeles. Samuel wurde im Januar 2013 angeklagt und im September 2014 für die drei Morde zu 3 lebenslangen Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Die Ermittler arbeiteten unermüdlich daran, Samuels Geständnisse mit ungeklärten Mordfällen abzugleichen. Durch DNA-Beweise und Samuels detaillierte Beschreibungen sowie von ihm angefertigte Skizzen seiner Opfer konnten viele Fälle gelöst werden. Bis zu seinem Tod am 30. Dezember 2020 gestand Little 93 Morde in 14 Bundesstaaten. Eines der auffälligsten Merkmale von Littles Opfern war ihre Vulnerabilität. Viele waren Sexarbeiterinnen, Drogenabhängige oder obdachlose Personen. Dies machte es für die Ermittler schwer, ihre Fälle zu lösen, da oft niemand sie vermisste. Darüber hinaus wiesen die Todesfälle keine Stich- oder Schussverletzungen auf, weshalb sie nicht als Mord eingestuft wurden, sondern als Drogenüberdosen, Unfälle oder natürliche Todesursachen. Im Laufe seiner mörderischen Karriere gelang es Samuel, zahlreiche Male dem Gesetz zu entkommen. Dies lag teils an den lückenhaften Beweisen und teils an der Gesellschaftsstruktur, die den Wert der Leben seiner Opfer herabsetzte. Obwohl er schließlich für 3Morde verurteilt wurde, glauben viele, dass seine wahre Zahl der Opfer weitaus höher liegt. Samuel Little nutzte die Schwächen des Rechtssystems geschickt aus und bewegte sich jahrelang frei durch die USA, ohne ernsthafte Konsequenzen fürchten zu müssen. Erst mit der Entwicklung moderner DNA-Analysetechniken und der unermüdlichen Arbeit der Strafverfolgungsbehörden gelang es, den Fall von Samuel Little endgültig zu lösen. Obwohl er schließlich für seine Gräueltaten zur Rechenschaft gezogen wurde, bleibt seine Geschichte ein düsteres Kapitel der Kriminalgeschichte. Sie zeigt nicht nur die Abgründe menschlicher Bosheit, sondern auch die Notwendigkeit eines engagierten und unnachgiebigen Justizsystems. Samuel Littles Geständnisse waren für viele Familien, die ihre Angehörigen verloren hatten, ein schmerzhaftes Wiederaufleben alter Wunden. Doch sie brachten auch Licht in lange ungelöste Fälle und ermöglichten es vielen, endlich Abschied zu nehmen. Littles Tod im Jahr 2020 markierte das Ende eines Kapitels, aber die Nachwirkungen seiner Taten werden noch lange zu spüren sein. Samuel Little bleibt ein Symbol des absoluten Bösen. Ein Mann, der in der Dunkelheit operierte, ohne Reue oder Mitgefühl. Ein Mörder, dessen blutige Spur quer durch die USA führte und dessen Verbrechen erst durch moderne Ermittlungstechniken und die Hartnäckigkeit von Detektiven und Polizisten aufgedeckt werden konnten. Littles Geschichte ist eine schreckliche Mahnung daran, dass das Böse oft näher ist, als wir denken, verborgen hinter einer Maske der Normalität. Mit seinem Tod endete zwar seine Möglichkeit weiter zu morden, doch die Narben, die er hinterlassen hat, bleiben bestehen. Für die Opfer, deren Familien und für die Gesellschaft insgesamt. Samuel Little bleibt ein Name, der mit Schrecken und Dunkelheit verbunden ist, ein wahres Gesicht des Bösen. In diesem Sinne wünsche ich dir viel Freude beim Betrachten meiner Fotos aus Cleveland, einer faszinierenden Stadt im US-Bundesstaat Ohio. Lass Dich von den Eindrücken inspirieren und entdecke die Schönheit dieser besonderen Metropole!













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