Die Babymörderin

Im Viktorianischen Zeitalter, in dem die Königin Viktoria von 1837 bis 1901 herrschte, mussten viele Frauen, die ihr Kind unehelich zur Welt brachten, diese gegen eine wöchentliche Gebühr in die Obhut einer Kinderbetreuerin bringen. Oftmals vermittelten diese gegen eine einmalige Gebühr auch eine Adoption. Zwar war dies nicht günstig, da es aber kein Sozialsystem gab, hofften viele Mütter durch Adoption ihren Kindern ein besseres Leben ermöglichen zu können. Diese historische Praxis wurde als „Baby Farming“ bezeichnet. Die Frauen, sogenannte „Baby Farmer“, die sich um die Kinder kümmerten oder diese an Adoptiveltern vermittelten, verdienten damit recht viel Geld. Eine von ihnen war Rhoda Willis alias Leslie James, wie sie sich selbst nannte. Diese 1,75 Meter große und 75 Kilogramm schwere Frau mit blonden Haaren war am 14. August 1867 in Sunderland als Rhoda Leselles geboren worden. Sie hatte eine gute Ausbildung an einem Mädcheninternat in London genossen. Im Alter von 19 Jahren lernte sie den Schiffsingenieur Thomas Willis kennen und leben. Kurze Zeit später folgte die Hochzeit. Das frisch gebackene Ehepaar zog in den Stadtteil Grangetown in Cardiff, wo Rhoda wenig später die gemeinsame Tochter zur Welt brachte. Doch schon bald verstarb Thomas eines natürlichen Todes und Rhoda war nun auf sich allein gestellt. In dieser Zeit lernte sie den Schiffsingenieur Macpherson kennen. Sie zogen in die Paget Street in Cardiff, wo sie ihm zwei Töchter schenkte. Doch die Beziehung zerbrach. Während die Töchter bei Macpherson blieben, zog Rhoda zu ihrem Bruder nach Birmingham. Als sie später wieder nach Cardiff zurückkehrte, war der Alkohol schon zu einem festen Bestandteil in ihrem Leben geworden. Anno 1907 wurde Rhoda von einem Fahrrad angefahren, wodurch sie eine Kopfverletzung erlitten hatte. Sie musste längere Zeit auf der Krankenstation des Arbeitshauses verbringen. Nach ihrer Entlassung verübte sie ihre erste Straftat, in dem sie eine Medaille stahl, weshalb sie eine kurze Gefängnisstrafe verbüßen musste. Rhoda wohnte fortan in der Portmanmoor Road 132 in Cardiff. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie als Dienstmädchen in einer Stiefel- und Schuhwerkstatt in der George Street 55 in Pontypool, dessen Inhaber David Evans war. Nach wenigen Wochen überzeugte sie diesen, unerwünschte Babys dort aufzunehmen, da dies ein äußerst lukrativer Nebenverdienst war. Aus diesem Grund schaltete Rhoda Willis, die unter dem Decknamen Leslie James agierte, Anzeigen im „Evening Express“ mit den Titeln „Ehepaar“ und „Christen“ suchen Kind zur Adoption. Auf diese Anzeige hin, meldeten sich viele verzweifelte Frauen. Auch die Schwester von Maude Treasure, Lydia English antwortete darauf. Ihre unverheiratete Schwester erwartete erneut ein Kind. Sie einigten sich darauf, dass Maude nach der Geburt, dass Kind in die Obhut von Leslie James gab. Am 3. Juni 1907 brachte Maude Treasure eine gesunde Tochter zur Welt. Per Telegramm wurde Leslie informiert, die am nächsten Tag am Bahnhof Hengoed das Neugeborene entgegen nahm, nachdem die Adoptionsgebühr in Höhe von 8 Pfund geflossen war. Leslie kehrte in den nächsten Tagen stockbesoffen in ihre Unterkunft zurück. Ihre Vermieterin Mrs. Wilson half ihr sogar ins Bett, da bemerkte sie am Fußende des Bettes ein Bündel. Als sie dieses öffnete, konnte sie ihren Augen nicht trauen. Denn darin lag die Leiche eines toten Babys. Mrs. Wilson alarmierte sofort die Polizei die Leslie verhafteten und wegen Mordes anklagten. Die Autopsie ergab, dass das Baby bereits 12 bis 24 Stunden tot war. Es war unter der dicken Kleidung unter Ausübung von Druck erstickt worden. Wie sich bei den polizeilichen Ermittlungen herausstellte, hatte Leslie auch das Baby von Emily Stroud aus Abertillery aufgenommen, das sie bis Anfang Mai behalten hatte, bevor sie es mit der Notiz, als unverheiratete Mutter dem Kind keine Zukunft bieten zu können, bei der Heilsarmee in Cardiff abgegeben hatte. Doch das Baby wurde zu spät gefunden und verstarb. Leslie James wurde 20 Tage nach ihrer Verhaftung in Swansea vor Gericht gestellt. Sie beteuerte ihre Unschuld. Doch es half nichts. Bereits am 2. Verhandlungstag fällte die Jury ihr Urteil, für das diese nur 12 Minuten brauchte. Leslie James wurde für schuldig des Mordes an dem Baby befunden und zum Tode verurteilt. Erst am Tag ihrer Hinrichtung verriet Leslie James ihrem Anwalt Harold Llyod ihren richtigen Namen, da sie das Ansehen ihrer Familie nicht beschmutzen wollte. Zuvor traf sie nochmals ihren ehemaligen Lebensgefährten Macpherson. Eine öffentliche Petition für einen Aufschub mit über 120 Briefen zur Unterstützung der Begnadigung wurde abgelehnt. Am 14. August 1907, ihrem 44. Geburtstag, wurde Rhoda Willis alias Leslie James von den Brüdern Henry und Thomas Pierrepoint im Gefängnishof von Cardiff hingerichtet. Ihr kam damit eine fragwürdige Ehre zuteil, da sie als einzige Frau im 20. Jahrhundert in Wales gehängt wurde. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der englischen Hafenstadt Southampton. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!