Ludwig van Beethoven und die Hexe

Kaum einer weiß, dass Ludwig van Beethoven, einer der größten Komponisten aller Zeiten, eine Vorfahrin namens Josyne van Beethoven hatte, die als Hexe am 13. September 1595 auf dem Grand-Place in Brüssel öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Doch warum? Josyne erblickte um 1540 als Josijne Francisca Van Vlasselaer in Kampenhout bei Mechelen als Tochter von Jan van Vlasselaer und Margaretha Bloems das Licht der Welt. Anno 1567 ging diese mit Aert van Beethoven in Kampenhout den Bund fürs Leben ein. Die Ehe verlief glücklich, aus der die vier Kinder Mark, Anna, Hendrik und Lambrecht hervorgingen. Alles schien perfekt, bis Josyne aus heiterem Himmel am 5. August 1595 auf Befehl des Bürgermeisters Jan-Baptiste van Spoelberch in Kampenhout wegen Hexerei und Zauberei festgenommen und ins Treuenberg-Gefängnis in Brüssel gebracht wurde. Dorfbewohner hatten Josyne beschuldigt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Denn vier Pferde starben plötzlich, als Josyne an ihnen vorbei gelaufen war. Außerdem machten diese Josyne dafür verantwortlich, dass ein Pferd Blut uriniert hatte und später an Koliken gestorben war. Ferner hatte sie eine Kuh verhext, die nur noch saure Milch produzierte. Natürlich bestritt Josyne die hanebüchenen Vorwürfe gegen sie. Doch als sie am 18. August in das Gefängnis nach Steenpoort verlegt wurde, wo sie tagelang auf dem Gestell, einer Streck- und Marterbank gefoltert wurde, gestand sie schließlich, die ihr zur Last gelegten Verbrechen, obwohl sie unschuldig war. Darüber hinaus bezichtigte sie ihre Nachbarin Anna Verstande der Hexerei. Daraufhin wurde Josyne zum Tode auf dem Scheiterhaufen und zur Beschlagnahmung ihres gesamten Vermögens zugunsten der Staatskasse und Krone verurteilt. Ihr Ehemann konnte Josyne, die als idealistische und außergewöhnlich selbstbewusste Frau galt, nicht mehr helfen. Trotzdem erwirkte er am Brüssler Rechnungshof, dass er die Hälfte des konfiszierten ehelichen Vermögens behalten könne. Jedoch musste er für die Kosten der Verhaftung, des Verhörs, der Folter und der Verbrennung aufkommen. Josyne versuchte der Hinrichtung durch einen Selbstmordversuch zu entgehen. Sie schluckte Tonscherben, aber überlebte. Am 13. September 1595 wurde Josyne van Beethoven auf dem Grand-Place in Brüssel bei lebendigem Leib auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Über Generationen hinweg wurde deren Ansehen in der Familie van Beethoven hochgehalten. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der belgischen Stadt Lüttich, in der ebenfalls zahlreiche Hexenverbrennungen vorgenommen wurden. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!