Das historischen Herz von der belgischen Metropole Lüttich, die auch „Glühende Stadt“ genannt wird, da sie das Zentrum der Kohleförderung und Stahlindustrie Belgiens war, ist der Place Saint-Lambert. Auf diesem weitläufigen Platz befindet sich der imposante Fürstbischöfliche Palast, der als eines der größten zivilen Bauwerke im gotischen Stil auf der Welt gilt. Bereits im Jahr 1000 wurde im Auftrag des Bischof Notger eine fürstbischöfliche Residenz errichtet. Denn Lüttich war über 8 Jahrhunderte lang Hauptstadt eines geistlichen Fürstentums, das von den Fürstbischöfen regiert wurde. Den ehemaligen Sitz der Fürstbischöfe von Lüttich ließ der Fürstbischof Erard de la Marck ab 1526 unter dem Baumeister Arnold van Mulken wieder aufbauen. Das im Stil der Gotik gehaltene Palais besteht aus zwei langen Höfen. Der erste Hof besitzt an jeder der 4 Ecken eine Galerie mit gotischem Kreuzgewölben, die auf 60 Säulen stehen. Diese sind reich mit menschlichen Gestalten und grotesken Masken verziert, die Zeugnisse des Humanismus und der Entdeckung Amerikas darstellen. Anno 1774 fiel der Südflügel des Fürstbischöflichen Palastes einem Brand zum Opfer, der unter der Regentschaft von Georg Ludwig von Berghes im klassizistischen Stil wieder aufgebaut wurde. Im Jahr 1849 wurde ein Westflügel im neugotischen Stil nach dem Architekten Jean-Charles Delsaux hinzugefügt, der heute Sitz der Provinzregierung ist. Neben der Regierung der Provinz Lüttich ist dort auch das Gericht von Lüttich beheimatet. Bis heute ist der imposante Fürstbischöfliche eines der bedeutendsten Symbole des ehemaligen Fürstentums Lüttichs. Denn es erinnert an die Zeit als Lüttich ein unabhängiger Saat war, in dem die Fürstbischöfe das Sagen hatten. Auch ich kam bei meinem Besuch von Lüttich, der viertgrößten Stadt Belgiens, die das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Wallonie ist, an diesem besonderen Zeitzeugen vorbei, mit dessen Fotos ich Dir viel Freude wünsche. 🙂










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