Eines der Wahrzeichen der belgischen Metropole Lüttich ist der Jungfrauenbrunnen, der sich direkt vor der weltberühmten Kathedrale Saint-Paul befindet. Dieser Brunnen stand einst auf dem Domplatz, der von 1695 bis 1696 aus Marmor errichtet wurde. Anno 1854 wurde der Brunnen an seinen heutigen Standort verlegt, der von dem Lütticher Architekten Julien Ètienne Rémont wieder aufgebaut wurde. Dieser verwendet statt Marmor jedoch Granit. Der Jungfrauenbrunnen steht auf einer Stufe aus insgesamt drei kreisförmigen Stufen, der aus einem quadratischen Becken mit abgerundeten Ecken besteht. An dieses schließen sich 4 muschelförmige Becken an, die von den 4 liegenden Löwen gespeist werden, weshalb der Brunnen bei den Einheimischen auch als Löwenbrunnen bezeichnet wird. In dessen Zentrum befindet sich eine viereckige Säule, an deren Füßen Puttenköpfe aus Bronze Wasser in das große Becken spucken. Die Säule wird von der Bronzestatue der Jungfrau mit Kind im Arm gekrönt. Auf der Vorderseite der Säule zu der Rue de la Cathédrale ist eine Tür mit Flachrelief zu sehen, das ebenfalls wie die Jungfrau von dem berühmten Barockbildhauer Jean Del Cour gefertigt wurde. Die Bronzestatuen sollten während der französischen Besatzung eingeschmolzen werden, um daraus Munition herzustellen. Doch dank dem beherzten Eingreifen der Lütticher Bevölkerung konnte dies verhindert werden. Doch der Brunnen wurde im Laufe der Jahre sehr vernachlässigt, so dass dieser von Mai 2015 bis August 2016 aufwändig restauriert werden musste und nun wieder in voller Pracht erstrahlt. Auch ich kam bei meinem Besuch von Lüttich an dieser Sehenswürdigkeit vorbei, mit deren Fotos ich Dir viel Freude wünsche. 🙂








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